Volltextsuche über das Angebot:

26°/ 15° Gewitter

Navigation:
Zeugen beobachteten den Überfall in Potsdam

Polizei schweigt aus ermittlungstaktischen Gründen Zeugen beobachteten den Überfall in Potsdam

Nicht zum ersten Mal haben Kriminelle das Juwelierhaus Goldmann heimgesucht. Der Raubüberfall auf die Potsdamer Filiale am Samstag ist aber ein besonders schwarzer Tag in der Firmengeschichte. Die MAZ hat mit den Inhabern über den Überfall in Babelsberg gesprochen.

potsdam goldmann 52.3905689 13.0644729
potsdam goldmann Mehr Infos
Nächster Artikel
Räuber drohen, 14-Jährigen abzustechen

Überfall auf einen Juwelier am Samstag in Potsdam-Babelsberg.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam-Babelsberg. Am Montag soll das Geschäft wieder öffnen. Der Tag wird jedoch sicher alles andere sein als „Business as usual“. Es ist der erste Arbeitstag nach dem Raubüberfall auf die Babelsberger „Juwelier Goldmann“-Filiale. Das Berliner Unternehmen hat neben dem Stammhaus in Alt-Kladow noch drei Geschäfte in Wannsee, Babelsberg und Falkensee. „Leider gab es in unseren insgesamt vier Filialen immer wieder Überfälle und Einbrüche“, teilte Mitinhaberin Sandra Goldmann der MAZ mit. „Immer wieder wurden Schaufenster eingeschlagen, Trickdiebstähle – auch in der Babelsberger Filiale – begangen und nun das zweite Mal ein Überfall, wo auch ein Mitarbeiter betroffen war.“

Die Räuber zerschlugen Scheiben, um an den Schmuck zu gelangen

Die Räuber zerschlugen Scheiben, um an den Schmuck zu gelangen.

Quelle: Julian Stähle

Vorbereiten, meint Sandra Goldmann, könne man sich nicht wirklich auf so einen Vorfall. „Aber Vorgehensweisen werden besprochen.“ Wichtigste aller Regeln: „Nie das eigene Leben in Gefahr bringen!“ Das hat die Mitarbeiterin (28), die Dienst hatte, als die Räuber am Samstagvormittag im Juwelier-Geschäft zuschlugen, beherzigt.

„Unsere Mitarbeiterin sah die beiden maskierten Männer beim Betreten des Ladens, floh direkt in die Werkstatt, löste den Überfallmelder aus und verschloss die Tür hinter sich“, berichtet Sandra Goldmann. „Erst, nachdem Passanten sie riefen und versicherten, dass die zwei Männer weg seien, kam sie wieder hinaus.“ Die Frau steht unter Schock, ist aber unverletzt. „Nach unserer Auffassung hat sie alles richtig gemacht – sich selbst in Sicherheit gebracht. Das ist auch das, was wir unseren Mitarbeitern immer wieder sagen“, so Goldmann.

Ein Polizist macht Aufnahmen vom Tatort

Ein Polizist macht Aufnahmen vom Tatort.

Quelle: Julian Stähle

Der Überfall ereignete sich laut Polizei am Samstagvormittag um 11.16 Uhr. Die vermummten Täter handelten blitzartzig. Sie schlugen insgesamt fünf Vitrinen ein und stahlen diversen Goldschmuck. Sandra Goldmann schätzt den Wert derzeit auf etwa 15000 Euro: „Eine genaue Ermittlung kann erst am Montag durch Inventur erfolgen.“

Lesen Sie auch:

Raubüberfall in Potsdam: Das sagen die Zeugen

Nach Raubüberfall in Potsdam: Eine Spur zu den Juwelier-Räubern

Von Nadine Fabian

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg