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Potsdam Sandscholle kann Sportplatz bleiben
Lokales Potsdam Sandscholle kann Sportplatz bleiben
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19:34 04.07.2018
Der Sportplatz Sandscholle in Babelsberg. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Der Babelsberger Sportplatz an der Sandscholle muss vermutlich keinem Neubau einer Grundschule weichen. Die Stadt darf den dringend nötigen Schulbau in diesem Stadtteil an einen privaten Investor vergeben, der diese auf eigenen Grundstücken realisiert. Zu diesem Ergebnis kommt die vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die die Stadt zuvor beauftragen musste. „Der Bau durch einen privaten Investor ist gleich günstig oder günstiger als ein Bau in kommunaler Hand“, teilte die Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) am Mittwoch im Hauptausschuss mit.

Kommunalaufsicht hat das letzte Wort

Gänzlich aufatmen können die Nutzer der Sandscholle allerdings noch nicht. Die tatsächliche Realisierung der Schule an einer anderen Stelle durch einen privaten Investor steht noch unter dem Vorbehalt einer abschließenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und der Genehmigung der Kommunalaufsicht. Deshalb soll die Planung an der Sandscholle bis zu einer endgültigen Entscheidung fortgeführt werden.

Offen ist, ob am Ende Filmpark-Chef Friedhelm Schatz baut

Offen bleibt zudem, ob nun der Filmparkchef Friedhelm Schatz in der Medienstadt die Schule bauen wird. Schatz hatte der Stadt Anfang 2017 vorgeschlagen, die Schule auf seinen eigenen Grundstücken neben dem Filmpark zu errichten und anschließend an die Stadt zu vermieten. „Das Ergebnis der Untersuchung bedeutet nicht, dass nunn Herr Schatz bauen wird. Wir werden ein offenes Interessenbekundungsverfahren durchführen, an dem sich alle potenziellen Investoren beteiligen können“, stellte Aubel klar.

Bis 2022/23 könnte die Schule im besten Fall fertig sein

Der Vorteil eines Grundschulneubaus über ein Modell in öffentlich-privater Partnerschaft an einem anderen Standort im Stadtteil liegt laut Aubel in der schnelleren Umsetzbarkeit, da unter anderem die Nutzungen, die auf der Sandscholle bestehen, nicht erst verlagert werden müssten. Zudem könnte der traditionsreiche Standort Sandscholle für den Sport erhalten bleiben. Die Bevölkerungsprognose für Babelsberg hatte erstmals 2015 den Bedarf für eine dreizügige Grundschule mit Hort und Sportanlagen ab dem Schuljahr 2022/23 ergeben. Friedhelm Schatz hatte bei der Präsentation seiner Pläne von zwei Jahren Bauzeit gesprochen.

„Wir verbinden damit die Hoffnung, dass Babelsberg damit schon deutlich früher eine neue Grundschule erhält, als wenn man die Sandscholle bebauen würde“, kommentierte der Babelsberger SPD-Vorsitzende und Stadtverordnete David Kolesnyk das Ergebnis der Untersuchung.

Laut Aubel wird nun versucht möglichst viele Verfahrensschritte parallel zu erledigen – etwa die Suche nach einer Firma für die abschließende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und das Interessenbekundungsverfahren für potenzielle private Bauherren. Durch die Aufstellung von Containern an der Goetheschule gibt es zwar mittlerweile eine Zwischenlösung für den aktuellen Bedarf, doch diese Plätze werden langfristig nicht reichen.

Von Peter Degener

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