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Potsdam Schokoriegel-Träume und etwas Gesundes
Lokales Potsdam Schokoriegel-Träume und etwas Gesundes
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19:14 06.12.2018
Vom Rotary-Nikolaus bekamen die Jungen und Mädchen im Eltern-Kind-Zentrum der Awo und des SPI-Horts bunte Tüten. Quelle: Varvara Smirnova
Am Stern

Der Weihnachtsbaum zu Hause steht schon, doch mit dem Wunschzettel ist es so eine Sache. „Das, was ich mir wünsche, bekomme ich nicht“, sagt Sandy (10). „Es ist zu teuer oder sogar unbezahlbar.“ Sandy wünscht sich, was bei ihren Freunden gerade total angesagt ist: eine Spielekonsole. Noch lieber aber würde sie die Lochis treffen, die bekannten Youtube-Zwillingsbrüder. Für ihren dritten großen Wunsch durchforstet Sandy immer mal wieder die Zeitung. „Ich gucke, ob ich eine freie Stelle für Mama finde“, sagt sie. Papa habe einen Job, zum Glück.

Selbst ein Schokoriegel ist keine Selbstverständlichkeit

Wie Sandy geht es vielen Mädchen und Jungen, die den Hort „Buntstifte“ der Stiftung SPI oder das Eltern-Kind-Zentrum der Awo in der Röhrenstraße Am Stern besuchen. Wenn das Geld gerade mal so reicht, bleiben nicht nur die Träume auf der Strecke. Dann ist selbst ein Schokoriegel keine Selbstverständlichkeit. Sandy jauchzt, als sie die bunte Tüte, die der Rotary-ClubPotsdam-Belvedere“ zum Nikolaus spendiert hat, inspiziert. „Pickup! Das kaufen wir nie!“

Kekse, Schokolade, eine Mandarine: Es braucht nicht viel, um 80 Kids eine Freude zu machen. Auch Delilah (10) ist happy, vor allem über das Überraschungsei. Etwas Gesundes – zwei Mandarinen und einen Apfel – hatte sie schon am Morgen in ihrem Stiefel gefunden. Auf etwas Gesundes legen die Eltern wert. Auch darauf, etwas mit den Kindern zu unternehmen. Delilah geht es gut, sagt Horterzieherin Silke Lindner. Die Eltern würden zwar viel arbeiten, kümmern sich aber sehr um ihre Kinder.

Viele Kinder werden schon früh zu Einzelkämpfern

Das ist nicht in allen Familien so. Viele Eltern haben so viele Probleme, dass ihre Kinder schon früh zu Einzelkämpfern werden. „Wir wollen sie hier stark machen, dass sie selbst für sich sorgen können“, sagt Silke Lindner. Vom Büro Kindermut, das die Awo gerade an den Start gebracht hat, könnten viele der Kids profitieren. „Die Frage ist nur, ob ihre Familien dafür offen sind“, sagt Silke Lindner. „Gerade die, die Hilfe am dringendsten brauchen, verschließen sich.“

Jeder Cent zählt! – Bitte spenden Sie gegen Kinderarmut!

Sterntaler, die MAZ-Weihnachtsaktion, sammelt Spenden fürs Büro Kindermut der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Es ist für Familien in Not da und bietet vielseitige Unterstützung. Unser Spendenstand beträgt derzeit 6404 Euro.

Heute bedanken wir uns bei diesen Spendern:

Helga Bornstaedt 30 Euro, Harald Hockele 50 Euro, Geert und Sonja Piorkowski 50 Euro, Anita Vogel 60 Euro, Sandra Stezaly 100 Euro, Jeannine Bukowski 100 Euro, Monika Goslich 10 Euro, Birgit Kroll 10 Euro, Brigitte Bilstein 15 Euro, Erika Stolz 30 Euro, Eva Grunert 30 Euro, Karin Irene Wildemann 50 Euro und Frank Pollack 50 Euro.

Bitte spenden Sie an: Awo Bezirksverband Potsdam Verwendungszweck: Sterntaler Deutsche Kreditbank Berlin BIC: BYLADEM1001 IBAN: DE71 1203 0000 0000 4821 09

Spenden für Sterntaler sammeln übrigens auch Lakritz-Kontor-Chef Dietmar Teickner an seinem Glögglich-Stand auf dem Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ und Patrick Berger mit seinem Buena Vida Coffee Club. nf

Von Nadine Fabian

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