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Potsdam Sandscholle weiter auf dem Prüfstand
Lokales Potsdam Sandscholle weiter auf dem Prüfstand
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19:22 08.03.2017
Soll als Schulstandort in Babelsberg geprüft werden: Das Apollonia-Haus an der Großbeerenstraße. Quelle: Friedrich Bungert
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Babelsberg

Irgendwann platzte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann am Dienstagabend der Kragen. „Das sind unglaubliche Vorwürfe – ich bin stinkesauer“, schäumte er in Richtung Babette Reimers von der SPD-Fraktion.

Was war passiert? Die SPD-Bauexpertin hatte der Verwaltung vorgeworfen, Alternativen zur Sandscholle nicht ernsthaft genug geprüft zu haben. „Es gibt eine große Unzufriedenheit mit dem Standort Sandscholle“, legte Reimers nach: „Außer dass es eine freie Fläche ist und der Stadt gehört, gibt es nicht viele Vorteile.“ Bei einer der möglichen Alternativen aus SPD-Sicht – dem Apollonia-Haus in Babelsberg an der Großbeerenstraße 109 – habe man „nicht ernsthaft das Gespräch mit dem Eigentümer“ gesucht, so Reimers’ Vorwurf. Laut Prüfung der Verwaltung ist das Gebäude, das zu DDR-Zeiten der Sitz des VEB Dentaltechnik war, für eine Schulnutzung zu klein. Aber: An der Großbeerenstraße könnte noch ein zusätzliches Gebäude errichtet werden. Reimers’ Resümee der Situation: „Unangenehm aufgestoßen ist uns die angebliche Alternativlosigkeit des Standorts Sandscholle.“

Immer wieder wird das Apolloniahaus als Alternative genannt

Eine Spitze, die Goetzmann nicht unwidersprochen auf sich sitzen lassen wollte. Wiederholt habe die Verwaltung auf eine ausschussübergreifende Prüfung gedrängt. Doch angebotene Termine – etwa eine gemeinsame Sitzung mit der AG Schulentwicklungsplanung am 21. Dezember 2016 – sei von keinem Bauausschussmitglied wahrgenommen worden. Der ständige Wunsch nach neuen Standortprüfungen sei „Ausdruck von Entscheidungsunwilligkeit, um das Thema immer weiter in die Zukunft zu schieben“, so Goetzmann.

Zuvor hatte Reimers erklärt, dass die SPD den Prüfantrag der Fraktion „Die Andere“ zu weiteren Standorten – Glasmeisterstraße, Parkplatz des Filmparks Babelsberg und Medienstadt-Grundstück an der Großbeeren-/ Ecke August-Bebel-Straße – unterstützen will.

Aus Verwaltungssicht drängt die Zeit. Mindestens fünf Jahre Planungsvorlauf braucht es bis zur Realisierung einer Grundschule in Babelsberg. Heißt: Eine ganze Schülergeneration wird nichts anderes kennenlernen als die Schulcontainer-Provisorien am Humboldtring.

Linke, CDU und Grüne erklärten, dass sie den Standort Sandscholle befürworten wollen. Beim Thema Apollonia-Haus wandte Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis) ein, dass das Objekt längerfristig vermietet sei. Ein Vertreter der Initiative „Pro Sandscholle“ erläuterte die Bedenken gegen den Schulbau auf der Sportfläche. So würden die notwendigen Baumfällungen „eine erhebliche ökologische Belastung“ darstellen. Beschlüsse gab es am Dienstagabend keine; die Entscheidungen wurden auf die nächste Sitzung vertagt.

Von Ildiko Röd

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