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Potsdam Sechs Millionen Euro für die Fachhochschule
Lokales Potsdam Sechs Millionen Euro für die Fachhochschule
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13:22 28.11.2017
Bündnissprecher André Tomczak (r.) übergibt das Kaufangebot an Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD),.  Quelle: Ildiko Röd
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Innenstadt

 Sechs Millionen Euro – so viel will das Bündnis „Stadtmitte für alle“ für das Gebäude der Fachhochschule am Alten Markt und das Grundstück bezahlen. Am Mittwoch haben die Abriss-Gegner ihr Kaufangebot abgegeben – sowohl an das Land als jetzige Eigentümerin als auch an die Stadt, in deren Eigentum das Grundstück übergehen soll.

Das Bündnis möchte die FH mit Hilfe der gemeingutorientierten Trias-Stiftung und der GLS-Gemeinschaftsbank erwerben.Die Sanierungskosten werden auf 15 Millionen Euro geschätzt. Zweites Wunschszenario ist, dass die Stadt Eigentümerin bleibt, um dann das Gebäude und die Flächen zum Aufbau eines „Hauses des Stadtgesellschaft“ zu verpachten.

FH-Besetzung Mitte Juli. Quelle: Nadine Fabian

Bei einer Bedarfsabfrage im Internet hätten sich viele Initiativen, mehrere Personen und Vereine als potenzielle Nutzer gemeldet, erklärten die Bündnisvertreter André Tomczak, Holger Zschoge und Steffen Pfrogner. Unter anderem will der AWO-Bezirksverband „die Möglichkeit nutzen, an einem der letzten öffentlichen Standorte 25 bezahlbare Wohnungen für Familien mit Kindern, Räume für Quartiersmanagement“ und ein Eltern-Kind-Zentrum zu schaffen, wie AWO-Vorstandsvorsitzende Angela Schweers in einem Schreiben an das Mitte-Bündnis erklärt.

Protestcamp gegen den geplanten FH-Abriss. Quelle: MAZonline

Die Medienwerkstatt Potsdam hat ebenfalls Bedarf signalisiert. Zudem bei der Abfrage gelistet: eine Kita, eine Schulneugründung, Klubs, Tanzstudios, Cafés, ein Hörsaal, Theater, eine Rollschuhhalle, ein Kampfkunststudio und Probenräume, so Bündnismitglied Jeannette Jacob. Auch Büros und Flächen für die Kreativwirtschaft seien gefragt.

Bündnismitglied Jeannette Jacob, im Hintergrund Steffen Pfrogner. Quelle: Friedrich Bungert

Die beiden Blocks hinter dem Kopfbau sind als „Innovationshäuser“ mit Seminar- und Projekträumen gedacht. Im Baukörper an der Stadt- und Landesbibliothek könnten „moderne Wohnformen“ – Studentenwohnen, Gastwissenschaftler-Apartments – Platz finden. Auch denkbar: die Erweiterung der Kinder- und Jugendbibliothek oder ein Mitmachmuseum.

Die Übergabe des Kaufangebots an die Stadt erfolgte am Mittwoch auf dem kurzen Dienstweg. Im Anschluss an die Pressekonferenz im Rathaus gingen die Bündnisvertreter zum Büro des Rathaus-Chefs. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) nahm das Angebot entgegen mit den Worten: „Das kommt ein bisschen spät.“

André Tomczak, Holger Zschoge, Jeannette Jacob, Steffen Pfrogner (w.l.) bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der FH-Ankaufpläne.. Quelle: Friedrich Bungert

Er verwies auf die breite Bürgerbeteiligung und die Stadtverordnetenbeschlüsse zur Potsdamer Mitte. Die Ausschreibung der Baulose für den Block III auf dem FH-Areal läuft bereits. Sollte das Verfahren gestoppt werden, könnten Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, so Jakobs.

„Stadtverordnetenbeschlüsse können sich ändern, wenn sich die gesellschaftlichen Bedingungen ändern“, konterte Zschoge.

 Stadt und Land müssten berücksichtigen, „dass sich die gesellschaftliche Diskussion geändert hat“. Der Stadt stehe es offen, eine neue, veränderte Ausschreibung für die FH in Form einer Konzeptvergabe zu starten.

„Ich bin mir sicher, es wird auch in der Stadt weiter Menschen geben, die andere Aktionsformen wählen, als ein Kaufangebot abzugeben“, sagte Zschoge im Anschluss an die Pressekonferenz zur MAZ. Vor diesem Hintergrund könnten „Stadt und Land können jetzt eine Reaktion haben, die genau das verhindert“.“

Von Ildiko Röd

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