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Potsdam Schummelei-Vorwurf gegen OB Jakobs
Lokales Potsdam Schummelei-Vorwurf gegen OB Jakobs
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21:51 27.06.2017
Dirk Harder, Vorstand des Stadtjugendrings, mit Geschäftsführerin Katja Altenburg. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

In der Debatte um einen neuen Jugendclub für den Norden Potsdams im Bornstedter Feld fordert Dirk Harder als Vorstand des Stadtjugendringes Politik und Verwaltung zum „sofortigen Handeln“ auf: „Die seit unglaublichen 20 Jahren diskutierten, dringend notwendigen Jugendangebote im wachsenden Norden der Stadt müssen endlich umgesetzt werden, ohne weiteren Zeitverzug“, erklärte er am Dienstag gegenüber MAZ.

Mit der David-Gilly-Straße und der Georg-Hermann-Allee stünden „zwei realistische Standorte“ zur Verfügung, die „sofort bebaut werden“ könnten. Wenn der marode Club im Ribbeckeck mit Hilfe des Trägers nicht auf einfache Art und Weise saniert werden könne, gebe es „keinen Grund, auch nur noch einen Tag zu warten“. Die Finanzierung eines neuen Clubs sei durch den Entwicklungsträger Bornstedter Feld sichergestellt.

„Höchstgradig unverantwortlich“ sei es, die Jugendeinrichtung zum „Spielball im Biosphären-Poker der Parteifraktionen zu machen“. Zwei Vor-Ort Begehungen hätten „ganz klar“ ergeben, dass das Integrieren eines Jugendclubs in die Biosphärenhalle sogar hinderlich für eine andere gesamtkonzeptionelle Entwicklung sei. „Vom wirtschaftlichen Unsinn ganz zu schweigen“, so Harder: „Vor unseren Augen sehen wir schon den 13-Jährigen, wie er sich beim Sicherheitspersonal zum Raum 38 A durchfragt, in dem sich ein ,Jugendclub’ befinden soll.“

Er kritisierte auch Äußerungen von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Montag bei der Verabschiedung von Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski (CDU). Jakobs hatte dort an eine 2010 durchgeführte Jugendbefragung erinnert, nach der die Biosphäre sich als „beliebtester Anlaufpunkt der Potsdamer Jugend“ erwiesen habe: „Vielleicht sollten einige, die heute über die Tropenhalle reden, sich die Umfrageergebnisse noch mal ansehen.“

Tatsächlich rangierte die Biosphäre 2010 vorn auf einer Seite mit der Überschrift „Die hohe kulturelle Attraktivität beruht auf Angebotsdichte, häufiger Inanspruchnahme sowie hoher Zufriedenheit“. Gefragt wurde aber nur, ob man schon mal dort war und den Ort weiterempfehlen würden. Die Biosphäre stand an erster Stelle bei „würde ich weiterempfehlen“, an zweiter Stelle hinter dem Waschhaus bei „war schon dort“.

Schon 2010 sei kritisiert worden, dass sich daraus nicht ableiten lasse, dass die Biosphäre beliebtester Anlaufpunkt der Jugend sei, so Harder, auch, weil die Häufigkeit der Besuche nicht mit abgefragt wurde. Jakobs’ Äußerung sei deshalb „um die Ecke geschummelt“.

Unter Einbeziehung der Träger Paragraph 13 und Montelino sowie der Jugendlichen vor Ort müsse „der jetzigen Generation“ im Norden Potsdams „endlich Raum“ gegeben werden: „Wir fordern Partizipation, schon in der Planungsphase.“

Von Volker Oelschläger

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