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Skater ignorieren Stiftungs-Ultimatum

Streit in Potsdamer Welterbepark Skater ignorieren Stiftungs-Ultimatum

Die Skater haben die von der Schlösserstiftung gesetzte Frist zur Beseitigung ihrer illegal errichteten Halfpipe am Rande des Parks Babelsberg verstreichen lassen. Die Stiftung hat weitere Schritte angekündigt. Die Stadt stellte den Skatern unterdessen eine „Nutzungsuntersagung“ zu.

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„Preußens Punks und Potsdams Parks“.

Quelle: Jörg Hafemeister

Babelsberg. Die von der Schlösserstiftung gesetzte Frist zur Beseitigung der illegal errichteten Skate-Anlage ist am Mittwoch um 9 Uhr verstrichen, ohne dass die Aufforderung befolgt wurde. Nachdem am Vorabend die Eröffnung der Halfpipe am Havelufer nahe der Humboldtbrücke gefeiert wurde, trafen sich am Mittwoch ab 8 Uhr rund 20 Jugendliche zum Frühstück neben ihrem neuen Freizeitsportgerät. Stiftungssprecher Frank Kallensee sagte am Mittwoch auf MAZ-Anfrage, die Stiftung werde nun die „notwendigen Schritte“ einleiten, um den „rechtskonformen Zustand auf ihrem Grundstück wiederherzustellen“.

Wie berichtet, befindet sich die neben dem alternativen Kulturzentrum „La Datscha“ errichtete Anlage auf dem Gelände der Stiftung und damit im Welterbegebiet. Während die Stiftung bereits vor Tagen argumentierte, die illegal errichtete Anlage könne schon deshalb nicht hingenommen werden, verweisen die Erbauer und die sie unterstützende Fraktion Die Andere auf den Flächennutzungsplan, der diesen Abschnitt als „Grünfläche mit dem Nutzungsschwerpunkt Sport“ ausweise.

Bei der Eröffnungsfeier am Dienstagabend

Bei der Eröffnungsfeier am Dienstagabend.

Quelle: Claudia Jonov

Auch Linken-Kreischef Sascha Krämer verteidigt: „Dieser Platz ist jenseits von Touriströmen, Schlössern und steht auch in keiner Sichtachse.“ Der Schlösserstiftung wirft er „kleinliches“ Agieren vor: „Wie kleinlich mutet da die Reaktion der Stiftung in Bezug auf ,La Datscha’ an. Wen stört sie? Wen behindert sie? Kommen deswegen weniger Menschen in den Park? Wird Weltkulturerbe zerstört?“ Potsdam sei „mehr als seine Parks“, so Krämer: „Potsdam definiert sich über die Menschen die hier leben und die Stadt auf eine vielseitige Art und Weise bereichern.“

Ein Polizeisprecher erklärte am Mittwoch, vor einer Räumung müssten die Ansprüche der Schlösserstiftung zunächst „zivilrechtlich“ geklärt werden.

Rathaussprecherin Christine Homann bestätigte auf MAZ-Anfrage, dass die Stadt für die Anlage am Dienstagabend eine „Nutzungsuntersagung“ ausgesprochen hat. „Dies geschah, weil die Anlage ohne Beachtung grundlegender bauordnungsrechtlicher Sicherheitsanforderungen gebaut wurde, somit die Standsicherheit sowie eine sichere Benutzung nicht gewährleistet sind und eine Gefahr für Leib und Leben nicht auszuschließen ist. Wir gehen davon aus, dass die Nutzungsuntersagung vor diesem Hintergrund und im Sinne der eigenen Sicherheit auch eingehalten wird.“

Von Volker Oelschläger

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