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Potsdam Stadion-Fuchs erliegt Infektion
Lokales Potsdam Stadion-Fuchs erliegt Infektion
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15:16 30.07.2016
Der todkranke Fuchs wurde von der Tierrettung Potsdam eingefangen. Quelle: Hajo von Cölln
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Potsdam

Am Rande des Fußball-Testspiels am Mittwochabend zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem BSC Süd 05 sorgte ein Fuchs für Aufsehen. Er hatte sich gegen Ende des Testspiels auf den Nebenplatz am Karl-Liebknecht-Stadion verirrt.

Scheinbar ziellos lief das Tier zwischen den parkenden Autos, dem Bier- und dem Wurststand hin und her. Das offenbar kranke Tier hatte jegliche Scheu abgelegt. Er fühlte sich nicht gestört durch die Besucher des abendlichen Flutlichtspiels auf dem Kunstrasenplatz. Einige staunende Zaungäste überlegten gar, ob man dem Tier nicht vielleicht eine Wurst spendieren sollte – davon wurde jedoch abgesehen. Zum Glück, denn das Tier war schwer krank und hoch ansteckend. Seine Wunden waren sogar sichtbar.

Sichtbar war der Fuchs in der Gegend schon in den vergangenen Tagen und auch am selben Tage, als das Ordnungsamt der Stadtverwaltung mittags die Tierrettung alarmierte, die schnell anrückte, den Fuchs in der Scheffelstraße sichtete, aber wieder aus den Augen verlor. „Es macht keinen Sinn, ein krankes Tier zu jagen“, erklärte am Donnerstagder Vereinschef der Tierrettung, Michael Breuer, der dann am Abend das Tier am Stadion einfing.

Ohne Scheu irrte der kranke Fuchs durch die Menschengruppe Quelle: Hajo von Cölln

Gegen 21 Uhr war die Tierrettung mit zwei Mann vor Ort. Innerhalb einer Minute hatte Breuer den verwirrten, aber nicht wehrlosen Fuchs mit einer Stangenschlinge eingefangen und in eine Transportbox geführt.

Am späten Abend informierte die Tierrettung über Facebook, dass der eingefangene Fuchs „mit dem Verdacht einer Staupeinfektion“ in die Tierklinik Düppel in Berlin gebracht wurde.

Wie Breuer der MAZ am Donnerstag sagte, waren die Infektionen schwer. Auch zeigte der Fuchs offene Wunden, die vermutlich aus dem Zusammenstoß mit einem Auto rührten.

Donnerstagmorgen dann die traurige Nachricht: der Fuchs musste eingeschläfert werden. In der Klinik, so berichtet die Tierrettung, wurden „aufgrund der fortgeschrittenen Staupeinfektion massive Nervenschädigungen festgestellt, bis hin zu Lähmungen. Außerdem hatte der Fuchs offene und infizierte Wunden an den Hinterläufen“.

Impfen schützt Hunde vor dem Staupe-Virus

  • Hundehalter sollten im Impfpass ihres Tieres kontrollieren, ob ihr Vierbeiner gegen Staupe geimpft ist.
  • Die Viruserkrankung wird von erkrankten Wildtieren wie Füchsen oder Mardern übertragen.
  • Vor allem unter den Füchsen hatte sie sich zuletzt stark ausgebreitet, teilt die Bundestierärztekammer in Berlin mit.
  • Erkrankte Hunde können sich untereinander anstecken.
  • Eine Staupe-Erkrankung kann Hunde im schlimmsten Fall töten.
  • Erste Anzeichen sind hohes Fieber, Mattheit und wenig Hunger.
  • Das Virus kann sowohl Lunge, Darm als auch Nerven befallen und je nachdem zu Husten, Erbrechen, Lähmungen oder Krämpfen führen.
  • Die Infektion lässt sich kaum behandeln, Hunde behalten lebenslang Schäden.
  • Deshalb sollten schon Welpen im Alter von acht Wochen das erste Mal geimpft werden, vier Wochen später das zweite und mit 16 Wochen das dritte Mal.
  • Im 15. Lebensmonat sollte der Schutz wieder aufgefrischt werden.

Von Hajo von Cölln und Rainer Schüler

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