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Potsdam Soldatenkönig: Streit um Statue im Lustgarten
Lokales Potsdam Soldatenkönig: Streit um Statue im Lustgarten
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19:26 26.10.2016
Verschmäht: Potsdam will keine Soldatenkönig-Statue. Quelle: Archiv
Innenstadt

Empörung über das verschmähte 50 000-Euro-Erbe, das der Stadt eigentlich von einem Spender zugunsten der Wiedererrichtung der Soldatenkönig-Statue im Lustgarten zugedacht war: „Das Erbe auszuschlagen, ist ein Fehler“, erklärte der Vorsitzende des Bauvereins für den Stadtkanal, Willo Göpel, am Mittwoch. Wie berichtet, hat die Stadt auf das angebotene Erbe, das an die Wiedererrichtung der historischen Soldatenkönig-Statue geknüpft war, verzichtet. Das Denkmal stammte aus der wilhelminischen Epoche.

„Den Soldatenkönig kann Potsdam nicht verdrängen“

Saskia Hüneke, Bauexpertin der Grünen und beruflich bei der Schlösserstiftung tätig, hatte die Entscheidung der Stadt im MAZ-Gespräch ausdrücklich befürwortet. Sie habe „ein Problem damit, den Denkmalkult des 19. Jahrhunderts in Form von Nachgüssen wiederzubeleben“.

Vereinschef Willo Göpel ist von Hause aus Historiker. Quelle: Bernd Gartenschläger

Historiker Göpel widersprach Hüneke am Mittwoch vehement: „Den Soldatenkönig zu verdrängen, wird in Potsdam nicht funktionieren.“ Zu sehr sei die Geschichte der Stadt mit dem König verwoben. Dieser habe Potsdam zu wirtschaftlicher Blüte verholfen. Göpel: „Friedrich Wilhelm I. war nicht nur der Begründer des Stadtkanals, sondern der eigentliche Gründer unserer Stadt.“ Städte wie Neuruppin hätten kein Problem mit der Aufstellung von Standbildern des Soldatenkönigs. Auch Berlin bekenne sich zu dem Monarchen. In der Bundeshauptstadt befinde sich das Denkmal des Königs sogar „ohne Beanstandung“ vor der Bundeszentrale der Linken, gibt Göpel zu Bedenken. Er befürwortet die Aufstellung des Soldatenkönigs im Lustgarten, allerdings unter Verzicht auf den militaristisch dekorierten Sockel der Statue.

Die Lustgarten-Architekten Albert Dietz und Anett-Maud Joppien würden auch grünes Licht für die Aufstellung geben, vorausgesetzt es wird auf das militärische Beiwerk verzichte

Von Ildiko Röd

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