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Potsdam Sinfonieorchester Collegium musicum spielt Swing und Salieri
Lokales Potsdam Sinfonieorchester Collegium musicum spielt Swing und Salieri
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20:21 08.03.2016
Klassik auf dem Weberplatz in Potsdam-Babelsberg mit dem Dirigenten Knut Andreas (r.). Quelle: FOTO: Christel Köster
Potsdam

Mit der Uraufführung eines Werkes des Potsdamer Komponisten Hans Chemin-Petit startet das Sinfonieorchester Collegium musicum in die diesjährige Saison. 1924 hat der damals 22-jährige Chemin-Petit sein „Intermezzo – Scherzo für großes Orchester“ komponiert. „Wir haben das Manuskript aus der Akademie der Künste ausgeliehen und mit dem handgeschriebenen Material gearbeitet. Jetzt gelangt es wieder an den Ort seiner Entstehung“, freut sich Knut Andreas, künstlerischer Leiter des Collegium musicum. Und nicht nur das: Hans Chemin-Petit hat 1945 das Collegium musicum gegründet, das mittlerweile das dienstälteste Orchester der Landeshauptstadt ist. Neben Chemin-Petit werden am 19. März in der Friedrichskirche in Potsdam-Babelsberg Werke der beiden polnischen Komponisten Witold Lutoslawski und Henryk Górecki zu hören sein. Den Solopart übernimmt der taiwanesische Flötist Shih-Cheng Liu.

Im Mai gibt es dann ein Wiedersehen mit dem Gastdirigenten Parcival Módolo, der sich seit mittlerweile vier Jahren immer mal wieder auf die lange Reise von Brasilien nach Potsdam macht, um mit dem Orchester Konzertprogramme zu erarbeiten. Diesmal geht es ganz klassisch zu: Am 28. Mai stehen in der Friedrichskirche Beethoven, Mendelssohn und Salieri auf dem Programm. „Unser Motto im Mai ist Italien“, sagt Knut Andreas. „Wir streifen mit den Sinfonien durch das Land zwischen Adria und Mittelmeer.“

Auf gutes Wetter hoffen Knut Andreas und die 70 Musiker des Orchesters für das Open-Air-Spektakel „Klassik am Weberplatz“ am 2. Juli. Die 2009 vom Collegium musicum ins Leben gerufene Reihe zieht stets mehr als 1500 Besucher an und steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Swing. Marc Secara singt legendäre Hits von Cole Porter, Frank Sinatra, Barbra Streisand, Robbie Williams und Michael Bublé. Begleitet wird der Absolvent der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ dabei von Joe’s Bigband aus Fürstenwalde und dem Sinfonieorchester. Und das Schönste: Es darf wieder getanzt werden. Wie zur ersten „Klassik am Weberplatz“ wird wieder eine Tanzfläche aufgebaut, denn wer kann schon bei solcher Musik die Füße still halten. Wie gewohnt werden die Babelsberger Händler für das leibliche Wohl sorgen. Decken und Sitzgelegenheiten sollten mitgebracht werden.

Zur Weihnachtszeit lädt das Orchester zu „Hänsel und Gretel“ unter Palmen in die Biosphäre ein. Die Premiere von Humperdincks Märchenoper in tropischer Kulisse ist am 9. Dezember geplant.

Von Claudia Palma

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