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Potsdam Sansibar könnte 2015 Partnerstadt werden
Lokales Potsdam Sansibar könnte 2015 Partnerstadt werden
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13:50 08.07.2017
Oberbürgermeister Jann Jakobs (2.v.r.) und Wirtschaftsförderchef Stefan Frerichs bei einem Werkstattbesuch in Sansibar. Quelle: Rathaus
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Potsdam
 

Kritik war an den Kosten der Dienstreise aufgekommen: Wie berichtet, schlugen für Flüge und Hotelübernachtungen 11.400 Euro zu Buche, die aus dem Potsdamer Haushaltssäckel bezahlt werden. Jakobs rechtfertigte den Trip mit einem Beschluss der Stadtverordneten, die 2007 für eine Anbahnung einer Städtepartnerschaft mit Sansibar votierten. Das Programm bezeichnete das Stadtoberhaupt als "sehr umfangreich, wir fühlten uns abends wie erschossen, nicht nur wegen der Temperaturen von gefühlten 70 Grad". Den Besuch verteidigte auch Kilian Kindelberger von der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft: "Wenn sich jede mitteleuropäische Stadt in Afrika engagieren würde, hätten wir weniger Kriege und weniger Flüchtlinge."

Drei Fragen an Jann Jakobs...

  1. Warum hat sich die Reise aus Ihrer Sicht gelohnt?
    „Wir haben ein umfangreiches Programm absolviert, haben Themen wie Klima- und Städtepartnerschaft besprochen.“
  2. Was war ihr eindrücklichstes Erlebnis in Ostafrika?
    „Der Naturreichtum auf Sansibar hat mich sehr beeindruckt. Man steckt dort einen Stock in die Erde und es wächst sofort etwas drumherum. Unglaublich – ebenso wie das Verkehrschaos. Eine eigentlich drei- oder vierspurige Straße wurde an einer roten Ampel plötzlich viel breiter, weil Standstreifen einbezogen wurden.“
  3. Es hagelte viel Kritik an der Dienstreise nach Sansibar. Berechtigt?
    „Nein, nicht im geringsten. Kleinkarierter geht es doch gar nicht! Wir diskutieren täglich über wirtschaftliche Zusammenarbeit und über Klimaschutzstrategien. Wir sind eine Welt. Ich habe die Kritik als seltsam empfunden.“

Jakobs wurde von einer sechsköpfigen Delegation begleitet, darunter Hubertus Wenisch, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Ernst von Bergmann, und Michael Radke, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin. Sie besuchten Krankenhäuser in Sansibar und in Daressallam. Die medizinische Versorgung sei dramatisch. "Es wäre sinnlos, unser System dort überzustülpen", so Radke. Es könne nur punktuell geholfen werden. Den ostafrikanischen Kollegen müsse man Basiswissen in Hygiene, Pflege, Säuglingsernährung vermitteln. Statt weitere teure Inkubatoren für Frühchen zu finanzieren (die bei Stromausfällen nicht funktionieren), sollte eine Muttermilchbank nach hiesigem Vorbild eingerichtet werden. Ein großes Problem sei die Säuglingssterblichkeit, die bis zu acht Prozent beträgt. Dagegen sei die "Durchimpfungsquote" besser als in Deutschland: Masern gebe es in Sansibar nicht mehr. Trotzdem war für Radke die Reise "ernüchternd und anstrengend". So habe der Mediziner ein im Sterben liegendes Kind gesehen, das keinerlei Beachtung fand.

Von Ricarda Nowak

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