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Schwere Havarie in Waldstadt II

Wasserrohrbruch beeinträchtigte Verkehr Schwere Havarie in Waldstadt II

Am Montag bricht ein Wasserrohr in der Heinrich-Mann-Allee. In 100 Wohnungen und in einem Supermarkt kommt kein Wasser mehr aus dem Hahn. Wasser quillt auf die Straße, der Straßenbahnverkehr wird zeitweise unterbrochen. Es kommt zu Druckverlust im Wassernetz und das Trinkwasser färbt sich braun ein. Hier die Top-10 der Wasserrohrbrüche in Potsdam.

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Die Potsdamer Waldstadt nach Rohrbruch unter Wasser.

Quelle: Privat

Potsdam. Der Bruch einer Trinkwasserhauptleitung in der Heinrich-Mann-Allee hat am Montagmorgen den Straßenbahnverkehr zum Bahnhof Rehbrücke und die Trinkwasserversorgung von über 100 Wohnungen in mehreren Potsdamer Wohngebieten zum Erliegen gebracht. Eine 40 Zentimeter starke und 35 Jahre alte Leitung war auf Höhe der Saarmunder Straße am Morgen um 9:15 Uhr gebrochen, wie Stadtwerke-Sprecher Stefan Klotz bestätigt. „Ein Zusammenhang mit dem gestrigen Unwetter besteht nicht“, sagte Klotz. Vermutlich sei die Leitung wegen ihres Alters gebrochen.

Besonders von der Havarie betroffen waren die Bewohner eines Wohnblocks in der Straße Am Jagenstein im Wohngebiet Waldstadt II. Dort war in 50 Wohnungen überhaupt kein Trinkwasser verfügbar. Mit einer Notleitung wurde eine vorübergehende Notwasserversorgung für die Bewohner eingerichtet. Für die Kaufland-Filiale am Moosfenn war diese Maßnahme – anders als zunächst vermeldet – nicht erforderlich.

Notversorgung und braunes Trinkwasser

Auch in anderen Stadtteilen erzeugte der Rohrbruch Probleme. Techniker der Energie und Wasser Potsdam (EWP) sperrten das defekte Rohr für die Reparatur und versorgten die umgebenden Wohnungen über andere Leitungen. Dadurch sank der Wasserdruck auch in den Wohngebieten Drewitz, Am Stern und im Kirchsteigfeld. Gerade in Wohnungen in höheren Etagen kam dort das Wasser nur tröpfelnd aus dem Hahn. „Die Wasserwerke Rehbrücke und Leipziger Straße arbeiten mit voller Leistung um den Druckverlust auszugleichen“, hieß es bei den Stadtwerken. Da sich durch diese Notversorgung auch die Fließrichtungen im Wassernetz geändert hatten, kam unter anderem im Süden Babelsberg nur bräunlich gefärbtes Wasser aus der Leitung. Die Probleme mit dem Wasserdruck konnten anderthalb Stunden nach der Havarie beseitigt werden.

Straßenbahnverkehr unterbrochen

Auch der Straßenbahnverkehr auf den Linien 91 und 93 war unterbrochen, weil das Gleisbett der Straßenbahn-Haltestelle „Friedrich-Wolf-Straße“ vollkommen unter Wasser stand. Bis zum frühen Nachmittag wurde ein Schienenersatzverkehr zwischen den Haltestellen Waldstraße und Bahnhof Rehbrücke eingerichtet. Gleismessungen der Stadtwerke in der Nähe des havarierten Rohres ergaben glücklicherweise, dass der Rohrbruch keine Schäden an den Gleisen verursacht hatte, so dass der Trambetrieb ab 13 Uhr wieder aufgenommen werden konnte.

Die Reparaturarbeiten an der Trinkwasserhauptleitung dauerten bis zum Nachmittag. Die Kosten für die Instandsetzung des Rohrs belaufen sich nach Angaben der Stadtwerke auf „unter 20.000 Euro“. Glück hatten an diesem Morgen neben Fußgängern und Radfahrern vor allem die Nutzer der Heinrich-Mann-Allee. Der Autoverkehr dort war weder von der Havarie, noch von den Reparaturmaßnahmen betroffen.

 

Die Top-10 der Wasserrohrbrüche

30. Juni 2014 : Verkehrskollaps in der Innenstadt. Nach einem Rohrbruch einer Abwasserdruckleitung in der Schopenhauerstraße zwischen Hegelallee und Luisenplatz, steht dort nur jeweils eine statt zwei Fahrspuren zur Verfügung. Die Folge waren Staus bis zurück in die Breite und Friedrich-Engels-Straße.

