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Potsdam Potsdamer Schlössernacht in der Krise
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09:21 14.08.2015
Spektakel mit Licht und Feuerwerk bei der 16. Potsdamer Schlössernacht im August 2014 vor der Orangerie von Sanssouci. Quelle: Christel Köster
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Sanssouci

Die Potsdamer Schlössernacht steckt in der Krise. Für die am Sonnabend anstehende 17. Folge des Festivals wurden nach Mitteilung von Mitveranstalter Rainer Wohlthat bis Donnerstag mittag erst 25 000 der verfügbaren 33 000 Tickets verkauft. In früheren Jahren waren die Karten für die Schlössernacht schon kurz nach dem Vorverkaufsbeginn vergriffen. Auch für das heutige Vorabendkonzert auf der Mopke am Neuen Palais mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra gibt es laut Wohlthat noch Restkarten.

Der Eventmanager sieht Handlungsbedarf: „Nach 17 Jahren müssen Änderungen her“, sagte er am Donnerstag. Der aktuelle Vertrag der Schlösserstiftung mit der Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht, die das Festival seit 2002 veranstaltet, endet im kommenden Jahr.

Heinz Buri, Marketingschef der Schlösserstiftung, sprach am Donnerstag von „einem der erfolgreichsten Festivalformate in der Region“, das allerdings seine „Halbwertzeit erreicht“ habe: „Irgendwann nehmen die Besucherzahlen ab.“ Wie berichtet, reagierte die Stiftung auf diese Entwicklung bereits mit dem Verzicht auf einen Teil ihrer Einnahmen aus der Schlössernacht.

Das Konzept

Zum Konzept des Festivals gehören 7,50 Euro pro verkaufter Eintrittskarte für ein Spendenobjekt. Eben fertiggestellt wurde die Wiesenwegbrücke nahe dem Chinesischen Teehaus, die als Förderobjekt des Jahres 2013 restauriert werden konnte. Hinzu kommen 90 000 Euro, die als Nutzungsgebühr für die Welterbe-Gärten überwiesen werden.

Gegensteuern will die Stiftung laut Buri „zur Belebung des Festivals“ mit einem Ideenwettbewerb, durch den „ein neues Konzept auf den Weg gebracht werden“ solle. Die anschließende Neuausschreibung sei keine Absage an die Arbeitsgemeinschaft. Ausschreiben müsse die Stiftung nach dem Ablauf des Fünfjahresvertrages 2016 ohnehin.

Die Partner der Arbeitsgemeinschaft antworteten nur indirekt auf die Frage nach einer erneuten Bewerbung. Er habe „genug Veranstaltungen in Berlin, mache aber gern die Schlössernacht“, sagte Wohlthat: „Ob wir uns weiter bewerben, kann ich heute noch nicht sagen.“ Reinhard Mann antwortete, er habe „irgendwann mal gesagt: die zwanzigste Schlössernacht will ich noch machen, allein schon des Jubiläums willen“.

Zahlen, Fakten und Randnotizen zur Potsdamer Schlössernacht

700 000 Gäste sollen seit 1999 insgesamt zur Potsdamer Schlössernacht gekommen sein. 150 000 von ihnen waren nach Schätzung der Veranstalter Potsdamer.

Zur Pressekonferenz vor der ersten Schlössernacht im Schloss Cecilienhof mit dem damaligen Stiftungsgeneraldirektor Hans-Joachim Giersberg und Matthias Platzeck (SPD) als Oberbürgermeister gab es eine totale Sonnenfinsternis.

Die ersten Schlössernächte wurden von einer Hamburger Agentur ausgerichtet, die nach der dritten Folge im Jahr 2001 Insolvenz anmelden musste.

In dieser Anfangszeit gab es Versuche, auch den Neuen Garten einzubeziehen und die Schlössernacht an zwei Abenden stattfinden zu lassen.

2002 übernahm eine Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht, die das Festival für mehr als zehn Jahre auf einen Erfolgskurs brachte.

Karten für die 17. Schlössernacht im Park Sanssouci gibt es noch an den bekannten Vorverkaufsstellen und am Sonnabend ab 17 Uhr an allen 14 Eingängen. Zu den Höhepunkten zählen neben dem Höhenfeuerwerk von Phil Bates und Partnern performte Titel des Electric Light Orchestra (ELO) sowie Auftritte der drei Tenöre Tobey Wilson, Laszlo und The Dark Tenor auf der Mopke am Neuen Palais.

Info
Rückblick auf Schlössernacht 2014 | Mehr auf www.schloessernacht-2010.de

Von Volker Oelschläger

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