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Potsdam So rüstet die Polizei für den Demo-Mittwoch auf
Lokales Potsdam So rüstet die Polizei für den Demo-Mittwoch auf
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14:09 19.01.2016
Chaos am 11. Januar 2016 am Bassinplatz. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Mit einem massiven Aufgebot von mehr als 800 Mann will die Polizei Krawallen im Umfeld des Pegida-„Abendspaziergangs“ in Potsdam am Mittwoch vorbeugen. Nach MAZ-Informationen hat das Polizeipräsidium dafür auch Wasserwerfer aus Hamburg angefordert.

Neben den vier Hundertschaften der Brandenburgischen Landespolizei sollen zwei Hundertschaften aus Berlin hinzugezogen werden. Die Bundespolizei ihrerseits soll ebenfalls 200 Beamte beisteuern – zudem sollen weitere Beamte aus dem ganzen Land dafür sorgen, dass eine erneute Gewalteskalation wie am Montag vor einer Woche ausbleibt, als – je nach Quelle – acht bis 20 Polizisten sowie Demo-Teilnehmer durch Angriffe aus der linken Szene verletzt wurden. Es waren die gewalttätigsten Ausschreitungen seit zehn Jahren. Die Polizei war von der großen Teilnehmerzahl auf beiden Seiten überrascht worden und will deshalb nun Stärke demonstrieren.

Keine Flaschen rund um den Bassinplatz

Die Stadt Potsdam verhängte ein Glasverbot, gültig am Mittwoch von von 17 bis 24 Uhr auf dem Bassinplatz und in den umliegenden Straßen. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ – Vorsitzender ist Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) – und die Polizeiführung riefen am Montag zu friedlichen Gegenkundgebungen auf – etwa um 18 Uhr auf dem südlichen Bassinplatz. „Gewalttätige Ausschreitungen schaden der Demokratie und dem Ansehen der Landeshauptstadt“, sagte Jakobs.

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Potsdam, 11. Januar 2016: Die Pegida-Demo in Potsdam mit rund 150 Teilnehmern wird nach wenigen Minuten beendet. Doch aus den Reihen der Gegendemonstranten beginnen Krawalle, die die Potsdamer Innenstadt stundenlang lahmlegen.

Die Situation ist auch deshalb brenzlig, weil gleichzeitig im nahen Stadtschloss der Neujahrsempfang der Landesregierung stattfindet. Die Polizei hat nach MAZ-Informationen die Devise ausgegeben, auf keinen Fall Auseinandersetzungen im Umfeld des Parlaments zuzulassen. Dort soll das Festprogramm wie geplant ablaufen.

Mobilisierung auf beiden Seiten

Die Szene auf beiden Seiten des politischen Spektrums mobilisiert ihre Anhänger. Christian Müller, Organisator der Pegida-Demo, sagte der MAZ, er habe 1000 Teilnehmer angemeldet. Gleichgesinnte aus Oranienburg hätten ihr Kommen angekündigt, außerdem Pegida-Anhänger aus anderen Städten und Gemeinden. Die Polizei habe ihm zugesagt, er und seine Anhänger würden diesmal tatsächlich zum Spazieren kommen – das war ihnen beim letzten Mal von den Gegnern verwehrt worden. Die haben für Mittwoch bereits fünf Gegendemonstrationen angemeldet – für mehrere Plätze in der Stadt.

Am Freitag gilt ebenso erhöhte Alarmstufe: Dann demonstriert die Partei AfD auf dem Alten Markt unter dem Motto: „Die Würde der Frau ist unantastbar.“

Von Ulrich Wangemann

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