8. September 2012 : Zwischen Nauener Tor und Alleestraße platzt in der Nacht zu Sonnabend ein Wasserrohr. Die Bewohner der Friedrich-Ebert-Straße sind für mehrere Stunden ohne Wasserversorgung. Bei den Reparaturarbeiten stellen die Arbeiter fest, dass weitere Rohre beschädigt sind. Diese werden ausgetauscht. Wesentlich länger bekommen Nutzer von Bus und Straßenbahn die Folgen zu spüren. Fast zwei Wochen werden Straßenbahnen umgeleitet und Ersatzbusse eingesetzt.

17. Februar 2012 : Ein Rohrbruch legt den Verkehr in der Berliner Straße zu Teilen lahmgelegt. Betroffen ist der Bereich zwischen der Kreuzung an der Humboldtbrücke und der Türkstraße. Stadteinwärts ist dieser Abschnitt für Autos gesperrt; der Straßenbahnverkehr der Linien Tram 93, 94 und 99 ist komplett unterbrochen.

14. Juli 2006 : Nach einem Wasserrohrbruch in der Breiten Straße vor der IHK hebt sich die Fahrbahn um etwa 20 Zentimeter; die Straße muss ab 22 Uhr bis Mitternacht komplett gesperrt werden. Fahrzeuge werden über die der IHK abgewandten Seite einspurig an der Schadensstelle vorbeigeleitet.

28. Oktober 2005 : Am frühen Morgen kommt es zu einem Wasserrohrbruch in der Friedrich-Ebert-Straße. Die Trinkwasserleitung im Gleisbereich bricht. Zwischen Allee- und Helene-Lange-Straße wird die Fahrbahn daraufhin voll gesperrt. Durch die Neigung der Straße spülen die Wassermassen den Sand bis auf den Gehsteig vor das Stadthaus.

8. September 2005 : Ein Wasserrohrbruch legt den Straßenbahnverkehr in der Friedrich-Ebert-Straße lahm: Wegen eines Rohrschadens im Bereich zwischen Nauener Tor und Stadthaus muss der Straßenbahnverkehr auf den Linien 92 und 95 für einige Tage unterbrochen werden. Zwischen Kirschallee bzw. Viereckremiese und Platz der Einheit fahren Ersatzbusse, ab Platz der Einheit bis Fontane- und Marie-Juchasz-Straße dann Straßenbahnen.

5. September 2003 : Die Verkehrseinschränkungen nach einem Wasserrohrbruch in der Heinrich-Mann-Allee, Höhe Waldcafé dauern tagelang. Da die defekte Leitung auch die Straßenbahntrasse kreuzt, kommt es zu Beeinträchtigungen des Straßenbahnverkehrs.

22. Juli 2003 : Für einen Ausnahmezustand an der Fachhochschule sorgt ein Wasserrohrbruch am Platz der Einheit. Weil wegen Reparaturarbeiten von 7 bis 11 Uhr das Wasser abgestellt wird, lassen sich die zehn Toiletten nicht mehr nutzten. Dem benachbarten Staudenhof laufen die Studenten die Türen ein, um ihre Notdurft zu verrichten.

17. Mai 2002 : Ein Trinkwasserrohrbruch in der Breiten Straße sorgt für Staus in weiten Teilen der Innenstadt. Am frühen Morgen informieren Anwohner den Wasserbetrieb Potsdam über eine sich rasch vergrößernde Pfütze in Höhe der Schopenhauerstraße. Als der Bereitschaftsdienst um 6 Uhr eintrifft hatte sich die Straßendecke bereits unter dem Druck des Wassers angehoben. Eine Sperrung der Leitung an anderer Stelle verhinderte Schlimmeres.

Als Folge des Wasserrohrbruchs wird auf der Breiten Straße ein 100 Quadratmeter großes Asphaltstück aufgerissen. Dadurch kommt es zu einem Verkehrsstau, der zeitweilig mehrere hundert Meter in die Zeppelinstraße reicht. Stadteinwärts wird der Verkehr über die Schopenhauerstraße und den Wall am Kiez geführt. Der Rohrbruch sorgt zudem in zahlreichen Haushalten für schlechten Trinkwasserdruck.

1972 Wasserrohrbruch auf dem Ruinenberg. Durch menschliches Versagen kommt es zu einem Wasserrohrbruch, so dass das große Wasserbassin auf dem Ruinenberg platzte. Das Wasser strömte herunter; und die Anlage brach völlig zusammen.

Von MAZonline

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