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Potsdam Seesportclub Potsdam vor dem Aus
Lokales Potsdam Seesportclub Potsdam vor dem Aus
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15:36 07.03.2017
Blick in eines der Bootshäuser des Seesportclubs Potsdam, die zum Jahresende geräumt werden sollen. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam/Babelsberg

Bei Anfragen zur Zukunft des Seesportclubs Potsdam (PSSC) wird die Stadtverwaltung schmallippig. „Die Landeshauptstadt Potsdam sucht gemeinsam mit den Beteiligten nach einer geeigneten Ersatzsportanlage für die Sportler“, teilte Rathaussprecherin Friedrike Herold am Montagnachmittag mit: „Da Wassergrundstücke in Potsdam jedoch begrenzt sind, ist dies bisher noch nicht gelungen.“ Für weitere Informationen zur Zukunft des Sportvereins, aber auch des Stadtbades Babelsberg verwies sie auf die Schlösserstiftung (SPSG) und den Betrieb Bäderlandschaft, ein Unternehmen der Stadtwerke.

Bei den Stadtwerken war am späten Nachmittag keine Auskunft mehr zu bekommen zum Stand der Verhandlungen zu einem Flächentausch zwischen Stiftung und Stadt, mit dem an der Stelle des Strandbades die Rekonstruktion eines historischen Wanderweges frei werden soll. Die beliebte Badeanstalt soll weiter Richtung Humboldtbrücke rücken – dahin, wo seit Jahrzehnten der Seesportclub sitzt.

Vereinshaus des Seesportclubs Potsdam. Quelle: Friedrich Bungert

Dass die Seesportler ihr Grundstück nach aktuellem Stand zum Jahresende räumen müssen, hat die Stiftung am Montag auf MAZ-Anfrage bekräftigt: Mit Vertrag vom 31. August 1998 seien dem Seesportclub die seinerzeit bereits genutzten Raum- und Grundstücksflächen für die Dauer von 20 Jahren bis zum 31. Dezember 2017 – ohne Verlängerungsoption – kostenfrei zur Nutzung überlassen worden, so Stiftungssprecher Frank Kallensee: „Eine Kündigung des Vertrages ist deshalb nicht erforderlich. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die SPSG ihren Teil des Vertrages erfüllt hat. Bislang geht die SPSG davon aus, dass auch seitens des PSSC der Vertrag erfüllt wird.“

Seesport und Strandbad

Der Potsdamer Seesportclub wurde 1991 in der Nachfolge einer Seesportsektion der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) gegründet, die das Grundstück am Rande des Babelsberger Parks seit den 1950er Jahren nutzte.

1996 kamen eine Motorbootabteilung und eine größerer Steg hinzu. Aktuell hat der Verein nach eigenen Angaben 120 Mitglieder im Alter von acht bis 80 Jahren.

Mit dem Abzug des Seesports würde Platz für den Umzug des Strandbades Babelsberg Richtung Humboldtbrücke frei.

Im vergangenen Jahr gab es mangels Alternativen für die Seesportler im Rathaus die Überlegung, Seesport und Strandbad zu kombinieren. Ergebnisse dazu sollten bis Herbst 2016 vorliegen. Doch auch die MAZ-Anfrage zum Stand dieser Dinge ließ das Rathaus am Montag unbeantwortet.

Jüngste Meldung der Stadt auf eine Anfrage der Fraktion die Andere ist die Auskunft, dass sie nicht verpflichtet sei, im Falle der Räumung eine Ersatzsportstätte für den Seesportclub bereit zu stellen. Das habe eine „vertiefende juristische Prüfung zur Anwendbarkeit des Sportfördergesetzes“ ergeben.

Grundsätzliche Kritik kommt erneut von der Linken: „Wer braucht einen weiteren historischen Rundweg im Park Babelsberg?“, fragte der Babelsberger Ortsvereinschef Michél Berlin: „Der Park bietet seinen Besuchern bereits jetzt zahlreiche Erholungsmöglichkeiten. Sein historischer Wert ist auch ohne diesen Rundweg gut erlebbar. Öffentliche Wassersportmöglichkeiten sind in der Landeshauptstadt hingegen eher rar.“

Eine Million Euro soll allein die Verlegung des Strandbades früheren Angaben zufolge inklusive Beräumung von Flächen, Verlegung von Spielgerät und Ersatzbauten kosten. Zu den vom Rathaus nicht beantworteten Fragen zählte die, wer das eigentlich bezahlen soll? Der Vorstand des Seesportclubs war nicht für Nachfragen zu erreichen.

Von Volker Oelschläger

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