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Potsdam Seltene Hinterglasmalerei in der Urania
Lokales Potsdam Seltene Hinterglasmalerei in der Urania
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18:46 29.06.2016
Astrid Germo vor ihren drei Grazien. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Am Donnerstag, 30. Juni, um 18 Uhr wird im Holländischen Viertel eine Ausstellung eröffnet, von der man sagen kann, dass sie unmittelbar vor Ort entstanden ist. Die Künstlerin Astrid Germo, deren Hinterglasbilder in den Räumen der Urania am Bassinplatz noch bis zum 27. August zu sehen sein werden, lebt und arbeitet in der Mittelstraße. Ihre Kunst ist seit nunmehr 30 Jahren regelmäßig in Potsdam präsent.

Die Hinterglasmalerei ist eine nicht sehr gebräuchliche Technik, was wohl auch daran liegt, dass sie vom Künstler eine geradezu absurde Vorgehensweise verlangt. Die Bilder müssen seitenverkehrt gedacht und mit dem Vordergrund beginnend zum Hintergrund hin gemalt werden. Die Details kommen stets zuerst und dann erst folgen die sinngebenden bildbestimmenden Formen. Einmal Gemaltes kann dann nicht mehr korrigiert werden. Das verlangt nicht nur zeichnerische Präzision sondern auch viel bildliche Vorstellungskraft und jede Menge Erfahrung.

All dies besitzt Astrid Germo reichlich und zudem die unbändige Lust, den Betrachter mit immer neuen raffinierten Farbkombinationen, Strukturen und Themen zu überraschen. Verbindendes Moment ihrer realistischen Malerei ist das Wunder des Lebens. Ob sie Menschen, Tiere, Landschaften oder Stillleben malt, stets geraten sie ihr zu einer Feier der Schöpfung.

Ihre drei Grazien lagern nicht nur einfach auf einer Decke in der Landschaft; das scheinbar so zwanglos zufällige Bild ist eine hochdiffizile Bildkomposition, bei der nicht nur die Farben und Formen brillant auf einander abgestimmt sind sondern sich zwei große Dreieckformen wundersam ineinander verschränken. Dabei gelingen ihr, bei aller Intensität und Tiefe der Einzeltöne, schier unglaubliche Farbharmonien. Blutrot auf Weiß, Schwarz vor Tiefgrün, dazu Gelb, Beige und Blau verschwistern sich auf dem Grazien-Bild zu einem einzigen spektakulären Farberlebnis.

Öffnungszeiten

Die Vernissage bei der Urania, Gutenbergstraße 71/72 ist am 30. Juni 2016 um 18 Uhr.

Die Bilder von Astrid Germo sind dann zu sehen: Montag/Dienstag/Donnerstag 9-13 Uhr und 15-18 Uhr sowie Mittwoch/Freitag 9-13 Uhr.

Nie wird sie bunt oder schrill, immer sind ihre Arbeiten Sinnbilder einer schier unbegreiflichen kosmischen Harmonie. Fünf Schwäne überfliegen ein düsteres Waldstück und man glaubt die Flügel schlagen zu hören. Ein Rindvieh auf der Weide wendet seinen Kopf neugierig dem Betrachter zu. Sechs dicke Spargelstangen auf dem Silbertablett rufen: Greif zu! Stählerne Brücken überspannen das von einem einsamen Paddler durchpflügte Wasser.

Neben all diesen Großartigkeiten zeigt Astrid Germo auch immer wieder die Schönheit im Kleinen. Fische inszeniert sie wie Reliquien; Flunder, Goldbrasse und Zander auf Seide, Samt und Brokat gewissermaßen. Über all diesen unfassbar schönen Dingen aber liegt auch ein winziger Hauch von Melancholie. Astrid Germo weiß um die Vergänglichkeit. Deshalb breitet sie ja das Wunder des Lebens so inbrünstig vor uns aus.

Von Lothar Krone

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