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Potsdam Sonnenfinsternis im Neuen Garten
Lokales Potsdam Sonnenfinsternis im Neuen Garten
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17:08 14.06.2018
Stiftungs-Generaldirektor Hans-Joachim Giersberg bei der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 vor dem Schloss Cecilienhof. Quelle: Joachim Liebe
Sanssouci

Als der Generaldirektor der Schlösserstiftung Hans-Joachim Giersberg (1938-2014) und Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck (SPD) am 11. August 1999 vor das Schloss Cecilienhof treten, erlischt der Tag für Augenblicke. Eine totale Sonnenfinsternis schiebt sich ins Begleitprogramm der Pressekonferenz zur ersten Potsdamer Schlössernacht, die am 21. August Zehntausende Gäste in den Park Sanssouci und den Neuen Garten locken wird.

Stiftungskonservatorin Gabriele Horn. Quelle: Volker Oelschläger

Für die Schlösserstiftung wird es in diesem Jahr noch viel mehr zu feiern geben. Der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) bestätigt am 2. Dezember 1999 in Marrakesch eine zweite beträchtliche Erweiterung der Potsdamer Welterbelandschaft. Seit 1994 liefen die Vorbereitungen dafür, sagt Gabriele Horn, die zu der Zeit im Potsdamer Amt für Denkmalpflege arbeitete, bevor sie 1999 als Chef-Konservatorin zur Schlösserstiftung wechselte.

Im Dezember 1990 waren auf einer Sitzung des Unesco-Welterbekomitees im kanadischen Banff mit dem Schlosspark Sanssouci, dem Park Babelsberg und dem Neuen Garten in Potsdam, sowie dem Park Glienicke und der Pfaueninsel erste 500 Hektar der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft in die Welterbeliste aufgenommen worden. 1992 folgten Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche.

„1994 hat man angefangen zu überlegen, welche Gebiete noch dazu gehören“, sagt die Stiftungskonservatorin, „darunter waren auch Gebiete, die unmittelbar nach dem Mauerfall noch militärisch genutzt wurden.“

Im Dezember 1999 wuchs das Welterbegebiet um 14 Positionen, darunter die Lindenallee westlich des Neuen Palais, der Kaiserbahnhof, die Kolonie Alexandrowka mit dem Kapellenberg, das Pfingstberg-Belvedere, die Villa Henckel mit Garten und das Mirbachwäldchen, auf mehr als 2000 Hektar an.

Mittelfristig plädiere sie für eine erneute Erweiterung des Weltkulturerbes, sagt Gabriele Horn. Ergänzungsvorschläge publizierte sie erstmals 2011 in einem Fachblatt von Icomos.

In Potsdam empfiehlt sie die Neu-Eintragung des Jagdschlosses Stern und der Moschee an der Havelbucht, im nahen Umland Park und Schloss Caputh sowie Park und Schloss Paretz.

Das Jagdschloss Stern sei schon 1990 in der Stellungnahme von Icomos zum ersten Potsdamer Antrag auf Aufnahme in die Unesco-Welterbeliste erwähnt worden, damals aber nicht berücksichtigt worden.

MAZ-Serie „1000 plus 25 Jahre Potsdam“

„Mitte(n) im Leben“ ist der Titel eines Festes, mit dem am 8. Juli auf dem Alten Markt der 1025. Geburtstag der Landeshauptstadt Potsdam gefeiert wird. Mit dem Fest soll unter dem Motto „1000 plus 25 Jahre“ vor allem auf die Zeit seit der 1000-Jahrfeier 1993 zurück geblickt werden.

Zur Einstimmung laden wir unsere Leser in einer Serie „1000 plus 25 Jahre Potsdam“ zu einer Zeitreise ein. Jedem Jahr soll beginnend mit dem Jubiläum der Rückblick auf eine Episode, ein Ereignis gewidmet sein, das in besonderer Weise prägend war oder das eine ganz eigene Perspektive auf die jüngste Stadtgeschichte öffnet.

Bisher erschienen:

Kunst-Skandal zur 1000-Jahrfeier 1993 – die „Fontanelle“

Schießerei im KGB-Städtchen – der Abzug der Russen 1994

Boheme auf Abwegen – Neueröffnung des Café „Heider“ 1995

„Einkaufen? Eine Katastrophe.“ – Die Stern-Center-Eröffnung 1996

Wilder Osten – Der Potsdam-Center-Skandal 1997

Die SPD steht hinter mir – Abwahl von OB Horst Gramlich 1998

Von Volker Oelschläger

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