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So lässt es sich baden im neuen „blu“

Potsdam So lässt es sich baden im neuen „blu“

Das Potsdamer Erlebnisbad „blu“ öffnet am 7. Juni offiziell seine Türen. Gewinner einer Verlosung konnten schon jetzt vom Drei-Meter-Turm springen, Bahnen ziehen und die Rutsche hinabsausen. Die MAZ war dabei und hat sich bei den Gästen umgehört.

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Ein Mehrzweckbad mit einem Kanal, der künstliche Strömungen erzeugt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Rutsche haben Andreas Fuchs und seine Tochter Celina (9) schon getestet. „Na, klar. Mit so einem Doppelreifen“, sagte der Papa. „Die war toll“, pflichtete ihm seine Tochter bei. Die lange, teilweise stockdunkle Rutsche ist eine Attraktion des neuen Potsdamer Schwimmbades „blu“, das am 7. Juni offiziell eröffnet wird. Andreas Fuchs war einer von zehn MAZ-Lesern, die das Erlebnisbad vorab mit einer Doppelkarte beim Probebaden testen konnten.

Seit halb Elf war Fuchs mit seiner Tochter und dem Opa in dem Schwimmbad. „Ein bisschen fehlt hier noch“, sagte er. „Uhren, Bilder und die Musik vermiss ich auch“, nannte er Beispiele.

Papa Andreas Fuchs mit seiner Tochter Celine

Papa Andreas Fuchs mit seiner Tochter Celine

Quelle: Bernd Gartenschläger

In dem neuen Spaßbad fehlt noch ein wenig die Atmosphäre: die Wände sind nicht alle unter Putz, der Außenbereich ist noch nicht zugänglich und Pflanzen fehlen ebenfalls. „Wir müssen noch Kleinigkeiten ausbessern“, sagte auch Bad-und Betriebsleiter Björn Meding. Dafür sei ein Testlauf gut, um eventuelle Fehler auszubessern, so Meding weiter.

Kleine Fehler ergaben sich im hebbaren Lehrschwimmbecken: Die Anzeige zeigte eine andere Höhe an, als das Becken tief war. Mit der Folge, dass eine junge Frau, die gebeten worden war, die Höhe zu testen, nicht stehen konnte. „Das wird noch überprüft“, sagte Schwimmmeister Marc Fischer. Der Potsdamer ist mit seinen Kollegen aus dem Bad am Brauhausberg in das neue Bad umgezogen. „Es wurde wirklich Zeit, dass das neue Schwimmbad kam“, sagte er – und freut sich auf die kommende Saison. Auch Kollege und Rettungsschwimmer Benedikt Hinkemann kann es nicht erwarten, bis es losgeht. „Das Bad hier ist doch kein Vergleich zu dem Vorigen“, sagte Hinkemann. Bisher sei der Vormittag ruhig verlaufen, berichtete er. Von den 500 erwarteten Gästen seien aber auch noch nicht alle gekommen. „Bestimmt zum Nachmittag“, vermutete er und drückte einem jungen Badegast einen großen Reifen zum Rutschen in die Hand.

Eine junge Frau wagt den Sprung vom Drei-Meter-Turm

Eine junge Frau wagt den Sprung vom Drei-Meter-Turm.

Quelle: Bernd Gartenschläger

„Auf die Rutsche darf man nur mit Reifen oder Matte“, erklärte er. Wie früher, mit blanken Po die Wasserbahnen möglichst schnell hinuntersauen, ist nicht erlaubt. „Sonst bleibt man womöglich auch stecken“, so Hinkemann. Und tatsächlich: nach etwa drei Vierteln der Strecke wird die Rutsche breiter, flacher und erinnert an die Ausläufer eines Flussdeltas. Doch so tückisch wie die Natur ist auch die Rutsche: Am Ende verschluckt die Rutsche den Badegast samt Reifen in einer Vertiefung und spült ihn tosend hinaus. Da reicht nur noch ein schneller Blick auf die Anzeigetafel. Doch nicht etwa die Zeit wird erfasst, sondern die Geschicklichkeit. Bei der Abfahrt können die Wasserfreunde große, weiße Kreise drücken. Da ist Schnelligkeit gefragt. Nicht so einfach, wenn in dem dunklen, spärlich beleuchteten Tunnel Discomusik, Delfingeräusche oder Schreie ertönen. Beim Start kann der Abenteurer zwischen drei Klangerlebnissen wählen, die einen auf dem Weg nach unten begleiten.

