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Potsdam Schausteller bangen ums Oktoberfest in Potsdam
Lokales Potsdam Schausteller bangen ums Oktoberfest in Potsdam
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01:15 03.03.2019
Das Oktoberfest braucht Platz – üblicherweise wird der gesamte obere Lustgarten davon für drei Wochen in Anspruch genommen. Quelle: Friedrich Bungert
Innenstadt

Hunderttausende zusätzliche Besucher erwartet Potsdam am Wochenende des 3. und 4. Oktober 2020 – dann wird in der Stadt die zentrale Feier zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands begangen. Doch der Lustgarten ist zu dieser Zeit traditionell der Standort des Herbst- oder Oktoberfests – auch hier gehen die Besucher in die Hunderttausende. Der Brandenburgische Schaustellerverband fürchtet um ein Fest inmitten seiner Hauptgeschäftszeit, die von August bis Weihnachten reicht.

Schausteller fürchten, dass nach der Einheitsfeier das Publikum wegbleibt

„Der 3. Oktober ist einer unserer stärksten Tage“, sagt Christoph Meyer, einer der Vorsitzenden des Schaustellerverbands. Das Oktoberfest um einige Tage nach hinten zu verschieben mache „wenig Sinn“. „Auf der großen Einheitsfeier sind ja auch Karussells. Da bleibt uns dann das Publikum weg“, befürchtet Meyer und hofft dringend auf eine Lösung des Problems. „Wir haben Termine im Potsdamer Rathaus und in der Staatskanzlei. Unsere Partner da sind sehr offen und wir wurden auch nicht vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt Meyer.

Im Oktober 2018 ging es rund über dem Lustgarten. Quelle: Friedrich Bungert

Über 200.000 Besucher kommen in den drei Festwochen

Seit Jahrzehnten fand das Fest an verschiedenen Orten in Potsdam statt – etwa auf dem Bassin, im Babelsberger Park. Seit der Fertigstellung des Neuen Lustgartens zur Bundesgartenschau lädt der Brandenburgische Schaustellerverband dorthin zum Herbstfest. Der Traditionsname verschwand zwar 2014 zugunsten des Oktoberfests, aber das hat großen Zulauf. „Mindestens 200.000 Besucher kommen in den drei Festwochen zu uns. Es kommt gut an bei den Potsdamern, denn das Fest wächst jedes Jahr“, sagt Christoph Meyer.

Schausteller hoffen, dass beides miteinander vereinigt wird

Die Vorzugsvariante der Schausteller: Das Oktoberfest wird Teil der Einheitsfeier. Fünf bis sechs große Fahrgeschäfte und das etwa 20 mal 40 Meter große Festzelt müssen einen Ort finden. „Wir wären gern mit dabei und wollen in die Einheitsfeier integriert werden“, bekräftigt er. Auch Schubert sieht in der Integration beider Feste die beste Lösung.

Andere geeignete und zugleich zentrale Orte in Potsdam gibt es nicht. „Es wird so viel gebaut. Als 2005 schon einmal der Tag der Deutschen Einheit hier ausgerichtet wurde, konnten wir an die Babelsberger Straße am Hauptbahnhof ausweichen. Dort steht heute die neue ILB“, sagt Meyer.

Bis zu diesem Sommer brauchen die Schausteller eine Entscheidung

Vor gut einem Jahr wurden die Schausteller darüber informiert, dass das Oktoberfest nicht in gewohnter Form im Lustgarten stattfinden kann. „Das Problem ist, dass es bis heute noch keine konkreten Aussagen zur Gestaltung der Feier gibt. Wir brauchen aber spätestens im Sommer eine Entscheidung. Das reicht dann gerade für die Ausschreibungen, die für unser Fest nötig sind“, sagt Meyer.

Land investiert zwölf Millionen Euro in die Einheitsfeier

Die Stadtverwaltung gab unterdessen im Hauptausschuss weitere Details zur Einheitsfeier bekannt. Die Festmeile am Wochenende des 3. und 4. Oktober 2020 wird sich demnach vom Hauptbahnhof bis zur Dortustraße erstrecken. Die Stadt geht von bis zu 750.000 Besuchern aus. Für die Organisation wurden anderthalb zusätzliche Stellen im Rathaus geschaffen und 400.000 Euro zusätzlich sind im Haushalt eingestellt.

Nachdem der Oberbürgermeister bereits eine Verwaltungsvereinbarung mit der Staatskanzlei unterzeichnet hat, stimmte nun auch der Hauptausschuss den Plänen zu. Das Land lässt sich das Fest zwölf Millionen Euro kosten, wovon der größte Teil für die Sicherheit und die Protokoll-Fragen verwendet werden. Welches Programm tatsächlich stattfindet, ist noch unklar.

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