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Potsdam Sechster Universitätsball feiert Frankreich
Lokales Potsdam Sechster Universitätsball feiert Frankreich
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10:50 19.02.2018
Universitätsball Potsdam 2018: Ab 20.30 Uhr hieß es für die rund 500 Gäste: Tanzen bis früh in den Morgen zu den Klängen des Schwungkollegiums. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Die Laternen an der Bar erinnern irgendwie an die Seine, an der Sitzbank mit Blumengestecken hängt auch die Zeitschrift „Charlie Hebdo“ und ein Pantomime streunt im blauweißen Ringelhemd durch die Menge: Voilà, der sechste Hochschulball der Universität Potsdam startet mit dem Ruf „Vive la France“. Frankreich ist überall: in Deko, Musik und nicht zuletzt im coq au vin und der quiche lorraine.

„Es stand ein bisschen im Raum“, sagt Unipräsident Oliver Günther, der es sich mit seiner Frau Sushmitha Swaminathan am Ehrenplatz nahe der Tanzfläche schmecken lässt. Potsdam sei gerade eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Versailles eingegangen und den deutsch-französischen Jura-Studiengang mit der Université Paris Ouest hätten auch schon 1700 junge Menschen absolviert. Ob ihm denn gefalle, wie die Pressestelle und das Zentrum für Hochschulsport das Motto umgesetzt hätten? „Ich bin sehr zufrieden, aber ich bin ja auch voreingenommen.“

Nicht voreingenommen sind Ronya Sommermeier und Philipp Sengelwald. „Sehr schön“, findet die BWL-Studentin Sommermeier die Atmosphäre. Zu ihrem ersten Hochschulball überhaupt ist sie in einem atemberaubenden roten Ballkleid mit Goldgürtel und freiem Rücken erschienen. Sommermeier und ihr Freund gehören zu den sehr vielen Studenten, die sich dank verbilligter Karten unter die insgesamt 500 Besucher mischten. Ob die beiden sich auf die Tanzfläche wagen? „Mal sehen“, sagt Sommermeier. „Wir tanzen jedenfalls nicht so gut wie die hier“, bemerkt sie und zeigt auf die hochschuleigene Tanzcombo, die die Menge mit einer lateinamerikanischen Darbietung anfeuert.

Weniger Hemmung haben später die Stammgäste Annedore Prengel und Hanno Schmitt. Das vom Schwungkollegium eingespielte „Let’s Twist again“ rocken die beiden Senioren - diesmal mit anderen Tanzpartnern - herunter als sei der Sound für sie erfunden worden. „Letztes Jahr konnte ich nicht“, sagt Annedore Prengel noch ganz außer Atem neben Twistpartner Klaus Seifried. Aber dieses Jahr will sie wieder mindestens bis um eins durchhalten.

Das fällt nicht schwer. Immerhin greift ja der Präsident selbst wieder zum Mikrofon und gibt erst Charles Trenets Hit „La Mer“ und später im Duett mit Christine Fendel „Cheek to cheek“ von Irving Berlin zum Besten. Waghalsige Artistik bietet danach die Turnerin Sophia Drgala am chinesischen Mast. Gesprungene Drehungen, Handstände und perfekter Spagat gehören zum Repertoire der Künstlerin. Als dann noch der französische Künstler Francois Erb mit seinen LED-Zauberstäben den Schriftzug „Universität Potsdam“ in der Luft erstrahlen lässt, gehen endgültig die Herzen auf. So lässt sich’s auf Französisch feiern.

Jeder Ball mit eigenem Motto

Tradition sind die Bälle der Uni Potsdam erst seit 2013. Seitdem verwandelt sich jedes Mal im Januar oder Februar das eigentlich recht karge Haus 6 auf dem Campus Griebnitzsee in ein blumengeschmücktes Lichtermeer voller Besucher in edler Robe oder mit Frack.

Neben dem Tanz der Gäste gehören Darbietungen verschiedener Sportgruppen oder Artisten zum festen Repertoire des Universitätsballs. Auch eine große Tombola findet alljährlich statt. Die Ziehung der Gewinne findet immer gegen Mitternacht statt.

Ein Motto haben die Potsdamer Bälle auch. So wie dieses Jahr mit „Vive la Bal(l)ance“ mit Musik und Essen an das Nachbarland Frankreich erinnert wird, war zum Beispiel im vergangenen Jahr der Ball durch Samba und lateinamerikanische Spezialitäten am Büffet geprägt.

Von Rüdiger Braun

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