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Saskia Ludwig verpasst Einzug in Bundestag

Wahlkreis 61 Saskia Ludwig verpasst Einzug in Bundestag

Der Traum ist ausgeträumt für Saskia Ludwig (CDU): Sie wird nicht in den Bundestag einziehen. Vor allem in der traditionell roten Landeshauptstadt konnte sie nicht punkten. Selbst in Ludwigs Wohnort Golm lag ihre Konkurrenrin Manja Schüle (SPD) vorne.

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Enttäuscht: Saskia Ludwig (CDU).

Quelle: Friedrich Bungert

Phöben. Der Traum vom Bundestag ist ausgeträumt für Saskia Ludwig. Dabei sah es zu Beginn des Wahlabends noch gut aus für die 49-jährige, promovierte Diplom-Kauffrau aus Golm. Den ersten Prognosen zufolge lag die Landtagsabgeordnete im Wahlkreis 61 vor SPD-Kontrahentin Manja Schüle. Am Ende hat es nicht gereicht. „Der Bundestrend war nicht hilfreich“, sagt Ludwig am Abend in Phöben, wo sie ihre eigene Wahlparty mit geladenen Gästen gefeiert hat, während die Landes-CDU in Potsdam zusammenkam.

Der Liveticker vom Wahlsonntag

Der Bundestrend und Potsdam – „das waren die zwei Hinkebeine“, sagt Ludwig. „Letztendlich lag es an Potsdam.“ Tatsächlich konnte Ludwig in der traditionell roten Landeshauptstadt nicht punkten. Selbst in Ludwigs Wohnort Golm lag Manja Schüle (SPD) vorne. Für Wieland Niekisch von der CDU Potsdam-West ist auch der eigene Kreisverband mitverantwortlich für das Scheitern der Kandidatin. Die CDU Potsdam habe die auch in der Landespartei umstrittene Ludwig nicht ausreichend unterstützt. Einige seien der Kandidatin, die bei der Nominierung einen Gegenkandidaten hatte, „mit Reserviertheit gegenübergetreten“, sagt Niekisch, „das ist ein gemeinsamer Misserfolg“ – vor allem wenn man bedenkt, dass die CDU den Wahlkreis im Zweit-stimmenergebnis gewonnen hat. Das heißt: Es gibt einige Wähler, die zwar für die CDU votierten, nicht aber für Ludwig, die als Vorsitzende der CDU Potsdam-Mittelmark wie erwartet eher im Umland punkten konnte.

Ludwig kritisiert Umgang mit AfD

Womöglich, so mutmaßen Wahlbeobachter, haben einige gleich ihr Kreuzchen beim AfD-Bewerber gemacht und nicht bei Saskia Ludwig, die für einen offenen Umgang mit der AfD plädierte, im Landtag auch schon für einen Antrag der AfD stimmte.

Dass die AfD so stark ist, liegt laut Ludwig daran, „weil wir einfach nicht zuhören“. Auch der Umgang mit der AfD – etwa indem Proteste gegen Wahlpartys der AfD angekündigt wurden – hätten dazu beigetragen. „Die Menschen fühlen sich da ein Stück weit bevormundet“, so Ludwig. „Das muss uns zu denken geben.“

Für Ludwig war es bereits der zweite Versuch, in der Bundespolitik mitzumischen. 2013 unterlag sie bei der Nominierung für die Direktkandidatur gegen Katherina Reiche. Jetzt hatte ihre Partei Ludwig auf der Landesliste nur auf den aussichtslosen Rang 8 gesetzt. Ludwig wird also Landtagsabgeordnete bleiben. „Tief durchatmen, in Ruhe analysieren und dann wird weitergearbeitet“, sagt die 49-Jährige.

Von Marion Kaufmann

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