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Potsdam Spritztour mit dem Elektroauto
Lokales Potsdam Spritztour mit dem Elektroauto
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17:55 16.11.2015
EWP-Projektkoordinator Andreas Stiller erklärt auf dem Bürgel-Schulhof den Sechstklässlern das Elektro-Auto von Volkswagen. Quelle: christel köster
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Babelsberg

Überraschung im Unterricht: Plötzlich standen zwei Reporterinnen der Märkischen Allgemeinen Zeitung im Klassenzimmer der 6c. Eine Fotografin und eine Schreiberin besuchten in der vergangenen Woche nach der Frühstückspause die Bruno-H.-Bürgel-Schule in der Karl-Liebknecht-Straße: Weil die 6c am Projekt der „MAZ-Schulreporter“ teilnimmt. Die aufgeweckten, wissbegierigen Kinder schmökern täglich in Brandenburgs buntesten Seiten. Mit großer Freude! „Sport und Politik sind sehr interessant“, lobte Noah Giebe (11). Klassenkamerad Marius Jacobs fand in einer Ausgabe die Versteigerung des Nachlasses von Winnetou-Darsteller Pierre Brice, insbesondere der „Silberbüchse“, am spannendsten. Ansonsten mag der Zwölfjährige Fußball-Storys: „Ich kicke selbst.“ Toll fanden die Kinder außerdem die klare thematische Unterteilung der MAZ, die Abwechslung von langen und kurzen Texten: „Gut, dass kein Platz verschwendet wird.“ Das „Schulreporter“-Projekt trage dazu bei, die Lesekompetenz zu fördern, sagte die 6c-Klassenlehrerin Michaela Jüngling. Sie unterrichtet Deutsch, Mathe und Geografie.

Die Kinder nähern sich nicht nur übers Lesen oder Kreuzworträtsellösen ihrer Regionalzeitung, sondern auch auf ungewöhnliche Weise – und haben die Zeitung gewogen! So staunten die Reporterinnen nicht schlecht, dass an einem durchschnittlichen Montag die MAZ etwas mehr als eine Tafel Schokolade – nämlich 125 Gramm –, dienstags wegen der TV-Beilage „Prisma“ dagegen 175 Gramm wiegt. Wieder etwas gelernt!

Beim Projekt „MAZ-Schulreporter“ beschäftigen sich bis zum 5. Dezember Mädchen und Jungen der 3. bis 6. Klassenstufe täglich mit Nachrichten aus aller Welt, Deutschland und der Region. Nun werden die Sechstklässler der Bürgel-Grundschule mit ihrem Lob, aber auch mit ihrem Tadel selbst Teil dieser Zeitung. Denn die aufmerksamen Nachwuchsleser monierten Rechtschreibfehler. Ups!

Der Versuch einer schwachen Ausrede seitens der schreibenden Reporterin: „Hm, das kann schon mal passieren.“ Warum? Ja, weil manchmal Artikel in kurzer Zeit beendet werden müssen und dann etwa Buchstabendreher in der Eile nicht auffallen. Ein Argument, das im Schuldiktat allerdings nicht zöge. Deshalb das Versprechen an dieser Stelle, beim Artikelschreiben noch mehr aufzupassen!

Weitere Abwechslung während des Unterrichts der 6c: Immer wieder huschten an diesem Morgen die Mädchen und Jungen aus dem Klassenraum. In Dreiergruppen stiegen sie bei Andreas Stiller, Projektkoordinator Vertrieb bei der Stadtwerke-Tochter Energie und Wasser Potsdam (EWP), ins Elek-troauto. Etliche Spritztouren durch den Babelsberger Kiez unternahm er mit den Kindern. Sie erlebten statt eines satten Motorensounds die große Stille beim Fahren. „Wow, wie leise das Auto ist“, staunten die Schüler beim Aussteigen. Anschließend erzählte Stiller von den Eigenheiten der elektrisch betriebenen Wagen, von denen für die Stadtwerke vier Modelle durch Potsdam rollen. Er demonstrierte, wie das Elektroauto „betankt“ wird: per Stromkabel. Bis zu acht Stunden dauert das Laden über eine normale Steckdose. Wesentlich schneller geht’s an einer Ladesäule. Durchschnittlich 150 Kilometer weit kann man mit einer vollen Batterie – die stolze 320 Kilogramm wiegt – fahren. „Bis zur Ostsee kommt man damit nicht“, so Stiller. Und tatsächlich sind Elektroautos, die kein Kohlendioxid auspesten und somit für bessere Luft sorgen, am praktischsten im Stadtverkehr. Nebenbei verriet Stiller, dass in den kommenden Monaten weitere vier Ladesäulen in Potsdam aufgestellt werden sollen. In Golm, am Stern-Center, bei den Bahnhofspassagen und in der Nähe des künftigen Sport- und Freizeitbades am Brauhausberg.

Dank des „Schulreporter“-Projekts in Kooperation mit dem Institut Pro Media Maassen entdecken jährlich rund 10 000 Mädchen und Jungen im Land Brandenburg die Märkische Allgemeine Zeitung.

Von Ricarda Nowak

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