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Stabwechsel im Shoppingparadies

Neuer Manager im Sterncenter Potsdam Stabwechsel im Shoppingparadies

Frank Kosterka (37) ist der neue Manager im Sterncenter. Der gebürtige Brandenburger ist mit der Bundeswehr durch ganz Deutschland gezogen. Noch pendelt er zwischen Nürnberg und Potsdam, doch im Sommer will er endgültig mit der Familie in heimatliche Gefilde zurückkehren.

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In Potsdam daheim, in der Welt zu Hause

Frank Kosterka (37) ist der neue Manager des Sterncenters.

Quelle: Friedrich Bungert

Am Stern. Frank Kosterka hat nicht gezählt, wie oft er sich in den vergangenen sechs Wochen vorgestellt, in wie viele neue Gesichter er geschaut, wie viele Hände er geschüttelt hat. Es waren viele.

Heute kommt ein weiterer Antrittsbesuch hinzu: Der neue Manager im Sterncenter ist bei Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) eingeladen, der sich vor nicht allzu langer Zeit zum 20-jährigen Bestehen als großer Fan des Shoppingtempels am Rande der Landeshauptstadt outete. Dort kaufe er immer seine Hemden und Krawatten – und zwar selbständig, verkündete Jakobs bei der großen Center-Geburtstagsparty im Herbst.

Vielleicht also tauschen Frank Kosterka und der OB, wenn die Förmlichkeiten erledigt und die obligatorischen Gesprächsthemen wie die Zukunft des Centers und die Regelung der Sonntagsöffnungszeiten vom Tisch sind, ein paar Modetipps aus. Wie man in einer neuen Stadt Fuß fasst, braucht der einst zugereiste Stadt-Chef dem gerade erst zugereisten Center-Chef sicher nicht zu erklären. Frank Kosterka ist zwar erst 37 Jahre alt, aber er ist ein gutes Stück herumgekommen.

Aufgewachsen in Frankfurt an der Oder

Frank Kosterka ist ein Brandenburger und kehrt nun nach Jahren in der Ferne wieder zurück in heimatliche Gefilde. Geboren und aufgewachsen in Frankfurt (Oder), kehrte er der Stadt nach dem Abitur zunächst den Rücken. Er ging zur Bundeswehr, schlug die Offizierslaufbahn ein und blieb 13 Jahre bei der Truppe. In dieser Zeit nutzte er nicht nur die militärischen, sondern auch die zivilen Karrieremöglichkeiten und studierte Betriebswirtschaftslehre in Hamburg.

In Frankfurt (Oder) geboren

In Frankfurt (Oder) geboren: Frank Kosterka.

Quelle: Friedrich Bungert

„Als Soldat habe ich ganz Deutschland kennengelernt“, sagt Frank Kosterka, der auch im Auslandseinsatz war. „Ich war sieben Monate in Bosnien – in Sarajewo. Das war aber schon in der ruhigen Phase. Ich habe keine aktiven Kampfhandlungen miterlebt.“

Über Augsburg, Wien, Hamburg, Wolfsburg, Nürnberg nach Potsdam

Im Jahr 2012 quittierte er den Dienst, verließ die Bundeswehr und kam über deren Berufsförderungsdienst, der Soldaten unter anderem beim Einstieg in den zivilen Arbeitsmarkt begleitet, mit der ECE in Kontakt. Die ECE entwickelt, plant, realisiert, vermietet und managt große Gewerbeimmobilien wie das Sterncenter. Seither ist Frank Kosterka in dem europaweit agierenden Unternehmen tätig. Wieder reiste er quer durch die Republik, begann in Augsburg, sich ins Centermanagement einzufuchsen, wechselte nach Wien – „eine aufregende Stadt“ –, arbeitete in Hamburg, in Wolfsburg und zuletzt in Nürnberg.

Nun also Potsdam. Hier will er bleiben – zumindest länger als seine beiden unmittelbaren Vorgänger, die jeweils nach rund einem Jahr weiterzogen. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt Frank Kosterka, der von einer besonderen Herausforderung spricht: „In einer Zeit des Umstrukturierens in so ein Haus zu kommen, erschwert das gemächliche Arbeiten.“ Wie berichtet, werden im Sterncenter bis 2018 von den 85 Shops 60 umgebaut.

„Potsdam hat unheimlich viel Potenzial“

Noch pendelt Frank Kosterka zwischen Potsdam und Nürnberg. Im Juli werde er mit der Familie aber nach Potsdam ziehen. Die ältere der beiden Töchter werde dieses Jahr eingeschult, für die Kleine suche die Familie gerade einen Kita-Platz. So schwierig dieses Unterfangen in der Boomtown auch sei: „Potsdam ist eine superschöne Stadt“, schwärmt Kosterka. „Bekannte wohnen hier – wir haben Potsdam immer wieder besucht und so die Entwicklung der Stadt mitverfolgen können.“ Auch die Wirtschaft hat er im Auge behalten. „Ich habe den Eindruck, dass Potsdam unheimlich viel Potenzial hat und alle Wirtschaftsfelder abdecken kann.“ Das komme dem Sterncenter natürlich zupass: „Es ist sehr gut in die Einzelhandelslandschaft in Potsdam integriert.“

Einkaufstempel am Rande der Stadt

Das Sterncenter ist mit einer Verkaufsfläche von 33 000 Quadratmetern und 85 Geschäfte Potsdams größtes Shoppingcenter.

Es gehört der Hamburger ECE Projektmanagenent GmbH & Co. KG, die rund 200 Einkaufszentren betreibt.

Eröffnet wurde das Center am 24. Oktober 1996. Größe und Betrieb waren mit Rücksicht auf den Innenstadthandel von Beginn an mit Auflagen und Einschränkungen verbunden.

Mehr als 24000 Besucher gehen pro Tag im Sterncenter bummeln; dort finden auch Events wie das Internationale Stabhochsprungmeeting statt. nf

Von Nadine Fabian

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