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Potsdam Sicherheitsboxen am Griebnitzsee
Lokales Potsdam Sicherheitsboxen am Griebnitzsee
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00:31 18.07.2015
Barbara Debus wohnt am Griebnitzsee und probierte aus, wie sie ein Rad in die Box bekommt und wieder raus. Quelle: Rainer Schüler
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Babelsberg

Überfüllte Stellplatzanlagen, zertretene Räder, geklaute Bikes – das schreckt viele Potsdamer davon ab, mit dem Rad zur Arbeit oder zum nächsten Bahnhof zu fahren. Das könnte jetzt anders werden. Am Pendlerbahnhof Griebnitzsee im Stadtteil Babelsberg ist am Mittwoch ein landesweit einmaliges Bike & Ride-Mietboxensystem in Dienst gestellt worden, das Wetterschutz und Diebstahlschutz zugleich verspricht. Die 24 000 Euro teure Dopelstock-Anlage mit zwölf Boxen wird ein Jahr lang getestet; erst dann will die Stadt entscheiden, ob sie das System vom baden-württembergischen Hersteller übernimmt und erweitert.

Matthias Allgeyer (li.) leitet die Sparte Radparksysteme bei der Kienzler Stadtmobiliar GmbH Hausach; Torsten von Einem ist Potsdams Radverkehrsbeauftragter. Beide sehen das Mietboxensystem als gute Unterstellmöglichkeit für die Besitzer hochwertiger Fahrräderr. Quelle: Rainer Schüler

Bislang sind nach Angaben von Matthias Allgeyer als Chef der Radparksystemsparte der Kienzler Stadtmobiliar GmbH aus Hausach im Schwarzwald drei Boxen für ein Jahr gemietet; das kostet in der elektrifizierten unteren Etage 120 Euro, in der einfachen oberen 100 Euro. Ohne einen 50-prozentigen Zuschuss aus Bundes- oder Landesförderprogrammen ist eine solche Anlage laut Allgeyer für keine Kommune wirtschaftlich zu betreiben; sie spielt nicht schnell genug ihre Anschaffungskosten ein. Mit Zuschuss aber kann sie für die Stadt Gewinn abwerfen.

Das System ist erst vor einem Jahr entwickelt worden und steht in größerer Stückzahl außer in Hausach nur noch am Rande der schweizerischen Stadt Basel. Der Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Burkhard Stock, sieht das Bike&Ride-System (B&R) als willkommene Ergänzung vorhandener Stellplatzanlagen: „Das ist vor allem was für teure Bikes, für Elektrofahrräder zum Beispiel.“ An allen Potsdamer Bahnhöfen könne der Stellplatzbedarf nicht befriedigt werden. „Wer aber auf dem Arbeitsweg am Montagmorgen nicht schnell einen Platz zum Anschließen für sein Bike findet, lässt es die ganze Woche zu Hause“, sagt er. „Die Holländer machen uns vor, wie es geht: Utrecht etwa hat 330 000 Einwohner und allein am Hauptbahnhof 30 000 Fahrradstellplätze.“

Laut von Einem werden am Bahnhof Griebnitzsee kommendes Jahr weitere 150 Bügel für je zwei Fahrräder aufgestellt. Schon dieses Jahr sollen ebensoviele vor den Bahnhof Charlottenhof gestellt werden. Für den Bahnhof Babelsberg gibt es kaum Erweiterungmöglichkeiten; am Bahnhof Sanssouci ist noch nichts geplant. Das Fahrradparkhaus im Hauptbahnhof hat 557 bewachte Plätze zu je 100 Euro im Jahr.

Von Rainer Schüler

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