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Potsdam Satire-Aktion: Rathaus für Flüchtlinge geräumt
Lokales Potsdam Satire-Aktion: Rathaus für Flüchtlinge geräumt
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17:30 26.11.2015
Alles muss raus! Die Stadtverwaltung zieht um in Leichtbauhallen – das zumindest suggeriert dieses Foto vom Donnerstag. In Wirklichkeit wollen Potsdamer mit dieser Aktion auf menschenunwürdige Unterbringung von Flüchtlingen hinweisen. Quelle: Mischa Karth
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Potsdam

„Leben in Leichtbauhallen? Was für’n Schrott“ – unter diesem Motto haben sich am Donnerstagnachmittag etwa 50 selbst ernannte Umzugshelfer vor dem Potsdamer Stadthaus versammelt. Sie kamen, um die Büros der Stadtverwaltung zugunsten von Flüchtlingen zu räumen und trugen – begleitet von lauter Punkmusik – reihenweise Kisten, Aktenordner, Tische und Stühle aus dem Rathaus.

Aktivisten: Schrottige und menschenwürdige Unterkünfte

Ein Scherzplakat mit dem Konterfei des Oberbürgermeisters Jann Jakobs hatte in der vergangenen Woche zu dieser ungewöhnlichen Aktion aufgerufen. Die Aktivisten kritisieren vor allem die Unterbringung der Flüchtlinge in Leichtbauhallen: „Die Öffentlichkeit schmeißt für menschenunwürdige, schrottige Unterkünfte Geld zum Fenster raus, während städtische Immobilien verscherbelt werden.“ Potsdams Wohnungspolitik sei gescheitert, die Verwaltung solle die Verantwortung übernehmen und in Leichtbauhallen umziehen.

Am Freitag sind Flüchtlinge an die Sandscholle gezogen

Stadtsprecher Jan Brunzlow nahm den Streich gelassen: „Wir gehen davon aus, dass die Aktivisten alles wieder zurückstellen, wenn die Aktion beendet ist“, sagte er. Brunzlow wies zugleich darauf hin, dass die Stadt derzeit tatsächlich „jede helfende Hand“ gebrauchen könne, nur eben nicht unbedingt im Rathaus, sondern etwa zum Bettenaufbau in den Leichtbauhallen An den Kopfweiden, wo künftig 125 Flüchtlinge untergebracht werden. An der Sandscholle ziehen am heutigen Freitag die ersten 96 Flüchtlinge ein.

Die Demonstranten zogen vom Rathaus zum Landtagsgebäude. Quelle: Mischa Karth

Nach der Aktion am Rathaus zogen die Aktivisten noch weiter in Richtung Landtag, um auch dort für menschenwürdigen Wohnraum für Flüchtlinge zu werben.

Von Josefine Sack

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