Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Seit bald 40 Jahren politische Satire

Kabarett Obelisk Potsdam Seit bald 40 Jahren politische Satire

2018 feiert das Potsdamer Kabarett Obelisk sein 40-jähriges Bestehen. Doch erst einmal wird am 25. Juni Premiere in de Spielstätte Charlottenstraße 31 gefeiert. Im neuen Stück „Ein bisschen Pass muss sein“ dreht sich viel um Heimat.

Potsdam 52.3905689 13.0644729
Google Map of 52.3905689,13.0644729
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Rocken in Caputh – und das ganze ohne Regen

Die Kabarettisten Andreas Zieger, Gretel Schulze und Helmut Fensch finden ab 24. Juni: „Ein bisschen Pass muss sein“.

Quelle: Promo

Innenstadt. Einfach mal ablachen – und das zu „fußballfreundlichen Anfangszeiten“ – das versprechen die Potsdamer Obelisk-Kabarettisten anlässlich ihres neuen Stücks „Ein bisschen Pass muss sein“. Wenn die Premiere des satirisch-musikalischen „Heimatabends“ am 25. Juni steigt, laboriert ja mindestens halb Deutschland am EM-Fußball-Fieber. Kabarettistin Gretel Schulze will klären, ob Heimat nur der Ort ist, an dem ihre Kollegen Andreas Zieger und Helmut Fensch „ihr Bier wortlos am Tresen serviert bekommen“ oder was sonst hinter dem Begriff steckt.

Dass auch das Zeitgeschehen beim „Heimatabend“ eine Rolle spielt, versteht sich. Aktuelle Politik „satirisch zu bearbeiten, ohne zu moralisieren“, sei nicht so einfach. Manche Themen seien „eine Gratwanderung“. Siehe das Erdogan-Ziegen-Gedicht des TV-Satirikers Jan Böhmermann. Gretel Schulze erlebt immer mal wieder Bedenken gegenüber Polit-Kabarett, etwa so: „Kann man da überhaupt lachen?“ Ja, man kann! Und man soll!

1978 wurde das Kabarett Obelisk Potsdam gegründet. Die als Provisorium gedachte Spielstätte in einem alten Kino in der Schopenhauerstraße 27 erwies sich als langlebig. Erst 1997 musste man das Haus wegen veränderter Eigentumsverhältnisse verlassen und zog an die Charlottenstraße 31.

Im vergangenen Jahr lösten etwas mehr als 23 000 Besucher ein Ticket fürs Kabarett, 2014 waren es rund 25 000. Kabarett in der Krise? Ach, Quatsch! „Das sind normale Schwankungen“, sagt die künstlerische Geschäftsführerin. „Wenn die Politik so weiter macht wie bisher bleiben die Zeiten gut für uns.“

Potsdamer Provinzpossen bleiben jedoch Fehlanzeige auf der „Obelisk“-Bühne. Nicht, weil die Geschichten aus dem Rathaus nicht etwa hochvergnüglich wären, aber: „Unser Programm sollen alle verstehen“, sagt Gretel Schulze. Etwa zwei Drittel der Besucher kommen aus Berlin und aus dem Umland, im Sommer sitzen außerdem viele Touristen im Saal. Aber grundsätzlich böte die Stadtpolitik natürlich genug Stoff für einen komischen Abend: „Allein die Diskussion um die Entwicklung der Innenstadt. Architektonische Brüche machen eine Stadt erst spannend.“ Das Kabarett wiederum sitzt in einem denkmalgeschützten Barockhaus. „Wir kämpfen seit Jahren für eine anständige Außenwerbung, dafür, dass man uns in der Straße sieht. Zurzeit nimmt man uns ja erst wahr, wenn man vor unserem Haus steht“, bedauert die 67-Jährige.

2018 feiert das Kabarett seinen 40. Geburtstag. „Dann geht richtig was ab!“, verspricht Gretel Schulze. Eine Festwoche soll es geben, gern mit namhaften Bühnengästen wie Uwe Steimle („Sushi in Suhl“). Und vielleicht steht ja bis dahin auch die Außenwerbung.

Von Ricarda Nowak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg