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Potsdam Zeugen beobachteten den Überfall in Potsdam
Lokales Potsdam Zeugen beobachteten den Überfall in Potsdam
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09:56 11.01.2016
Überfall auf einen Juwelier am Samstag in Potsdam-Babelsberg. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam-Babelsberg

Am Montag soll das Geschäft wieder öffnen. Der Tag wird jedoch sicher alles andere sein als „Business as usual“. Es ist der erste Arbeitstag nach dem Raubüberfall auf die Babelsberger „Juwelier Goldmann“-Filiale. Das Berliner Unternehmen hat neben dem Stammhaus in Alt-Kladow noch drei Geschäfte in Wannsee, Babelsberg und Falkensee. „Leider gab es in unseren insgesamt vier Filialen immer wieder Überfälle und Einbrüche“, teilte Mitinhaberin Sandra Goldmann der MAZ mit. „Immer wieder wurden Schaufenster eingeschlagen, Trickdiebstähle – auch in der Babelsberger Filiale – begangen und nun das zweite Mal ein Überfall, wo auch ein Mitarbeiter betroffen war.“

Die Räuber zerschlugen Scheiben, um an den Schmuck zu gelangen. Quelle: Julian Stähle

Vorbereiten, meint Sandra Goldmann, könne man sich nicht wirklich auf so einen Vorfall. „Aber Vorgehensweisen werden besprochen.“ Wichtigste aller Regeln: „Nie das eigene Leben in Gefahr bringen!“ Das hat die Mitarbeiterin (28), die Dienst hatte, als die Räuber am Samstagvormittag im Juwelier-Geschäft zuschlugen, beherzigt.

„Unsere Mitarbeiterin sah die beiden maskierten Männer beim Betreten des Ladens, floh direkt in die Werkstatt, löste den Überfallmelder aus und verschloss die Tür hinter sich“, berichtet Sandra Goldmann. „Erst, nachdem Passanten sie riefen und versicherten, dass die zwei Männer weg seien, kam sie wieder hinaus.“ Die Frau steht unter Schock, ist aber unverletzt. „Nach unserer Auffassung hat sie alles richtig gemacht – sich selbst in Sicherheit gebracht. Das ist auch das, was wir unseren Mitarbeitern immer wieder sagen“, so Goldmann.

Ein Polizist macht Aufnahmen vom Tatort. Quelle: Julian Stähle

Der Überfall ereignete sich laut Polizei am Samstagvormittag um 11.16 Uhr. Die vermummten Täter handelten blitzartzig. Sie schlugen insgesamt fünf Vitrinen ein und stahlen diversen Goldschmuck. Sandra Goldmann schätzt den Wert derzeit auf etwa 15000 Euro: „Eine genaue Ermittlung kann erst am Montag durch Inventur erfolgen.“

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