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Selfie vorm Bett von Paul und Paula

60 000 Besucher im Potsdamer Filmmuseum Selfie vorm Bett von Paul und Paula

Das Potsdamer Filmmuseum ist ein Besuchermagnet. Seit der Wiedereröffnung nach umfangreicher Sanierung vor einem Jahr kamen bereits 60 000 Besucher in den ehemaligen Marstall am Alten Markt. Viele Besucher wollen in bekannte Filmrollen schlüpfen und selbst einmal Kino-Star sein.

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Das berühmte Bett aus dem Film „Paul und Paula“ steht im Filmmuseum.

Quelle: dpa

Potsdam. Das Filmbett aus dem berühmten Defa-Film „Die Legende von Paul und Paula“ ist einer der Stars im Potsdamer Filmmuseum. Nach der Requisite aus dem mehr als 40 Jahre alten Film fragen die Besucher immer wieder. Mit einem Selfie vor dem berühmten Bettgestell gehen dann viele wieder nach Hause.

In dem vor einem Jahr nach umfangreicher Sanierung wieder eröffneten Museum hat das imposante Bett seinen festen Platz: in der ständigen Ausstellung „Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg“. „Seit der Wiedereröffnung kamen rund 60 000 Besucher in das Haus“, sagt Sprecherin Christine Handke. Das Museum gehört zur Filmuniversität Babelsberg.

Attraktion sind im Filmmuseum auch Castingboxen, in denen Besucher in unterschiedliche Rollen schlüpfen können. Mit wenigen Requisiten werden sie zu Filmstars: lernen erst einen kurzen Text, sprechen ihn in die Kamera und werden in eine kurze Filmsequenz hineinkopiert. Als Beweis gibt es ein kurzes Video. Touristen können auf diese Weise als DDR-Volkspolizist in dem Film „Sonnenallee“ mitspielen.

Einige versuchen wie einst Solo Sunny im gleichnamigen Defa-Film von 1980 des Regisseurs Konrad Wolf zu singen. Andere nehmen die Friedenspfeife in die Hand und übernehmen den Part des Schauspielers Gojko Mitic in einem Defa-Indianerfilm. „Ein halbes Jahr lang war das 3D-Bild des originalen Lifts aus dem Film „Grand Budapest Hotel“ beliebtes Fotomotiv“, sagt Handke.

In Umbau und Sanierung investierte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten als Besitzer des Denkmals rund 2,5 Millionen Euro. Der Zahn der Zeit hatte an dem mehr als 300 Jahre alten Gemäuer in der Innenstadt genagt. Unter anderem entsprach der Brandschutz nicht mehr den modernen Anforderungen. Auch Schäden im Dach wurden repariert.

Einst überwinterten in dem langgestrecktem Bau Pflanzen, dann standen dort Pferde der Preußenkönige. Noch zu DDR-Zeiten diente der Marstall als Heimatmuseum, seit 1981 beherbergt er das Filmmuseum. Heute bietet das Haus wechselnde Ausstellungen auf 900 Quadratmetern.

Gerade wird das Projekt „Alles nur Kulisse?! Filmräume aus der Traumfabrik Babelsberg“ vorbereitet, die ab 4. Dezember zu sehen ist. Dabei soll die Arbeit der Szenenbildner mehr ins Licht gerückt werden. Geschildert wird der Entstehungsprozess von ersten Skizzen und Modellen bis zum drehfertigen Set und fertigen Film. Die Sonderschau gleich nach der Wiedereröffnung zum jungen Marco Polo nach einer TV-Zeichentrickserie erreichte allein 18 000 Besucher. In dem Museum werden auch Filme gezeigt. Ein besonderes Erlebnis sind Stummfilme mit Begleitmusik von einer historischen Orgel.

Von MAZ-Online

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