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„Schöner leben ohne Nazis" startet in Potsdam

Auftakt der Sommertour „Schöner leben ohne Nazis" startet in Potsdam

Auf dem Potsdamer Bassinplatz wurde am Mittwoch die vierte Brandenburger Sommertour der Kampagne „Schöner leben ohne Nazis“ eröffnet. Mit Musik, Kunst und Workshops wollten die Veranstalter bis zum 29. September in zehn brandenburgischen Kommunen ein Zeichen gegen Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen.

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Veranstalterinnen Susanne Krause-Hinrichs, Melanie Ebell und Anna Spangenberg (v.l.n.r.) gestern auf dem Bassinplatz.

Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Auf dem Bassinplatz in Potsdam wurde am Mittwoch die vierte Brandenburger Sommertour der Kampagne „Schöner Leben ohne Nazis“ eröffnet. „Die Sommertour setzt im Bundestagswahlkampf ein wichtiges Zeichen gegen rechtspopulistische Stimmungsmache und vermittelt ein positives Lebensgefühl“, sagte Melanie Ebell, Geschäftsführerin des Landesjugendrings Brandenburg, der die Sommertour gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Brandenburg und der F.C. Flick-Stiftung initiiert hat.

Mit Musik, Kunst und verschiedenen Workshops solle in zehn Kommunen ein deutliches Zeichen gegen Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gesetzt werden. „Mit den Vorort-Aktionen wünschen wir uns, dass sich immer mehr Jugendliche mit der Kampagne identifizieren und durch den Slogan ,Schöner Leben ohne Nazis’ sowie durch die angebotenen Materialien eine gute Möglichkeit haben, um sich zu positionieren“, sagte Anna Spangenberg, die Leiterin des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Plakat „Bunt statt Grauland – Schöner Leben ohne Nazis“

Plakat „Bunt statt Grauland – Schöner Leben ohne Nazis“.

Quelle: Aktionsbündniis

Aktuelles Motiv der Kampagne „Schöner Leben ohne Nazis“ ist ein Plakat mit dem Slogan „Bunt statt Grauland“. Abgebildet ist auf dem von den Landesverbänden der Grünen Jugend, der Jungen Liberalen, der Jungen Union, den Jusos und der Linksjugend-Solid gemeinsam publizierten Plakat ein grauer Anzug, aus dem anstelle des Kopfes ein bunter Blumenstrauß wächst. Nicht dabei ist der Partei-Nachwuchs der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Die Junge Alternative Brandenburg hatte nach der Vorstellung des Plakatmotivs in einem P.s. entgegnet: „Wir sind stolz auf unseren Vorzeige- und Vollblutparlamentarier Dr. Gauland.“ Der Potsdamer Publizist Alexander Gauland ist zusammen mit Alice Weidel Spitzenkandidat der AfD für die Bundestagswahl.

„Auch die im Rahmen der Kampagne veröffentlichten Plakate ,Bunt statt Grauland’ setzen ein deutliches Zeichen gegen rechtspopulistische Hetze“, sagte Susanne Krause-Hinrichs, Geschäftsführerin der F.C. Flick-Stiftung, die die Kampagne „Schöner Leben ohne Nazis“ als Projekt für Jugendliche pro Jahr mit 40 000 Euro fördert. Ausdrücklich begrüßte sie die gemeinsame Initiative der Jugendverbände: „Ich finde es toll und wichtig, dass die politische Jugend gegen Fremdenfeindlichkeit und für eine offene Gesellschaft an einem Strang zieht.“

Die Sommertour macht nach dem Auftakt in Potsdam in Königs-Wusterhausen, Buckow, Lübbenau, Falkensee, Luckenwalde, Frankfurt, Brandenburg, Spremberg und am 29. September in Hennigsdorf Station. An jedem Ort gibt es lokale Partner, in Potsdam ist es der Stadtjugendring. Die Eröffnung der Tour wurde eingebettet in das Programm einer noch bis Freitag laufenden Workshopwoche für Kinder und Jugendliche auf der Aktionsfläche am Bassinplatz und in der Innenstadt. Nach einer Kletterpartie am Montag und einem Parkour-Kurs am Dienstag wurden am Mittwoch unter dem Motto „Macht den Bassi bunt!“ Pinsel und Sprühdosen ausgeteilt.

PDM Concrete Battle

Zum Finale der laufenden Workshop-Woche für Kinder und Jugendliche auf dem Potsdamer Bassinplatz gibt es am Freitag die fünfte Folge des Breakdance-Wettbewerbs PDM Concrete-Battle. Mit jährlich mehr als 500 Besuchern ist es eine der herausragenden Veranstaltungen von und für Potsdams Jugend- und Hip Hop-Kultur.

Tänzerinnen und Tänzer aus ganz Deutschland und vielen anderen Ländern, darunter Italien, Polen, Russland, Schottland und Holland, treffen ab 18 Uhr in einem Wettbewerb mit verwegenen artistischen Figuren aufeinander. Eine dreiköpfige Jury bewertet Kreativität, Authentizität und Fähigkeiten.

Vor den Profis tritt ab 16 Uhr der Nachwuchs aus Potsdam, Berlin, Magdeburg und Dresden gegeneinander an. Bereits ab 15 Uhr gibt es ein buntes Begleitprogramm. Ab 22.30 Uhr gibt es Livemusik mit der Band „The Art of Fusion“.

Von Volker Oelschläger

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