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Spielbank-Pläne für die Speicherstadt

Stadtentwicklung in Potsdam Spielbank-Pläne für die Speicherstadt

Das Casino „Joker’s Garden“ am Potsdamer Lustgarten residiert zwar in einem denkmalgeschützten Bau, aber der ist den modernen Anforderungen des Spielbankbetriebs nicht mehr so richtig gewachsen. Nun bietet sich eine neue Perspektive auf der anderen Seite der Havel. Im Nutzungsplan des favorisierten Speicherstadt-Investors ist jedenfalls eine Spielbank eingeplant.

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Zu besonderen Anlässen zieren Glücksfeen die Spielertische im „Joker’s Garden“.

Quelle: Christel Köster

Templiner Vorstadt. Die Potsdamer Spielbank könnte in absehbarer Zeit die Seiten wechseln: Und zwar von der einen Seite der Havel auf die andere. Seit 2002 hat die Spielbank ihren Sitz in einem Barockbau am Lustgarten. Doch nun tun sich neue Möglichkeiten jenseits der Havel in der nördlichen Speicherstadt auf, wo die kommunale Immobilienholding Pro Potsdam derzeit in den letzten Zügen bei der Investorensuche liegt.

Die Rahmenbedingungen für den „Seitenwechsel“ vom Lustgarten hinüber zum künftigen Top-Standort am Fuß des Brauhausbergs sind formal jedenfalls gegeben: Laut dem Bebauungsplan „Nördliche Speicherstadt/Leipziger Straße“ können auf dem Areal zwischen der mittleren Speicherstadt und der Langen Brücke unter anderem „Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Kongresszentren, Einzelhandelsbetriebe, Wohnungen, Schank- und Speisewirtschaften, Betriebe des Beherbergungsgewerbes, Boardinghouses, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke“ entstehen. Und: eine Spielbank.

Klar ist: Es soll eine öffentliche Spielbank sein

Wie berichtet, gilt die Projektentwicklungsgesellschaft Asenticon AG als aussichtsreichste Kandidatin bei der Ausschreibung der nördlichen Speicherstadt. Sie will das Areal mit Unterstützung einer Investmentgesellschaft der Familie von Software-Unternehmer Hasso Plattner entwickeln. Teil des vorgelegten Nutzungskonzepts ist eine Spielbank, bestätigt Asenticon-Chef Klaas Vollbrecht: „Es ist auch klar, dass es eine öffentliche Spielbank sein soll.“

Davon gibt es hierzulande aber nur eine: die Brandenburgischen Spielbanken. Die Gesellschaft gehört zur Land Brandenburg Lotto GmbH und unterhält zwei Niederlassungen in Cottbus und Potsdam. Der Mietvertrag für das Casino „Joker’s Garden“ – so der offizielle Name der Spielbank am Lustgarten – läuft in fünfeinhalb Jahren aus. Dann könnten die Standort-Karten neu gemischt werden. „Ende 2021 brauchen wir entweder einen neuen Mietvertrag oder wir müssen uns über einen alternativen Standort klar werden“, so Ingo Edelmann, Kaufmännischer Direktor der Brandenburgischen Spielbanken und Leiter der Spielbank Potsdam. Die Chancen für die Übersiedlung stehen nicht schlecht: „Grundsätzlich können wir uns das vorstellen.“

Ingo Edelmann ist der  Kaufmännische Direktor der Brandenburgischen Spielbanken und Leiter der Spielbank Potsdam

Ingo Edelmann ist der Kaufmännische Direktor der Brandenburgischen Spielbanken und Leiter der Spielbank Potsdam.

Quelle: Bernd Gartenschläger

„Rien ne va plus“ („Nichts geht mehr“) könnte es nämlich im jetzigen Casino-Domizil schon allein aus praktischen Erwägungen heißen. Denn das denkmalgeschützte Gebäude, das um 1750 von Architekt Knobelsdorff erbaut wurde, setzt dem Betrieb ganz reale Grenzen. „Bedingt durch Statik und Raumverteilung sind große Veränderungen nicht mehr möglich“, schildert Edelmann die Situation.

Zwei Ebenen sind nicht mehr zeitgemäß

Auf 650 Casino-Quadratmetern findet man im Erdgeschoss das Automatenspiel mit fast hundert Automaten und in der ersten Etage das klassische Spiel mit Roulette, Blackjack und Poker. Diese Aufteilung ist heute aber nicht mehr zeitgemäß. „Die Verzahnung der beiden Spielbereiche hat zugenommen: Sie werden meist auf einer Ebene untergebracht“, erläutert der Spielbank-Chef. Der Vorteil sind kürzere Wege und mehr Effizienz, etwa durch eine gemeinsame Bar. Außerdem geht der Trend hin zu mehr Firmenfeiern und Freizeit-Events, für die wiederum zusätzliche Räume gebraucht werden. Wegen ihrer zeitlich limitierten Konzession dürfen öffentliche Spielbanken nicht selber bauen, weshalb nur passende Mietobjekte infrage kommen.

Von Ildiko Röd

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