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Potsdam Schwimmen hält gesund
Lokales Potsdam Schwimmen hält gesund
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16:12 11.02.2016
Schwimmen tut gut. Quelle: dpa
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Potsdam

Schwimmen gilt nach wie vor als besonders gesunde Freizeitbeschäftigung. In der Tat hat die Bewegung im Wasser Vorzüge, die andere Sportarten nicht haben, weiß Ulrich Wefers, Fachgebietsleiter Schwimmen und Tauchen an der humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam.

Fachgebietsleiter Ulrich Wefers. Quelle: Privat

Was macht Schwimmen gegenüber anderen Sportarten so außergewöhnlich?

Ulrich Wefers: Im Wesentlichen der hydraulische Auftrieb. Die Gefahr der übermäßigen Anspannung ist gering. Schwimmen bringt Entlastung der Gelenke und der Wirbelsäule. Zudem ist es eine Mischung aus Kraft-, Ausdauer-, Koordinations- und Techniktraining. Sie beansprucht sämtliche große Muskelgruppen, beugt den großen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf- und Blutdruck-Problemen vor und senkt durch die besserere Regulation des Energie-Haushalts auch das Zuckerrisiko.

Gibt es Menschen, für die Schwimmen besonders gut als Sport oder Bewegungsmöglichkeit geeignet ist?

Wefers: Eigentlich für alle – vom Baby- bis zum Rentner-Schwimmen. Dadurch, dass Gelenke und Wirbelsäule entlastet werden, hilft Schwimmen natürlich besonders Menschen, die hier Probleme haben oder unter Versteifungs- und Abnutzungserscheinungen leiden. Auch Einrichtungen, die Hilfen für Menschen mit Handicaps anbieten, suchen verstärkt Zugang zum Wasser. Man sieht den Menschen die Freude, sich frei bewegen zu können, regelrecht an.

Wie ist es um die psychologische Wirkung bestellt?

Wefers: Schwimmen ist für das gesamte vegetative Nervensystem hilfreich. Die Persönlichkeit profitiert durch das Erlebnis der Schwerelosigkeit und Sicherheit. Hinzu kommt oft bei Menschen mit chronischen Schmerzen etwa in den Gelenken, endlich wieder einmal schmerzfrei zu sein.

Gibt es Einschränkungen?

Wefers: Mit großflächigen offenen Wunden sollte wohl besser nicht Schwimmen gegangen werden. Hier könnten Entzündungen drohen. Bei kleineren Schürfwunden oder auch Akne gibt es dagegen keine Bedenken. Die Chlorverträglichkeit bei Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen ist unterschiedlich. Hier kann ein Gespräch mit dem Hausarzt helfen.

Manch einer hat sich einer Diät verschrieben. Fördert Schwimmen das Abnehmen?

Wefers: Regelmäßiges Schwimmen kann natürlich dabei unterstützen. Das lässt sich aber nur im Zusammenspiel mit der Nahrungsaufnahme steuern.

Was ist beim Schwimmstil zu beachten?

Wefers: Kraul- und Rückenschwimmen haben wohl die weitreichendsten gesundheitlichen Auswirkungen wegen der immer wiederkehrenden wechselseitigen An- und Entspannung. Die Muskulatur kann sich stets kurzzeitig regenerieren. Beim Brustschwimmen sollte darauf geachtet werden, mit dem Gesicht im Wasser auszuatmen, um den Nackenbereich zu entlasten.

Wie oft und wie lange sollte man Schwimmen gehen?

Wefers: Einmal ist natürlich besser als keinmal und zweimal ist noch besser. Bei der Dauer sollte man in sich hineinhören und nicht um jeden Preis noch Hunderte Meter anhängen. Nach dem Winter ist die Kombination aus Radfahren und Schwimmen in offenen Gewässern zu empfehlen.

Gibt es heute noch ausreichend Gelegenheiten zum Schwimmen?

Wefers: Durch die fortschreitende Spaßbad-Entwicklung reduziert sich die für das Schwimmen geeignete Wasseroberfläche natürlich immer weiter. Das gilt besonders für den Winter und dann speziell in den ländlichen Gebieten.


Von Gerald Dietz

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