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Potsdam „Saskia, die Inbrünstige“
Lokales Potsdam „Saskia, die Inbrünstige“
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20:42 21.03.2017
Saskia Hüneke (r.) und Kulturministerin Martina Münch (SPD) bei der Verleihung des Wilhelm-Foerster-Preises der Urania. Quelle: Julian Stähle
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Innenstadt

Von Ferne sah der Eingang des Alten Rathauses am Dienstag aus, als würde irgendein Superstar eine Autogrammstunde geben. Eine lange Schlange staute sich auf den Treppen. Wer sich dann endlich erfolgreich vorgekämpft hatte, gelangte in den großen Veranstaltungssaal, wo sogar die Stehplätze schon fast Mangelware waren.

Grund für den Auflauf war die Verleihung des diesjährigen Wilhelm-Foerster-Preises der Potsdamer Urania an Saskia Hüneke. Die Kustodin der Skulpturensammlung der Schlösserstiftung und Grünen-Stadtverordnete steht damit in einer Reihe mit prominenten Vorgängern wie dem Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und dem mittlerweile verstorbenen Doyen der Schlösserstiftung, Hans-Joachim Giersberg.

Blick in den Saal des Alten Rathauses, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Quelle: Julian Stähle

Hüneke verfüge über die Gabe, „Bildung zu einem Erlebnis werden zu lassen“, begründete der Urania-Vorstandsvorsitzende Dieter Rauchfuß die Wahl der Preisträgerin. Zu ihren besonderen Eigenschaften zähle die Prinzipientreue. Ein Beispiel: Im Dissens mit ihrem Parteikollegen, dem ehemaligen Grünen-Baubeigeordneten Matthias Klipp, habe die damalige Fraktionschefin deutlich gemacht: „Ich klebe nicht an Posten und Positionen, aber halte an dem für richtig Erachteten fest.“

Kulturministerin Martina Münch (SPD) hielt die Laudatio auf die „ausgezeichnete Wissenschaftlerin und hoch engagierte Städtebau-Expertin“, die sich unter anderem um den Erhalt und die Erforschung der Skulpturensammlung verdient gemacht hat.

Ministerin Martina Münch (SPD), Saskia Hüneke, Urania-Geschäftsführerin Karin Flegel, Urania-Vorstandsvorsitzender Dieter Rauchfuß (v.l.). Quelle: Julian Stähle

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) würdigte wiederum das lange ehrenamtliche Engagement der Kunsthistorikerin, die 1953 in Greifswald geboren worden ist und die zunächst in der Wendezeit erfolgreich gegen den Abriss barocker Bausubstanz in der Potsdamer Innenstadt zu Felde zog. Jakobs zollte Hüneke Respekt für ihre Haltung, „ernsthafte Meinungen“ nicht nur zu akzeptieren, sondern auch in den eigenen Meinungsbildungsprozess zu integrieren.

Der Rathauschef sorgte für Lacher, als er vom Durchsetzungsvermögen der Grünen-Politikerin erzählte. Wenn Hüneke für ein Anliegen brannte, habe sie sich oft aufs Rad geschwungen, um Jakobs daheim in seinem Alexandrowka-Häuschen im persönlichen Zwiegespräch von ihren Argumenten zu überzeugen. Auch Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Schlösserstiftung und der „Chef“ von Saskia Hüneke, weiß ein Lied von der leidenschaftlichen Art seiner Kustodin zu singen. Wäre seine Mitarbeiterin eine Allegorie, sagte er zum Schluss seiner humorvollen Lobrede, hieße sie „Saskia, die Inbrünstige“.

Von Ildiko Röd

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