Anna (4) und Charlotte (5) aus Potsdam im Familienbereich

Anna (4) und Charlotte (5) aus Potsdam im Familienbereich

Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Familienbereich war an diesem Tag eindeutig beliebter als das Sportbecken mit seinem 50-Meter-Bahnen. Lediglich ein paar sportliche Schwimmer zogen eisern ihre Bahnen. Sportlich ging es aber auch im Lehrbecken zu. Etwa 25 Badegäste hopsten an bunten Badenudeln im Becken auf und ab. „Aqua-Fitness“, erklärte Schwimmmeister Fischer den Kurs. Im „blu“ werden verschiedene Kurse angeboten: etwa Rehabilitationssport, Wassergymnastik, aber auch Baby-und Erwachsenenschwimmen.

Ein wenig ruhiger ging es auf den Wasserliegen zu, die zwischen dem Babybecken und der Rutsche zu finden sind. Besonders hier: Durch die Düsen wird der Badegast immer mal wieder massiert und kann sich entspannt das Treiben um ihn herum anschauen. Von den Liegen führt der Blick hinauf in den Gastrobereich, wo hauptsächlich Pizza angeboten wird. Aber auch die für ein Schwimmbad obligatorischen Pommes werden dort serviert.

Gut 1000 Schränke sind im Sport-und Freizeitbereich verbaut worden. Noch mal 350 Schränke im Saunabereich.

Mit dem Rad ins Schwimmbad: 400 Fahrradstellplätze warten auf die Schwimmer, dagegen nur 105 Pkw-Plätze. Mit der Bahn ist die Anreise ebenfalls einfach: Das Schwimmbad ist 250 Meter vom Hauptbahnhof entfernt.

114 Meter lang ist die Reifenrutsche. Auf der Rutsche mit mittleren Schwierigkeitsgrad geht es mit Doppelreifen für zwei oder einer der 25 Matten abwärts.

1600 Quadratmeter misst die Dachterrasse. Dort befindet sich die unter anderem eine Außensauna und ein Meditationsgarten.

Über zehn Bahnen verfügt das 50 Meter lange Sportbecken. Außerdem über einen Ein- sowie einen Drei-Meter-Turm.

Das Lehrschwimmbecken variiert in der Höhe von 1,20 bis 1,80 Meter.

Noch eine Etage weiter hinauf befindet sich der Saunabereich. Zwar können alle fünf Schwitzräume sowie das Hamam bereits genutzt werden, doch ist der Außenbereich noch nicht fertiggestellt und einige Duschen sind ebenfalls noch gesperrt. „Wir schauen, wo Uhren fehlen und hoffen, dass bis nächste Woche alles fertig ist“, sagte eine Mitarbeiterin.

Über die ersten Auswertungsbögen beugte sich zur Mittagszeit auch Betriebsleiter Meding. „Es sind so Kleinigkeiten“, beschrieb er die Makel. „Aber ich hätte nicht gedacht, dass das Bad so gut ankommt“, berichtete er. Er selbst sprang bereits am Vorabend, als alle Arbeiter das Bad verlassen hatten, ins kühle Nass. „Das war ein gutes Gefühl. Jetzt kann es losgehen“, sagte er.

Der Betriebsleiter Björn Meding

Der Betriebsleiter Björn Meding

Quelle: Bernd Gartenschläger

Von Lisa Neumann

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