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Potsdam Größter Optiker Potsdams investierte 600.000 Euro
Lokales Potsdam Größter Optiker Potsdams investierte 600.000 Euro
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22:29 04.06.2018
Nach dem Umbau der Fielmann-Filiale in der Brandenburger Straße starten die Mitarbeiter Nadine Franzke und Jonas Lehmann (r.) mit ihrem Niederlassungschef Johannes Haerkötter mit Platz für mehr Brillen. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Im Schnitt werden in Potsdam jedes Jahr 30 000 Brillen verkauft. Die Hälfte davon wechselt bei Fielmann nach Aussagen des Potsdamer Niederlassungschefs und Augenoptikermeisters Johannes Haerkötter auf die Nasen der Brillenträger. Über sieben Monate hat das Augenoptik-Fachgeschäft die Filiale ausgebaut, 60 Quadratmeter Beratungsfläche zugelegt, 600 000 Euro investiert und dabei in enger Absprache mit der Denkmalschutzbehörde gearbeitet, um den Charakter des Hauses zu erhalten. Nun wurde wiedereröffnet.

Jeder Zweite in Potsdam und dem näheren Umland sei ein Brillenträger. In der Summe seien das 100 000 Menschen, die eine Sehhilfe benötigen. Dabei hat sich das Image der Brille in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Was früher wie eine Art Prothese von weißen Kittelträgern verkauft wurde, ist heute ein Schmuckstück – gleich einer Armbanduhr oder einer Goldkette. Es gibt sogar Menschen, die sich Brillen nur aufsetzen, weil sie als modisches Accessoire dienen oder sich die Träger ein Image damit verpassen wollen.

„Als ich klein war, gefühlt den dritten Turnbeutel mit Brille verloren hatte, gab es für mich nur noch eine Kassenbrille“, sagt Haerkötter. Die Auswahl sei damals klein gewesen – und seine Brille, die will er niemandem mehr zeigen.

Augenoptiker Michael Otschik macht mit einer Kundin einen Sehtest. Der wird nur noch selten beim Augenarzt selbst gemacht. Quelle: Bernd Gartenschläger

Heute hängen 3150 Brillen zum Ansehen, Testen und Mitnehmen an der Wand. Der weiße Kittel ist längst aus den Brillengeschäften verbannt worden – jedenfalls im Beratungsbereich. Die Auswahl erfolgt meist zwischen Marke und Eigenproduktion der Läden. „Viele kommen mit der Vorstellung einer bestimmten Markenbrille“, sagt Haerkötter. Das helfe ihnen, die richtige Richtung zu finden. Zum Markenprodukt würden am Ende aber die wenigsten greifen, sagt Sebastian Acke, Regionalleiter für Berlin und Brandenburg. „80 Prozent entscheiden sich für die Fielmann-Produktion.“ Bundesweit geht der Trend derzeit zu pantoskopischen Brillen, also runden Fassungen. „Außerdem werden Rahmen wieder schlanker und auch Gold wird viel nachgefragt“, zählt der Augenoptikermeister Johannes Haerkötter auf. Die Trends, das ist kein Geheimnis, kommen in Zyklen wieder. Was vor ein paar Jahren nur Influencer oder Hipster auf Trödelmärkten und in Omas Schubladen ausgegraben haben, um sich mit ihren riesigen runden Goldbrillen von anderen abzuheben, gibt es jetzt regulär im Laden.

32 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsmittelpunkt derzeit in der Potsdamer Filiale, sieben davon sind Auszubildende. Perspektivisch werden weitere Mitarbeiter gesucht, jetzt, da die Umbauten abgeschlossen sind. Die Filiale erstreckt sich über drei Etagen, während die Sehtesträume nicht mehr alle an die Verkaufsflächen anschließen, sondern eine Treppe höher gewandert sind. Fünf statt zwei mit neuester High-Tech-Ausstattung sind es – „das nimmt den Druck in der Augenglasbestimmung, wenn viele nur darauf warten, dass ein Raum frei wird.“ Denn die Bestimmung der Sehstärke beispielsweise übernehmen fast ausschließlich Optiker, nicht mehr Augenärzte. Denn auf den Termin muss man im Zweifel Monate warten.

Von Christin Iffert

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