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Zeitreise mit Schülern Werner Nerlichs

Ausstellung zum Jubiläum des Potsdamer Ehrenbürgers Zeitreise mit Schülern Werner Nerlichs

Zehn Absolventen der ersten Studienjahre der Fachschule für Angewandte Kunst in Potsdam zeigen im Museumshaus „Im Güldenen Arm“ Arbeiten aus ihrer Studienzeit und ihrem späteren Berufsleben. Gewidmet ist die Ausstellung dem Potsdamer Ehrenbürger und Gründer dieser Schule, Werner Nerlich (1915-1999).

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Der Potsdamer Grafikdesigner Siegfried Lachmann hat die Ausstellung der Ehemaligen initiiert.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Eine Zeitreise erwartet die Besucher im Flur des Museumshauses „Im güldenen Arm“ in der Hermann-Elflein-Straße. Papageien werben auf Plakaten aus den 1960er Jahren für den neuen Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde; Fotografien dokumentieren die künstlerische Gestaltung der damals nach dem tschechischen Kommunisten Klement Gottwald benannten Brandenburger Straße im Zuge der Komplettsanierung in den 1970er Jahren; in einer Zeitschrift „Farbe und Raum“ gibt es Tipps zur kreativen Gestaltung einer Neubauwohnung; Zeichenstudien zeigen neben dem bei den Studenten als Motiv beliebten Wohnhaus des Komponisten Magnus Zeller in Petzow auch den Hausmeister, der in den 1950er Jahren gelegentlich mitten im Unterricht in die Studiensäle der Fachschule für Angewandte Kunst kam, um Kohlen nachzulegen.

Zehn Absolventen der vom späteren Potsdamer Ehrenbürger Werner Nerlich 1947 als Landesmalschule Potsdam gegründeten Einrichtung laden mit der Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstag Nerlichs (1915-1999) zu einem besonderen Ehemaligentreffen ein. Initiator war der Potsdamer Grafikdesigner Siegfried Lachmann, von 1953 bis 1958 selbst Student der damals zur Fachschule für Angewandte Kunst umfirmierten Bildungsstätte, die 1955 mit der Berliner Fachschule für Werbung und Gestaltung fusionierte und zur Außenstelle wurde.

Tausende von Studenten erwarben dort im Laufe der Jahre eine fundierte breite Ausbildung in unterschiedlichsten künstlerischen Gewerken. Die Einladung zur Teilnahme an der Ausstellung aber kam eher durch Zufall und persönliche Bekanntschaften zustande. Denn „es gibt kein Archiv“, sagt Lachmann: „Es ist nicht auffindbar gewesen.“

Werner Nerlich sollte die Fachschule für Werbung und Gestaltung bis 1973 leiten. Der Berliner Teil wurde 1994 aufgelöst, die Fachhochschule Potsdam übernahm den Studiengang Restaurierung, der an der Potsdamer Außenstelle 1976 eingerichtet worden war.

Erinnerung an Werner Nerlich

Die Ausstellung von zehn Absolventen der ersten Studienjahre der Fachschule für Angewandte Kunst läuft parallel zur Ausstellung „ Werner Nerlich (1915-1999) - Ehrenbürger, Künstler, Kulturfunktionär“, die noch bis zum 19. Juli im Potsdam-Museum zu sehen ist.

Im Potsdam-Museum gibt es heute um 18 Uhr einen Vortrag der Kunsthistorikerin Anja Tack zum Thema „Werner Nerlich (1915-1999) - Ehrenbürger, Künstler, Kulturfunktionär“; ein weiterer Vortrag „Werner Nerlich und das Kriegsende 1945“ mit Hannes Wittenberg ist zum 9. Juli angekündigt.

Im Mai 2014 gab es ein erstes Absolvententreffen im Museumshaus zur Vorbereitung der Ausstellung. Zu sehen sind Studentenarbeiten und Werke aus dem späteren Berufsleben von Peter Frenkel, Inge und Heinz Fürstenberg, Lothar Gericke, Siegfried Körber, Manfred Rößler, Volker Träger, Manfred Wenck und Klaus Winkler.

Siegfried Lachmann, der Jahrzehnte als Ausstellungsgestalter für das Potsdam-Museum arbeitete, zeigt unter anderem Arbeiten aus seiner Fotodokumentation „Ruinen schaffen ohne Waffen“ mit Aufnahmen vom Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) in der Friedrich-Engels-Straße, vom Haus der Offiziere in der Hegelallee und vom Kino „Charlott“ in der Zeppelinstraße.

Info Hermann-Elflein-Straße 3, bis zum 28. Juni, tgl. 12-18 Uhr.

Von Volker Oelschläger

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