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Potsdam Ehrenamtspreis der Stadt vergeben
Lokales Potsdam Ehrenamtspreis der Stadt vergeben
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14:56 27.06.2018
Burkhard Radtke engagiert sich für die Dorfkirche in Groß Glienicke. Quelle: Rüdiger Braun.
Potsdam

Über die Bandbreite des Potsdamer Ehrenamts staunte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) auch bei der zwölften Vergabe des Ehrenamtspreises durch die Stadt, die ProPotsdam und den Verein Soziale Stadt am Dienstag in der Schinkelhalle. Diese Bandbreite wird durch zwei Preisträger gut illustriert. Burkhard Radtke, Jahrgang 1939, ist schon seit 1991 Kirchenrat in der Gemeinde Groß Glienicke. Er hat sich vor allem für die 750 Jahre alte Dorfkirche eingesetzt. Er sammelte Geld, organisierte Restaurierungen und veranstaltete Konzerte. „Ich bin nach der christlichen Lehre erzogen worden“, sagt er. Radtke wuchs in Groß Glienicke auf. Mit der Kirche verbindet er viele Erinnerungen. Jetzt sieht er den Lohn: „Wir hoffen, dass wir bis Ende dieses Jahres das Kircheninnere wieder im Originalzustand aus dem Jahr 1703 zeigen können“, sagt er. Zufriedenheit gebe ihm dieser Einsatz, sagt Radtke.

Die 36-jährige Sandra Engelbrecht und ihre Familie bekamen wiederum einen Preis für die Entwicklung der Quartiere. Die Deutsch- und Biologielehrerin macht sich ehrenamtlich unter anderem für Bildungsarbeit stark. Kindern von sechs bis zwölf bringt sie außerhalb der Schule viel über die Natur bei. Zum Beispiel lässt sie mikroskopieren und über Kleinstlebewesen im Nuthewasser staunen.

Die Verleiher der Preises wissen, dass ohne Menschen wie Radtke und Engelbrecht das Stadtleben nicht funktionieren würde. Deshalb haben sie rund 400 Ehrenamtliche zu der Veranstaltung geladen, die ein bisschen wie eine Oscar-Verleihung funktioniert: Es gibt Nominierte und am Abend ausgerufene Preisträger. Zu letzteren gehören auch Robert Segner, der ebenfalls Bildungsarbeit leistet, die Lernwerkstatt Deutsch, die Migranten hilft, und Alexander Gorges, der sich unter anderem für das Projekt Habichtwiese in Bornstedt engagiert.

Und weil so viele andere auch etwas tun, würdigen die Moderatoren Jessica Beulshausen und Tim Spotowitz zusätzlich den Einsatz von Marie Blume, Jutta Marbach sowie Kathrin und Thomas Gaede. Diese arbeiten für die Spirellibande, die Schulkindern kostenloses Frühstück anbietet. Erwähnt wird auch die Nachwuchsarbeit von Frank Ditting im Ringerclub Germania, das ehrenamtliche Betreuungsteam des Hospiz- und Palliativdienstes Potsdam, Sunita Rosemarie Singh, die mit psychisch kranken Menschen arbeitet, und das Bündnis Mietenstopp sowie die Initiative „Stadtmitte für Alle“. Gewürdigt werden schließlich Siegbert Butz und das ehrenamtliche Team des Sozialwerks Potsdam, das sich für blinde und sehbehinderte Menschen einsetzt. Für sie und alle anderen gilt, was die Bürgermeisterkandidatin der Linken, Martina Trauth, in einer Mitteilung sagt: Sie halten die Stadt im Inneren zusammen.

Von Rüdiger Braun

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