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Schule wird nach Hannah Arendt benannt

Neues Gymnasium in Potsdam-West Schule wird nach Hannah Arendt benannt

Das neue Gymnasium in Potsdam-West ist seit dem Vorjahr am Start. Einen Namen hat die Schule noch nicht. Das soll sich zum kommenden Schuljahr ändern. Nach Beschluss der Schulkonferenz soll es in der Haeckelstraße künftig das „Hannah Arendt Gymnasium“ geben.

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Hannah Arendt emigrierte 1933 aus Deutschland in die USA.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam-West. Das neue Gymnasium in Potsdam-West macht sich einen Namen: Ab kommendem Schuljahr firmiert die 2016 gegründete und derzeit in einem Übergangsdomizil untergebrachte Schule als „Hannah Arendt Gymnasium“. Die Schulkonferenz habe beschlossen, das Gymnasium nach der deutsch-jüdischen Publizistin Hannah Arendt (1906-1975) zu benennen, teilt die Stadt in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken mit. Fünf Namensvorschläge kamen in die engere Wahl.

Schulleiterin Annika Buchholz hatte in einem MAZ-Interview im Vorjahr auch die Namen der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher und der früheren indischen Regierungschefin Indira Gandhi ins Spiel gebracht. Auch Unternehmerin Margarete Steiff wurde genannt.

Für Hannah Arendt ist es die zweite Potsdamer Ehrung in diesem Jahr: Am Haus Merkurstraße 3 in Babelsberg soll künftig eine Gedenktafel an die politische Theoretikerin erinnern, die Ende der 1920er Jahre in Potsdam lebte. Den Antrag dazu hatte Linken-Kreischef Sascha Krämer gestellt. Der Hauseigentümer hat der Anbringung der Tafel zugestimmt, die Kosten von rund 900 Euro übernimmt die Stadt.

Früher gab es am Standort eine Schule benannt nach Salvador Allende

Die ehemaligen Schulnamen am Standort Haeckelstraße „Dr. Salvador Allende“ nach dem früheren chilenischen Präsidenten und dem aus Chile stammenden Literaturnobelpreisträger „Pablo Neruda“ hätten bei der Namensfindung keine Rolle gespielt, antwortet die Verwaltung dem Stadtverordneten der Linken, Matthias Lack. Eine Steuerungsgruppe „Schulname“, bestehend aus fünf Mitgliedern der Schule, hatte sich mit der Benennung befasst. Anwohner waren nicht einbezogen.

Noch etwas wird sich für die junge Schule im kommenden Schuljahr ändern: Sie soll endlich in ihre Räume in der Haeckelstraße ziehen können, die derzeit noch von der Leonardo-Da-Vinci-Gesamtschule belegt werden, weil deren Neubau im Bornstedter Feld nicht rechtzeitig fertig wurde. Derzeit ist das Gymnasium im Oberstufenzentrum 1 in der Jägerallee untergebracht. Gestartet war die Schule im Vorjahr mit 80 Schülern in drei 7. Klassen. Das Kollegium besteht aus acht Lehrern. Angestrebtes Schulprofil: Wirtschaft und Politik. Vielleicht gehört Hannah Arendts „Was ist Politik?“ dann bald zur Standartschullektüre.

Von Marion Kaufmann

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