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Potsdam Sanierung des Neuen Palais gestartet
Lokales Potsdam Sanierung des Neuen Palais gestartet
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00:33 18.04.2018
Auch den Grazien auf dem Palais geht es an den Kragen. Quelle: Frank Kallensee
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Potsdam

Es ist „die Korrektur historischer Baufehler“. So formuliert es jedenfalls Hartmut Dorgerloh. Denn als Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist er jetzt dafür verantwortlich, jene Patzer auszubügeln, die sich Friedrich der Große bei der Errichtung seines Neuen Palais in Potsdam geleistet hat. Möglich sind die Reparaturen durch ein insgesamt 155 Millionen Euro schweres und bis 2017 befristetes Sonderinvesti tionsprogramm, das 2007 von den drei Stiftungsfinanziers Bund, Brandenburg und Berlin verabschiedet wurde.

Masterplan nennt die Stiftung, was mit dem Geld bezahlt wird. Der zählt 35 Projekte auf, unter denen das Neue Palais seiner gewaltigen Dimensionen wegen der schwierigste Sanierungsfall ist. Nach 240 Jahren Gebrauch zeigt das 300 Meter breite Haus deutliche Verschleißerscheinungen. Doch ganz oben auf der „Maßnahmenliste“ der Stiftung steht nun die Decke zwischen Grotten- und Marmorsaal.

Gegen den Rat seiner Architekten hatte Friedrich hier ein hölzernes Tragwerk montieren lassen. „Auf 18,5 Meter langen Balken liegen 90 Tonnen Steinlast“, erklärt Projektkoordinatorin Heike Zeymer. Schon 1774 habe eine Sekundärkonstruktion eingefügt werden müssen, um Senkungen und Schwingungen zu stoppen. Geholfen hat das nicht. Die kostbaren Inkrustationen des Marmorfußbodens im Marmorsaal sind gerissen oder gebrochen. Dieser Boden ist das – mit 600 Quadratmetern – größte Kunstwerk im Neuen Palais.

Unter der Leitung von Restauratorin Kathrin Lange werden hier jetzt Fehlstellen geschlossen, wobei die Materialbeschaffung nur „eines der zu lösenden Probleme“ ist. Frischer Serpention aus Frankreich oder neuer Marmor aus Schlesien und Italien sollen schließlich in Struktur und Farbe den originalen Steintafeln entsprechen. Parallel werden nässegeschädigte Balkenköpfe durch „Prothesen ertüchtigt“, kündigt Heike Zeymer an, „und ein Geschoss tiefer die mit Muscheln und Korallen ornamentierte Stuckdecke des Grottensaals gereinigt und restauriert“. Für 4,9 Millionen Euro soll 2015 alles fertig sein.

Vorübergehend wird das Neue Palais auch seine Krone verlieren. Ende August wird sie nämlich samt der sie tragenden drei Grazien mit einem Spezialkran von der Kuppel gehoben. Eine Untersuchung hatte 2011 ergeben, dass die eisernen Stützen der etwa acht Meter hohen Figurengruppe korrodiert sind und eine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Runderneuert sollen die von dem Bildhauer Johann Christoph Wohler aus Kupferblech getriebenen Damen im Frühjahr 2014 an ihren Platz zurückkehren, dann sogar vergoldet wie zu Friedrichs Zeiten.

Zudem startet im September die Instandsetzung des Sockelgeschosses und des Umgangs, um, wie Masterplan-Projektleiter Ayhan Ayrilmaz sagt, „das Neue Palais wieder auf trockene Füße zu stellen“. Aufsteigende Feuchtigkeit und Niederschläge haben dem Gemäuer in diesem Bereich massiv zugesetzt. Deshalb müsse „eine Abdichtungsebene eingezogen werden, die das Wasser sammelt und gezielt ableitet“. Das ist freilich leichter gesagt als getan. Denn dafür müssen 3000 Quadratmeter Natursteinplatten bewegt, mehr als drei Kilometer Treppenstufen aus- und wieder eingebaut sowie 148 Skulpturen samt Sockel abtransportiert werden. Und zwar bei laufendem Besucherverkehr. Die Arbeiten erfolgen darum in zwei Bauabschnitten. Angefangen wird am nördlichen Gebäudeteil, der südliche ist ab 2015 dran.

Von Frank Kallensee

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