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Potsdam Sehsüchte lockt Filmtalente aus aller Welt
Lokales Potsdam Sehsüchte lockt Filmtalente aus aller Welt
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13:29 13.03.2016
Die Film-Studenten Jo Schuler (r.) und Maximilian Zeh vor dem Festival-Plan. Quelle: Christel Köster
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Babelsberg

Auf einer so fein abgestimmten wie für Außenstehende undurchschaubaren Komposition aus gelben Zettelchen sowie blauen und roten Filzstift-Notizen auf weißen Tafeln basiert der Spielplan fürs 45. Internationale Studentenfestival Sehsüchte. Vom 20. bis zum 24. April laden Medienwissenschaftsstudenten an ihre Filmuniversität „Konrad Wolf“ ein, junges Filmschaffen aus aller Welt zu entdecken. Präsentiert wird Sehsüchte, das sich 2016 dem „Space“ (Raum) widmet, von der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Rund 3500 Beiträge – darunter aus Argentinien, Kanada, Dänemark, Polen, Israel, Iran und Taiwan – erreichten die neunköpfige Programmgruppe. Ein Rekordwert, da die Filme diesmal ausschließlich online eingereicht werden durften. Der Weg, eine Filmdatei durchs Internet zu jagen, ist denkbar bequem. Deshalb schickten einige Filmemacher gleich einen ganz Schwung los – ungeachtet des „Mindesthaltbarkeitsdatums“ von 2015. „Der älteste Film, der uns erreichte, war von 2001 – und flog gleich raus“, erzählt Maximilian Zeh (25) von der Programmgruppe. Rund 2000 Beiträge haben letztlich „eine grüne Flagge“ bekommen – entsprachen also den Festivalkriterien und überstanden die allererste Runde.

Und im Februar ging’s dann richtig ab: Meist von 10 bis 20 Uhr, manchmal noch länger, haben die Stundenten aus der Programmgruppe lange und kurze, fiktive, dokumentarische und animierte Filme sowie Musikvideos gesichtet. Besonders wichtig waren feste Kaffeepausen und Zeit, um sich nach intensivem Sehen und Sitzen im Filmuni-Kinosaal die Beine zu vertreten und die Filme zu diskutieren. Nach und nach flogen immer mehr Beiträge raus, die Programmgruppe arbeitete sich zum Kern durch. „Wir wollen einerseits junge Filmemacher fördern, andererseits sollen aber auch filmische Standards gehalten, reizvolle Geschichten erzählt werden“, sagt Jo Schuler (27), die wie Kollege Maximilian im Medienwissenschaft im Master studiert. Auf den letzten Metern vor der endgültigen Filmauswahl musste die Programmgruppe wegen technischer Wartungsarbeiten in der Filmuni für einige Tage in Zehs Wohngemeinschaft einziehen und dort sichten. „Ich habe ein großes Wohnzimmer, das war von Vorteil.“

Passend zum „Space“-Motto seien etliche Filme eingereicht worden, die auf verschiedene Weisen um All und Raum kreisen. Und da Sehsüchte sich verstärkt dem Genre öffnen will, darf sich das Publikum schon einmal auf Horror und Action freuen. 115 Filme (inklusive Produzentenpreis sowie Kinder- und Jugendfilme) – und damit einige mehr als im vergangenen Jahr – sollen am Ende auf dem Festivalplan stehen. Dann findet sich das Klebezettel-Filzstift-Wirrwarr für jedermann verständlich in einem Programm wieder.

Von Ricarda Nowak

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