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Seesportclub: Freibad-Fusion möglich

Pläne für Grundstückstausch im Park Babelsberg Seesportclub: Freibad-Fusion möglich

In den Verhandlungen mit Stadt und Schlösserstiftung hofft der räumungsbedrohte Seesportclub Potsdam auf eine Lösung an seinem langjährigen Standort am Rande des Parks Babelsberg. Der Pachtvertrag der Seesportler mit der Schlösserstiftung läuft zum Jahresende aus. Danach soll dort das neue Stadtbad Babelsberg entstehen.

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Im Bootshaus des Seesportclubs Potsdam.

Quelle: Foto: Friedrich Bungert

Babelsberg. Der von Räumung bedrohte Seesportclub am Rande des Parks Babelsberg hofft weiter auf eine Lösung vor Ort. Das sagte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Christin Stockhaus. Sie bestätigte MAZ-Informationen über Verhandlungen, nach denen der Seesportclub nach dem Umzug des Stadtbades Babelsberg Richtung Humboldtbrücke mit den Einrichtungen des Freibades kombiniert werden könnte.

Das städtische Sportamt habe den Bäderbetrieb bereits im Sommer des vergangenen Jahres mit entsprechenden Prüfungen beauftragt. Ergebnisse, die eigentlich bis zum 30. September 2016 vorliegen sollten, gebe es bis heute nicht: „Das ist ein bisschen eingeschlafen“, sagte die Seesportlerin. Stadt und Bäderbetrieb ließen in den vergangenen Tagen gestellte MAZ-Anfragen zunächst unbeantwortet.

Wie berichtet, kann der Seesportclub das Gelände im Welterbepark Babelsberg nach einem in den 1990er Jahren geschlossenen Vergleich mit der Schlösserstiftung noch bis zum Ende dieses Jahres kostenlos nutzen. Die Stiftung hat mittlerweile vielfach bekräftigt, dass sie an einer Fortsetzung des Pachtvertrages nicht interessiert sei.

Das von den Seesportlern genutzte Gelände spielt eine zentrale Rolle bei einem schon seit Jahren geplanten Grundstückstausch zwischen Stadt und Schlösserstiftung, nach dem das Stadtbad Richtung Humboldtbrücke umzieht und damit der Weg frei wird für die Rekonstruktion eines historischen Panoramaweges „Drive“ auf dem Gelände des heutigen Bades. Kritik der Linken, dass es im Park bereits genug Wanderwege gäbe, begegnete Stiftungssprecher Frank Kallensee mit der Feststellung, es gäbe nur diesen einen Rundweg.

Der Umzug des Bades mitsamt der Errichtung neuer Bauten wurde in einer mittlerweile Jahre zurückliegenden Kostenschätzung mit einer Million Euro veranschlagt.

Die Suche der Stadt nach einem Ersatzstandort für die Seesportler blieb bisher ergebnislos. Geprüft wurden unter anderem das Gelände des Potsdamer Segelvereins an der Templiner Straße und der städtische Bootsplatz am Kiewitt. Im Gespräch war auch das Grundstück der Wassersportfreunde Pirschheide. Linken-Kreischef Sascha Krämer hat jetzt in einer kleinen Anfrage den Seekrug an der Templiner Brücke ins Gespräch gebracht.

Dass die Stadt zwischenzeitlich mitteilte, für ein Ersatzgrundstück gar nicht zuständig zu sein, hat für Kritik gesorgt. Die Fraktion Die Andere hat dem Rathaus dazu einen umfangreichen Fragenkatalog gestellt. Auch die Seesportler „überlegen, ob wir das prüfen lassen“, so Stockhaus.

Von Volker Oelschläger

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