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Potsdam So läuft’s in Potsdams Beziehungen
Lokales Potsdam So läuft’s in Potsdams Beziehungen
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13:56 08.07.2017
Sansibar könnte schon bald eine Stadtpartnerschaft mit Potsdam haben.   Quelle: dpa
Potsdam

 Städtepartnerschaften – das ist Völkerverständigung von unten. Potsdam pflegt insgesamt sieben Beziehungen zu anderen Städten, unter anderem Perguia in Italien, Luzern in der Schweiz oder Sioux Falls in Amerika. Bald sollen noch zwei neue hinzu kommen. Grund genug, die einzelnen Allianzen einmal unter die Lupe zu nehmen.

Potsdam hat viele Städtepartnerschafen. Die Verbindungen reichen in die Schweiz, die USA, nach Finnland oder Italien. Versailles und Sansibar steht außerdem schon in den Startlöchern. Wir haben uns die Zusammenarbeit genauer angesehen.

2016 schon möchte Potsdam dann die beiden neuen Städtepartnerschaften eingehen. Zuvor müssen die jeweiligen Stadtverordnetenversammlungen den Partnerschaften noch zustimmen.

Schon jetzt laufen die Beziehungen zwischen Versailles und Potsdam sehr gut. Bald soll Versailles offizielle Partnerschaft werden. Quelle: picture-alliance / dpa/gms

Kandidat Nummer eins ist die französische Stadt Versailles. Die intensive Beziehung zwischen Potsdam und Versailles begann, als die Partnerschaft zu Bobigny einschlief – Potsdam scheint sich also für die schönere Schwester entschieden zu haben. Sigrid Sommer vom Stadtmarketing erklärt: „Potsdam und Versailles sind sich sehr ähnlich und haben auch ähnliche Schwierigkeiten. Beide Städte liegen direkt an den Hauptstädten Berlin und Paris, beide werden auf die historischen Schlösser reduziert und sind Touristenhochburgen – allerdings bleiben die Touristen nur kurz.“ 2015 konnte Potsdam mehrere Gastschüler aus Versailles begrüßen, es bestehen Partnerschaften zwischen der Goethe-Grundschule und dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium mit Versailler Schulen.

Partnerstadt in Afrika

Kandidat Nummer zwei, Sansibar, wäre die erste Partnerstadt Potsdams in Afrika. Die Zusammenarbeit mit der Hauptstadt der teilautonomen Republik Sansibar in Tansania stellt die Stadtvertreter vor neue Herausforderungen. „Die Reisekosten sind natürlich schon ganz andere, außerdem sind die Lebenswirklichkeiten komplett verschieden“, erklärt Isabell Sommer, zuständig für die Städtepartnerschaften im Potsdamer Rathaus – und weder verwandt noch verschwägert mit Marketingchefin Sigrid Sommer.

Im Oktober stehen in Sansibar Wahlen an, danach könnte es einen neuen Bürgermeister geben. Ob die bereits unterschriebene Absichtserklärung zur Städtepartnerschaft danach noch Gültigkeit hat, weiß im Potsdamer Rathaus niemand.

Lust auf was Neues

Köln hat 24, Rostock 14, Dresden 13, New York 11, München 7, Heidelberg 6, Teltow 3 und Ulm gar keine. Bei Städtepartnerschaften ist es wie im richtigen Leben: Manche unterhalten einen richtigen Harem, andere mögen’s zu dritt, ein paar vertiefen seit Jahrzehnten ein und dieselbe Jugendliebe. Und wohin will Potsdam? Hat Lust auf was Neues. Von sieben auf neun soll das Partner-Portfolio anwachsen. Versailles hat man sich angelacht – standesgemäß! Und Sansibar – arm, aber exotisch und schön. Wieso auch nicht? Man muss die ganze Bande nur ab und zu – und reihum – zum Eis einladen.

Von Saskia Popp

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