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Schulneubau in den Roten Kasernen wackelt

Stadtverwaltung überprüft Bedarfsplanung Schulneubau in den Roten Kasernen wackelt

Der Schulstandort im boomenden Potsdamer Norden galt als sicher – doch nun steht die fürs kommende Jahr geplante Grundschule auf der Kippe. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, die Bedarfsplanung noch einmal zu überdenken, denn die Rechnung mit Kindern aus Fahrland und Krampnitz droht nicht aufzugehen.

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Auf dem Areal der Roten Kasernen an der Nedlitzer Straße ist der Bau einer Grundschule nebst Turnhalle und Hort geplant.

Quelle: Christel Köster

Nauener Vorstadt. Der Schulneubau in den Roten Kasernen steht auf der Kippe. Der Kommunale Immobilienservice (Kis) empfiehlt, das Vorhaben zu überdenken. „Wir stehen kurz davor, uns zu diesem Projekt neu zu positionieren“, gab der Kis-Werkleiter Bernd Richter im jüngsten Ausschuss für Bildung und Sport bekannt. Derzeit sei nämlich nicht klar, ob die für den Schulstandort prognostizieren Schülerzahlen zu erreichen sind.  Wie berichtet, soll in der Graf-von-Schwerin-Straße eine dreizügige Grundschule mit Hort und Turnhalle entstehen. Dazu fand bereits ein Architektenwettbewerb statt. Der Baubeginn ist für dieses Jahr geplant, die Inbetriebnahme für das Schuljahr 2019/20.

Bisher hatte man in der Stadt für den Standort nicht nur mit Kindern aus dem Bornstedter Feld, sondern auch mit Kindern aus Fahrland und dem neu entstehenden Stadtteil Krampnitz gerechnet – quasi mit einem Klassezug pro Wohnort. Diese Rechnung geht nun aber nicht mehr auf.

„Das Anwahlverfahren der Fahrländer Familien, die sich in den vergangenen Jahren immer stark nach Potsdam hin orientiert haben, hat sich geändert“, erklärte Richter im Ausschuss. Demnach wählen die Fahrländer nun verstärkt ihre eigene Schule an. „Es sieht daher so aus, als würde die Fahrländer Schule auf absehbare Zeit einen dritten Zug bekommen – das hat Konsequenzen für die Grundschule im Bornstedter Feld“, sagte Richter. „Wir sollten uns ernsthaft Gedanken machen, ob wir nicht besser korrigieren sollten, was wir geplant haben. Und wir müssen beobachten, wie sich das Anwahlverhalten der Fahrländer weiter entwickelt – aber wir haben auch nicht mehr so viel Zeit dazu.“

Ein zweiter Grund, die Planung für die Roten Kasernen zu überdenken, ist laut dem Kis-Chef Krampnitz. Das neue Wohngebiet soll nun statt der bisher geplanten 3800 bis zu 6500 Einwohner bekommen. Nach der Einigung im jahrelangen Streit um das ehemalige Kasernenareal und nach dem Einstieg des neuen Investors „Deutsche Wohnen“ sind die Planungen für den neuen Stadtteil jetzt in greifbare Nähe gerückt. Bereits im Sommer soll das Wettbewerbsverfahren für die Gestaltung eines 80 Hektar großen Teilbereichs beginnen und womöglich schon zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Krampnitz werde wohl eine eigene Grundschule bekommen, sagte Richter im Ausschuss. Damit bleibe für die Grundschule in den Roten Kasernen nur ein einziger Klassenzug sicher – ob das überhaupt für die Eröffnung einer Grundschule genüge, sei fraglich.

Die Stadtverwaltung ließ auf Anfrage der MAZ mitteilen, dass sie aufgrund der aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Fahrland und Krampnitz „nochmals die Bedarfsplanung für den Neubau der Grundschule Rote-Kaserne-Ost“ prüft.

Von Nadine Fabian

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