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Potsdam Schulneubau vernichtet Waldgebiet
Lokales Potsdam Schulneubau vernichtet Waldgebiet
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19:08 18.12.2017
Für den neuen Bildungscampus Waldstadt soll ein Waldstück abgeholzt werden. Quelle: Stadtverwaltung
Waldstadt

Die wachsende Stadt Potsdam braucht neue Schulen und Kitas und will deshalb „spätestens zum Schuljahr 2020/21“ einen kombinierten Campus am Bahnhof Rehbrücke bauen. Weil dafür aber knapp sechs Hektar Wald gerodet werden müssen, macht eine Bürgergruppe mit Flugblattaktionen mobil gegen das Vorhaben, das ihrer Ansicht nach den Charakter der angrenzenden so genannten Waldstadt „komplett verändern“ würde. Initiativsprecher Rainer Pape fürchtet ein Verkehrschaos und eine klimatische Verschlechterung, wenn das Baugebiet von Bäumen befreit und vollständig versiegelt wird. Aus der Stadtverwaltung verlautet aber, es werde nicht zur Gesamtabholzung des Baugebietes kommen, wie sie im bereits beschlossenen Planwerk vorausgesagt wurde.

Seit dem 10.Oktober verteilt die mit acht Mitgliedern gestartete und inzwischen auf rund 40 Teilnehmer gewachsene Gruppe Flugblätter, hat nach eigenen Worten Stellungnahmen abgegeben und Kontakt zu Stadtverordneten aufgenommen.

Im B-Plan 142 ist das Gebiet als „nicht besonders umweltprüfungsrelevante Fläche“ beschrieben. Es liege weder in einem Areal von gemeinschaftlicher Bedeutung noch grenze es an ein solches an. Am Rand des Gebietes gebe es einen mittelalten Kiefern- und Eichenwald mit zwei geschützten Biotopen neben den Bahnschienen: Als Teil einer Düne findet man dort den Kiefernwald, Sandtrocken- und Borstgrasrasen- beides knapp außerhalb des Plangebietes. Der betroffene Wald liege in einem viel größeren Frischluftentstehungsgebiet und habe eine „gewisse Bedeutung“ als Puffer zwischen dem Wohnquartier, der Heinrich-Mann-Allee und der Wetzlarer Bahn. In einem „gewissen Umfang“ könne man die negativen klimatischen Folgen durch Neuanpflanzungen im Baugebiet ausgleichen.

Gebaut werden sollen eine Gesamtschule mit beachtlichen sechs Zügen für die 7. bis 10. Klasse (Sekundarstufe I) und drei Zügen für die Oberstufe (Sekundarstufe II) mit entsprechenden Sport- und Freiflächen für etwa 825 Schüler sowie eine Förderschule mit Hort und entsprechenden Sport- und Freiflächen für etwa 300 Schüler. Die Förderschule wird vom Standort am Nuthedamm hierher umgesiedelt, damit am Standort Nuthedamm ein zusätzliches Gymnasium errichtet werden kann. Außerdem sollen eine Kita für 90 und ein Hort für 150 Kinder an dem Standort errichtet werden.

Zum Campus gehören schulseitig eine 4-Feld-Turnhalle (27 x 60 Meter Spielfeld), 2 Kleinspielfelder (27 x 45 Meter), eine Gymnastikrasenfläche (ca. 600 Quadratmeter), eine 100-Meter-Laufbahn mit 750, eine Weitsprunganlage mit 480, eine Hochsprunganlage mit 60 und eine Kugelstoßanlage mit 150 Quadratmetern. Auch außerschulisch nutzbare Flächen will man schaffen: zwei Naturrasen-Großspielfelder mit Rundlaufbahn, ein Kleinspielfeld und ein Funktionsgebäude. Nach Einschätzung von Initiativsprecher Rainer Pape ist das „viel zu viel für diese Fläche“. Er glaubt, dass es am Rand des Wohngebietes auch andere nutzbare Flächen gibt, mit denen man die dichte Bebauung des Plangebietes lockern könnte.

Von Rainer Schüler

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