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Potsdam Satzkorn legt Wunschliste vor
Lokales Potsdam Satzkorn legt Wunschliste vor
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14:34 22.03.2017
Ein weites Feld und ein bisschen Gewerbe: Der Friedrichspark im Potsdamer Norden steht seit Jahren nahezu leer. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Satzkorn

Die Stadtverordnetenversammlung soll in Vorbereitung auf einen möglichen „Innovationspark Potsdam“ demnächst beschließen, den Bebauungsplan 156 „Gewerbeflächen Friedrichspark“ aufzustellen. Zuvor dürfen die Ortsbeiräte von Marquardt, Satzkorn und Uetz-Paaren – also die Anlieger des Gebiets – ihre Meinung sagen. Vor allem in Satzkorn, das am dichtesten am Friedrichspark gelegen ist, will man die Chance nutzen, auf die Planung einzuwirken. Deshalb hat der Ortsbeirat auf seiner jüngsten Sitzung einen umfassenden Ergänzungsantrag verabschiedet. Unter anderem folgende Punkte sollen dem Aufstellungsbeschluss hinzugefügt werden:

Laut Ortsbeirat soll eine Fläche für Einzelhandel reserviert werden, denn in allen drei Ortsteilen fehle ein Supermarkt und es sei weiterhin mit Zuzug zu rechnen. Erholungs- und Freizeitnutzungen, wie einst für das Gebiet vorgesehen, sollen weiter möglich sein. Ausschließen will man aber Vergnügungsstätten, Abfallverwertungsanlagen, Biogasanlagen, stauberzeugende Betriebe, Baustofflager- und Umschlagplätze.

Die am Friedrichspark gelegene Bahnhofssiedlung, weitere Wohnhäuser und die Kleingärten sind – so der Wunsch aus Satzkorn – vor Lärm, Schattenwurf, Vibrationen, Staub und nächtlicher Lichtemission zu schützen. So sollen in einem Umkreis von 200 Metern nur solche gewerblichen Nutzungen zugelassen werden, die das Wohnen nicht wesentlich stören.

Daher dürfe ein Logistikzentrum mit Betrieb rund um die Uhr auch nur im nördlichen oberen Drittel des B-Plangebiets betrieben werden. Die Zu- und Abfahrt zu diesem Logistikzentrum habe nur westseitig – also entlang der Autobahn – zu erfolgen. Zudem fordert der Ortsbeirat, die Bahnhofssiedlung mit einem begrünten Lärmschutzwall abzuschirmen. In der Nähe der Häuser und Gärten sollen die Gebäude im Gewerbegebiet zudem nicht höher als 15 Meter sein und ansonsten 20 Meter nicht überschreiten. Betriebszeiten für die südlichen Zweidrittel des Gewerbegebiets sollen wie folgt festgelegt werden: Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr, das Fachmarktzentrum dürfe zudem am Samstag von 7 bis 20 Uhr öffnen.

Ein weiterer großer Wunsch: Die Bahnhofstraße/An den Gleisen soll in Verlauf und Baumbestand erhalten bleiben. Auf dieser Straße befinde sich der 66-Seen-Wanderweg rund um Berlin, sie müsse daher als attraktiver Rad- und Wanderweg gestaltet und gepflegt werden. Deshalb und wegen der Bahnhofssiedlung soll auch der Autoverkehr aus Richtung Satzkorn/Straße des Friedens möglichst weit im Norden des Plangebiets direkt in das Gewerbegebiet hinein geführt werden. Weitere Einfahrtsbereiche, so der Ortsbeirat, sind auszuschließen. Die nördliche Zufahrt zum Plangebiet und zur Straße an den Gleisen müsse auf Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen (ausgenommen Landwirtschaft) begrenzt werden. So will man vermeiden, dass schwere Lkw ihren Weg zum Gewerbepark mitten durch Satzkorn nehmen.

Falls der Friedrichspark an das Netz der Deutschen Bahn angeschlossen werden sollte, sei sicherzustellen, dass rund um die Wohnhäuser im Umkreis von 500 Metern Nachts, am Wochenende und an Feiertagen kein Rangierverkehr stattfindet.

Ein weiterer Beschluss des Ortsbeirats bezieht sich auf die B 273, von der aus man den Friedrichspark erreicht. Demnach soll an der Zufahrt zur B 273 die einst abgebaute Ampelanlage wieder errichtet, erweitert und in Betrieb genommen werden. Auch für die fehlende Abfahrt von der Bundesstraße aus Potsdam kommend in Richtung Marquardt müsse eine Lösung gefunden werden, ebenso für die Anbindung des Gewerbegebiets an den öffentlichen Personennahverkehr. Außerdem: Auf der Straße Am Friedrichspark soll zwischen B237-Brücke und Kreisverkehr ein Fuß- und Radweg gebaut werden. Erreicht der Verkehr eine Dichte von 500 Fahrzeugen in der Spitzenstunde, soll der Satzkorner Bahnhof reaktiviert werden.

Von Nadine Fabian

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