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Potsdam Schulmusical feiert Premiere
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00:37 25.03.2018
Schüler des Abiturjahrgangs des Helmholtz-Gymnasiums führen im Nikolaisaal das Musical „Fame“ auf. Quelle: Bernd Gartenschläger
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„Zeigt der Welt, dass ich es bringe,“ sangen die Schüler des Helmholtz-Gymnasiums mit großer Freude bei der Premiere des Musicals „Fame – der Weg zum Ruhm“. Zahlreiche Besucher waren am Mittwochabend zu der Premiere im Nikolaisaal gekommen. Die 725 Plätze im Großen Saal waren fast alle komplett belegt.

Mit schrillen Neonstrumpfhosen, gelockten Haaren, Stulpen und Stirnbändern nimmt das Musical die Besucher mit in das New York der 80-Jahre. Erzählt wird die Gesichte von jungen Menschen, die davon träumen, als Tänzer, Musiker oder Schauspieler groß rauszukommen.

Zahlreiche Besucher strömten am Mittwochabend in die Premiere des Musicals „Fame – der Weg zum Ruhm“. Das Musical läuft noch bis zum 24. März. Der Nikolaisaal war fast komplett belegt – es gab Standing-Ovations. Wir zeigen die schönsten Fotos des Premierenabends.

Nach der erfolgreich bestandener Aufnahmeprüfung beginnen für die angehenden Künstler vier harte Ausbildungsjahre an der Tanzakademie High School of Performing Art. „Die Absolventen wollen Ruhm“, sagt eine tiefe Stimme aus dem Off zum Start des Musicals. „Fame ist die Sucht, die sie alle antreibt und eint.“ Drogen, Liebe, Neid, Konkurrenzkämpfe und immer die Angst, den Anforderungen nicht zu genügen, begleiten die unterschiedlichen Typen auf ihrem Weg zum Profi.

Standing Ovation für Schüler des Helmholtz-Gymnasiums

Da ist zum Beispiel der coole Rapper Tyrone Jackson, gespielt von Armin Lindicke, der nicht „mit dem Silberlöffel im Mund geboren wurde“. Zu seinen Stärken gehört das Rappen und Breakdancen, seine Schwäche sind das Lesen und Schreiben. Eine stimmgewaltige Darbietung lieferte auch die Darstellerin Aino Akay, als Carmen Diaz. Sie will als Pop-Star durchstarten und geht dafür nach Los Angeles. Auf tragische Weise stirbt sie an einer Überdosis. Und Spaßvogel Nick Piazza, gespielt von Max von Koerber, möchte unbedingt ein ernsthafter Schauspieler werden. Er spielt mit Serena Katz (Lara von Kunhardt) das Liebespaar Romeo und Julia. Neben bühnenreifen Gesangs- und Tanzeinlagen performten die Schüler auch mit Gitarre, Geige, Flöte und Klavier live auf der Bühne.

Die Besucher waren begeistert: Standing-Ovations nach der knapp zweistündigen Darbietung. Im Publikum saßen Lehrer, Schüler, Eltern und interessierte Zuschauer aus ganz Deutschland. „Ich finde es sehr erstaunlich, was die Schüler mit dem Abitur im Nacken hier auf die Beine gestellt haben. Es hat mir sehr gut gefallen“, sagt Lucas Schole. Der 24-Jährige ist aus Nordrhein-Westfalen zu Besuch in Potsdam und hat im Internet von der Aufführung erfahren. Ein anderer Besucher erzählt, „er hätte die Schüler unterschätzt“.

Auch der ehemalige Schulleiter Dieter Rauchfuß, der das Helmholtz-Gymnasium bis 2013 über 20 Jahre leitete, ist gekommen. „Immer wieder fantastisch. Man muss auch bedenken, was da für Arbeit drinsteckt – Gratulation an die jungen Leute,“ schwärmt er. Das Helmholtz-Gymnasium führt seit 2005 regelmäßig Musicals auf. Damals präsentierte die Schule Teile von „König der Löwen“. Vor zwei Jahren startete dann der Musikleistungskurs mit den Vorbereitungen für das Musical „Fame“. „Die Schüler sind alle von unterschiedlichen Ausgangsniveaus gestartet,“ erzählt der Lehrer und musikalische Leiter des Stücks, Helgert Weber. „Sie mussten zuerst auch mental darauf eingestellt werden und im Prinzip – genau wie im Musical – ihre Scheu vor der Bühne verlieren,“ erzählt der 61-Jährige, der seit 35 Jahren an der Schule lehrt. Auf das Ergebnis ist er stolz.

Von den Profis lernen

Unterstützung von außerhalb bekamen die Abiturienten von den zwei ehemaligen Musicaldarstellerinnen Dorothea Schneider als Re­gis­seu­rin und Daniela Thiele als Choreografin. Von den Profis zu lernen, sei am Anfang ganz schön einschüchternd gewesen, erzählt die 17-jährige Darstellerin Lara von Kunhardt. Ein Jahr lang hätten sie intensiv jeden Samstag von 10 bis 17 Uhr geprobt, die letzten Wochen sogar bin in die Abendstunden. Und das, obwohl für den Jahrgang nach Ostern das Abitur startet. Dass es ganz schön anstrengend sei, lohnt sich aber auch, sagt sie. „Das schweißt uns zusammen – wir sind alle enge Freunde geworden.“

Infos zu Tickets

Weitere Aufführungen finden noch am 23. und 24. März statt, jeweils um 19.30 Uhr im Nikolaisaal, in der Wilhelm-Staab-Straße 10-11, 14467 Potsdam

Tickets unter www.nikolaisaal.de oder telefonisch 0331/28 888 28.

Preise zwischen 6,70 Euro (Hörplätze) und 19,05 Euro.

Insgesamt wirkten 60 Schüler an der Produktion mit, beispielsweise für Make-Up, Requisite und Ton. Finanziert wurde das Stück durch Spenden des gemeinnützigen Freundeskreises des Gymnasiums.

Weiteres Geld kommt durch den Kartenverkauf zusammen. Auch zahlreiche Unternehmen aus der Region unterstützten die Produktion, darunter der Friseur-Salon Haarphilosophie, das Mövenpick, der Drogeriemarkt dm und das Bauunternehmen Bausic. Tickets für die Veranstaltung am 24. März sind noch erhältlich.

Von Anne Knappe

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