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Potsdam Schwarzmundgrundel breitet sich rasant aus
Lokales Potsdam Schwarzmundgrundel breitet sich rasant aus
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22:08 10.12.2018
Häufig am Haken im Sacrow-Paretzer Kanal: die invasive Art Schwarzmundgrundel. Quelle: Michael Hübner
Mittelmark/Potsdam

In der Havel zwischen dem mittelmärkischen Tieckow und der östlichen Grenze bei Hermannswerder haben Experten bei einer Untersuchung 17 Fischarten und eine Krebsart erfasst. Darunter waren zum Beispiel Plötzen, Aale, Hechte, Kaulbarsche, Welse und ein Kamberkrebs. Dies ist ein aus Nordamerika stammender Flusskrebs, der als invasive gebietsfremde Art in Europa vorkommt. Ebenfalls nicht aus den hiesigen Gefilden ist die Schwarzmundgrundel. „Besorgniserregend ist ihre rasante Ausbreitung. Sie frisst vorzugsweise Muscheln wie die nicht heimische, ungeschützte Dreikantmuschel, macht aber auch vor Jungfischen nicht Halt. Zudem ist sie Nahrungskonkurrent für viele heimische Fischarten“, erklärte Robert Wolf vom Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow.

Die Kartierung haben Mitarbeiter des Instituts für die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg durchgeführt und dafür eine Methode gewählt, bei der schwacher Strom zum Fang der Tiere eingesetzt wird. Für das Natura-2000-Gebiet Mittlere Havel Ergänzung haben die Fachleute mögliche Schutzmaßnahmen abgeleitet, die jetzt vorliegen. Insgesamt wurden zehn Standorte entlang der Havel untersucht.

Was die Art aufhalten und anderen helfen könnte

Aufhalten könnte die Ausbreitung der Schwarzmundgrundel zum Beispiel die Beseitigung der Uferbefestigung an dafür geeigneten Stellen. Die Steinschüttungen stellen für sie optimale Lebensbedingungen dar. Hechte und Schleie könnten hingegen mehr Raum fürs Laichen finden, wenn mehr Wiesen im Frühjahr überschwemmt sein würden. Durch die Stauregulierung der Havel, die unter anderem eine reibungslose Schifffahrt gewährleistet, ist der Wasserpegel das ganze Jahr über konstant.

Von MAZonline

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