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Potsdam Serbische Familie Brkic darf in Potsdam bleiben
Lokales Potsdam Serbische Familie Brkic darf in Potsdam bleiben
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16:03 22.06.2016
Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) Quelle: dpa
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Potsdam West

Die von Abschiebung bedrohte serbische Flüchtlingsfamilie Brkic, die seit 2014 in Potsdam West lebt, darf vorerst in Deutschland bleiben. Die Roma-Familie erhält eine auf zwei Jahre befristete Aufenthaltsgenehmigung, wie Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwoch erklärte. Der Minister revidierte damit seine anderslautende, vorhergehende Entscheidung im Zuge eines Härtefallverfahrens vom März dieses Jahres. „Ich habe mir den Fall noch einmal sehr genau überlegt, die Entwicklung der familiären und beruflichen Situation in den letzten Monaten angesehen und bin letztlich zu dem Ergebnis gekommen: Diese Familie soll in Deutschland eine faire Chance erhalten, sich ein neues und besseres Leben aufzubauen“, so Schröter, der zugleich betonte, dass es sich um einen „strikte Einzelfallentscheidung“ handle. Serbien ist als sicheres Herkunftsland eingestuft, Asylanträge werden deshalb in der Regel abgewiesen.

Das Stadteilnetzwerk Potsdam West hatte in einem von Politikern, Vereinen und Institutionen unterzeichnetem Brief an Schröter appelliert, seine Entscheidung zu revidieren. Auch eine Online-Petition war gestartet worden, in der sich bislang 5200 Unterstützer für den Verbleib der Familie in der Landeshauptstadt einsetzten. Der siebenjährige Vukain „Vule“ Brkic hat sich in der Potsdamer Breakdance-Szene einen Namen gemacht.

Schröter sagte weiter, er würdige bei seiner jetzigen Entscheidung die „Gesamtumstände“ des Falls. Der Familienvater sei zudem bereits Vollzeit erwerbstätig und spreche ausreichend gut Deutsch. Während ihres bisherigen Aufenthaltes in Deutschland seien die Familienmitglieder auch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. „Mein Eindruck ist, wir haben es mit ehrlichen Leuten zu tun, die sich nachweisbar bemühen, sich in Deutschland durch eigene Anstrengung und Arbeit möglichst schnell gut zu integrieren. Dabei haben sie bereits viel erreicht, an Integrationsbereitschaft mangelt es hier nicht“, hob Schröter hervor.

Der Fall erinnert auch an den Babelsberger Flüchtlingstrainer „Hassan“, der ebenfalls gegen die Abschiebung seiner Familie kämpft.

Von Marion Kaufmann

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