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Sarah Blaßkiewitz bereitet ihren ersten Langspielfilm vor

Der ehemalige Kinderstar wird zur Regisseurin Sarah Blaßkiewitz bereitet ihren ersten Langspielfilm vor

Als Kind stand Sarah Blaßkiewitz für die Kinderserie "Schloss Einstein" vor der Kamera. Inzwischen ist sie 27 Jahr alt und steht lieber hinter der Kamera. Kurzfilme hat sie schon einige gemacht. Nun bereitet sie ihren ersten langen Film vor und hat dafür schon einen Nachwuchsstar gewinnen können.

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Potsdam-Babelsberg. Über ihre Vergangenheit als Mimin in der erfolgreichen Kika-Serie "Schloss Einstein" redet Sarah Blaßkiewitz nicht gern. "Ist doch schon so lange her", sagt die 27-Jährige, die von 2000 bis 2003 in Babelsberg für die Internatssoap vor der Kamera stand und noch heute manchmal von Fans auf der Straße erkannt wird. Ihre Filmografie als Schauspielerin listet noch Bernd Böhlichs Kinodrama "Der Mond und andere Liebhaber" (2008) auf, in dem sie Katharina Thalbachs Tochter spielt, die bei einem Unfall ums Leben kommt. In andere Charaktere schlüpft die in Potsdam aufgewachsene Sarah Blaßkiewitz nicht mehr, sie hat nach einer Kamera-Ausbildung inzwischen auf dem Regie-Stuhl Platz genommen, ist des öfteren als Regie-Assistentin tätig, zuletzt für die Independent-Produktion "Wie Männer über Frauen reden" mit Barnaby Metschurat.

Sarah Blaßkiewitz empfindet es als "Gabe, koordinieren und ein Team zusammenhalten zu können". Nach dem Kurzspielfilm "Auf dem Weg nach oben" (2010/11), bei dem sie als Regisseurin, Autorin und Produzentin arbeitete, bereitet sie derzeit ihr Langfilmdebüt vor. "Unsichtbar" (Arbeitstitel) werde von einem Vater handeln, der mit seiner kleinen Tochter untertauchen muss. Mehr verrät Sarah Blaßkiewitz nicht, schon gar nicht über den Hauptdarsteller. Nur so viel: Die Jungregisseurin hat sich Frederick Lau für eine Rolle geschnappt.

Lau (24, "Die Welle") gilt als einer der profiliertesten Schauspieler seiner Generation -  und ist ein guter Kumpel von Sarah,wie auch Burak Yigit (27, "Fünf Jahre Leben"). Lau und Yigit sind jetzt in dem warmherzigen Drama "Ummah -  Unter Freunden" zu sehen, das heute Abend im Berliner "Delphi" Premiere feiert. "Als ich gehört habe, dass meine Freunde Freddie und Burak zusammen einen Film machen, wollte ich unbedingt dabei sein, das musste ja was Gutes werden", erzählt Sarah Blaßkiewitz. Regisseur Cüneyt Kaya hatte zwar schon eine Assistenz, aber noch den Posten der Producerin zu vergeben: "Ich war dafür zuständig, während des Drehs den Laden zusammenzuhalten, habe mich um Team und Schauspieler gekümmert, war Set-Aufnahmeleiterin oder habe auch mal eine Lampe gehalten oder die Klappe geschlagen." Wichtig war Sarah Blaßkiewitz an einem Film beteiligt zu sein, der Freundschaft, Toleranz, Miteinander feiert und an dem sie mit Freunden ein wichtiges Projekt umsetzen konnte. Lau spielt in "Ummah" einen verdeckten Ermittler des Verfassungsschutzes, der aussteigen will und in der islamischen Gemeinschaft in Berlin-Neukölln neue Freunde findet. Während des Drehs fühlte sich die zwischen Neukölln und Kreuzberg lebende Filmschaffende ("Ich kann auf meine Boys im Kiez zählen.") in Bezug auf Alltag und Umgang mit Muslimen in Deutschland "super sensibilisiert". Sie beschäftigte die Frage, wie man respektvoll und ehrlich miteinander umgeht.

Von Ricarda Nowak

"Ummah -  Unter Freunden", ab Donnerstag, um 14.15 & 19.05 Uhr, Thalia, Rudolf-Breitscheid-Str. 50. Am 23. September, um 19 Uhr, sind Regisseur Cüneyt Kaya und Hauptdarsteller Frederick Lau zu Gast.

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