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Potsdam Silly macht Fans glücklich
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16:39 07.05.2016
Silly im Stern-Center (v. l.): Sängerin Anna Loos, Gitarrist Uwe Hassbecker, Bassist Jäcki Reznicek und Keyboarder Ritchie Barton mit Fan Hans-Helmut Wiencke (M.). Quelle: Christel Köster
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Stern

Silly-Jubel im Stern-Center: Die Fans applaudieren, als mit halbstündiger Verspätung Frontfrau Anna Loos (die sich zunächst hinter einer großen Sonnenbrille versteckt) und ihre Musiker Uwe Hassbecker, Ritchie Barton und Jäcki Reznicek am Samstagvormittag zur Autogrammstunde erscheinen. Seit Freitag ist das neue Album „Wutfänger“ im Handel, die Band befindet sich auf Promo-Tour durch die Republik.

Unter dem Motto „Stars hautnah“ hat der Media Markt die Deutschrocker eingeladen. Zu übersehen sind die Musiker nicht. Sie sitzen auf einem Podium in der Mitte des Einkaufszentrums, dort, wo sich die verschiedenen Gänge treffen. Etwa 100 Silly-Fans stehen an, um sich Vinyl-LPs, CDs, Tassen oder Konzertkarten unterschreiben zu lassen. Und keine Autogrammstunde ohne Erinnerungsfotos! Geduldig posieren die Musiker erst für und dann auch mit ihren treuen Fans.

Überglücklich ist etwa Hans-Helmut Wiencke, angereist aus Alleringersleben (Sachsen-Anhalt). „Ostrock ist super! Dass Silly wieder so viel Erfolg haben, ist auch Annas Verdienst“, schwärmt der 67-Jährige. Ab Mitte der 1990er hat Uta Lindeke (37) aus Berlin-Marzahn zu Ost-Bands wie Silly gefunden. „Die Texte sind klasse. Ich habe fast alle CDs“, sagt sie.

„Ich bin schon seit 1980 Silly-Fan, das sieht man mir vielleicht nicht an, ist aber so“, erzählt Gerald Höpfner (49). „Melodien und Texte sind stimmig.“ Der Michendorfer hat unzählige Auftritte der Band gesehen, 1982 beispielsweise im Lindenpark und im Blauhaus an der Heinrich-Mann-Allee. „Mein Onkel war Parteifunktionär, der hat mir Tickets besorgt.“ Von Anna Loos, die auf die verstorbene Sängerin Tamara Danz folgte, sei Höpfner „von Anfang begeistert“ gewesen. Einmal habe er sogar mit Silly zusammengearbeitet – beim Videodreh zu „Alles Rot“, 2010 in Beelitz-Heilstätten. Höpfner sei nach der letzten Klappe zuständig gewesen, den Drehort wieder fit zu machen.

Warum das dritte Album mit Anna Loos „Wutfänger“ heißt, hat die Sängerin und Schauspielerin in Interviews erklärt: Der Wutfänger solle wie ein Traumfänger funktionieren und die Wut der Leute einfangen. Nicht wütend, aber erschöpft sehen die Musiker aus. „Wir sind seit zwei Wochen unterwegs, fahren von einem Promo-Termin, Radio-Interview und Fernsehauftritt zum nächsten“, erzählt Gitarrist Uwe Hassbecker. Am Freitagabend saßen sie in der NDR-Talkshow in Hamburg, der erste Termin am Sonnabend war im Stern-Center. Dort ist die Autogrammstunde nach 40 Minuten schon wieder vorbei. Die Band muss weiter. In Halle und in Dresden warten die nächsten Fans darauf, ihre Stars zu erleben.

Von Ricarda Nowak

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