Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Serbische Familie Brkic darf in Potsdam bleiben

Entscheidung von Innenminister Schröter Serbische Familie Brkic darf in Potsdam bleiben

Serbien ist als sicheres Herkunftsland eingestuft. Der Roma-Familie Brkic, die seit 2014 in Potsdam West lebt und gut integriert ist, drohte deshalb die Abschiebung. Nun darf sie bleiben. Vorerst.

Voriger Artikel
Raumwunder aus Holz
Nächster Artikel
Streit im Asylbewerberheim

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD)

Quelle: dpa

Potsdam West. Die von Abschiebung bedrohte serbische Flüchtlingsfamilie Brkic, die seit 2014 in Potsdam West lebt, darf vorerst in Deutschland bleiben. Die Roma-Familie erhält eine auf zwei Jahre befristete Aufenthaltsgenehmigung, wie Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwoch erklärte. Der Minister revidierte damit seine anderslautende, vorhergehende Entscheidung im Zuge eines Härtefallverfahrens vom März dieses Jahres. „Ich habe mir den Fall noch einmal sehr genau überlegt, die Entwicklung der familiären und beruflichen Situation in den letzten Monaten angesehen und bin letztlich zu dem Ergebnis gekommen: Diese Familie soll in Deutschland eine faire Chance erhalten, sich ein neues und besseres Leben aufzubauen“, so Schröter, der zugleich betonte, dass es sich um einen „strikte Einzelfallentscheidung“ handle. Serbien ist als sicheres Herkunftsland eingestuft, Asylanträge werden deshalb in der Regel abgewiesen.

Das Stadteilnetzwerk Potsdam West hatte in einem von Politikern, Vereinen und Institutionen unterzeichnetem Brief an Schröter appelliert, seine Entscheidung zu revidieren. Auch eine Online-Petition war gestartet worden, in der sich bislang 5200 Unterstützer für den Verbleib der Familie in der Landeshauptstadt einsetzten. Der siebenjährige Vukain „Vule“ Brkic hat sich in der Potsdamer Breakdance-Szene einen Namen gemacht.

Schröter sagte weiter, er würdige bei seiner jetzigen Entscheidung die „Gesamtumstände“ des Falls. Der Familienvater sei zudem bereits Vollzeit erwerbstätig und spreche ausreichend gut Deutsch. Während ihres bisherigen Aufenthaltes in Deutschland seien die Familienmitglieder auch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. „Mein Eindruck ist, wir haben es mit ehrlichen Leuten zu tun, die sich nachweisbar bemühen, sich in Deutschland durch eigene Anstrengung und Arbeit möglichst schnell gut zu integrieren. Dabei haben sie bereits viel erreicht, an Integrationsbereitschaft mangelt es hier nicht“, hob Schröter hervor.

Der Fall erinnert auch an den Babelsberger Flüchtlingstrainer „Hassan“, der ebenfalls gegen die Abschiebung seiner Familie kämpft.

Von Marion Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg