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SV Babelsberg 03 zeigt Verständnis

Baupläne für die Sandscholle SV Babelsberg 03 zeigt Verständnis

Die Landeshauptstadt Potsdam liebäugelt damit, auf der Sandscholle eine neue Grundschule zu bauen. Damit würde der SV Babelsberg 03 einen viel genutzten Traditionsstandort verlassen und umziehen müssen. Der Vorstand des Vereins hat nun Verständnis für die Ideen der Stadtplaner signalisiert. Nicht aber, ohne einen wichtigen Einwand zu erheben.

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Trainingsbetrieb auf der Sandscholle.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Babelsberg. Gefasst haben die Lenker des SV Babelberg 03 die Nachricht aufgenommen, dass der Sportplatz auf der Sandscholle womöglich einer Grundschule weichen muss. „Die Stadt hat uns bereits vor einiger Zeit über die Idee informiert“, sagte der Vereinsvize Steve Müller der MAZ. „Wenn das die beste Lösung für die Landeshauptstadt ist, tragen wir sie auch mit. Wir werden den Plan nicht bekämpfen oder uns gegen die Landeshauptstadt stellen.“

Wie berichtet, plant die Stadt, in Babelsberg eine neue Grundschule zu errichten. Diese soll entweder auf dem Sportplatz auf der Sandscholle oder an der Uhlandstraße entstehen. Kommt es zum Bau auf der Sandscholle, würde der größere der beiden Sportplätze entweder auf ein Grundstück zwischen Nuthe und Horstweg oder aber an den Bahnhof Rehbrücke verlegt werden. Laut Müller könnte Nulldrei mit beiden Optionen leben, wobei der Standort am Horstweg die Vorzugsvariante wäre: „Der SV Babelsberg ist ja auch ein Kiezverein. Da ist es schön, wenn man alles um die Ecke hat.“ Ob aber nun Horstweg oder Bahnhof Rehbrücke: „Das Wichtigste ist, dass die Ersatzflächen vor dem Baubeginn für die neue Schule geschaffen werden“, so Müller. „Alles andere wäre aus sportlicher Sicht eine Vollkatastrophe.“ Schon jetzt sei man auf der Sandscholle arg in Bedrängnis.

„Der Standort ist überbelegt“, sagt Müller. „Dort herrschen Trainings- und Wettkampfbetrieb wie am Fließband.“ Auf dem Platz, den auch der SV Concordia Nowawes 06 und der Universitätsfußballklub UFK Potsdam nutzen, ist täglich etwas los. Allein aus den Nulldrei-Reihen kicken dort 400 Nachwuchsspieler. Mitunter teilen sich vier Mannschaften den Platz zur selben Zeit. „Daran sieht man, dass der Stadt Potsdam etliche Sportplätze fehlen – laut einer Studie der Uni mindestens sechs, sieben Großplätze“, sagt Müller. „Die Landeshauptstadt muss sehr achtsam damit umgehen, wo sie etwas wegnimmt.“ – Und offenbar auch dabei, was sie dazu gibt. Die Nowawiese am Park Babelsberg sei zum Beispiel nur eine „Halblösung“, meint Müller. „Damit ist zwar ein wunderschöner Platz entstanden, allerdings ohne Umkleiden und Sanitär. Das geht vielleicht für ganz jungen Spieler, aber ganz sicher nicht für unsere 16-, 17-Jährigen aus der A- und B-Jugend.“

Würden als Ersatz für die Sandscholle ein Groß- und ein Kleinfeldplatz mit allem Drum und Dran entstehen, wäre das laut Müller ein Gewinn. „Dennoch wäre es für uns sehr schade, die Sandscholle zu verlassen, denn der Standort hat Tradition. Grundsätzlich sollte sich die Stadt die Frage stellen, was sinnvoller ist: Eine funktionierende Anlage aufzugeben, um eine Schule darauf zu bauen – oder die Schule gleich anderswo zu errichten. Zum Beispiel am Horstweg.“

Von Nadine Fabian

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