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Potsdam 24-Stunden-Fest am Tiefen See
Lokales Potsdam 24-Stunden-Fest am Tiefen See
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15:17 11.07.2015
Die Schiffbauergasse auf einer historischen Aufnahme von Manfred Hamm. Quelle: Potsdam-Museum
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Potsdam

Mehr als 25 000 Gäste erwarten die Veranstalter zum sechsten 24-Stunden-Festival „Stadt für eine Nacht“ am 11. und 12. Juli in der Schiffbauergasse. Kern des Festes soll wie in den Vorjahren eine Budenstadt auf dem Vorplatz des Waschhauses mit 33 thematisch höchst unterschiedlichen Abgeboten aus Wissenschaft, Kultur und Handwerk sein.

Den größten Kontrast zu dem turbulenten Leben auf dem Platz verspricht ein vom Potsdam-Museum und seinem Förderverein organisiertes Häuschen mit dem Titel „Zeitmaschine“. Die Aufnahmen des bekannten Fotografen Manfred Hamm zeigen Potsdamer Industrie- und Architekturlandschaften aus den frühen 1990er Jahren, darunter auch die alte Schiffbauergasse mit dem Gaswerk und der Zichorienmühle vor der malerischen Kulisse des Babelsberger Parks.

Benachbarte Häuschen werden für 24 Stunden etwa vom Urania-Planetarium und dem Naturschutzbund, von der Biosphäre und der Universität Potsdam, vom Kunsthaus Sans titre und der Arbeitsgemeinschaft Gegenwartskunst bewohnt. Dabei sind auch die Kulturlobby, die Kulturcamper und das Benefizprojekt Kultür, das freie Plätze in Kulturveranstaltungen an Potsdamer mit geringem Einkommen vermittelt. Erstmals zu Gast ist das Braukontor, das zum Schaubrauen und zum Verkosten einlädt.

Neben dem Städtchen sind sämtliche Kultureinrichtungen am Platz mit mehr als 80 Einzelveranstaltungen beteiligt Das Hans-Otto-Theater, von dessen Intendant Tobias Wellemeyer die Idee für das 24-Stunden-Fest stammt, zeigt aktuelle Stücke wie „Zorn“, „Ladies Night“ und „Zwerge versetzen“ neben Liederabenden, Hörspielen und Lesungen, darunter auch die Hitler-Satire „Er ist wieder da“.

Auch die anderen Häuser am Platz – von der Fabrik über das T-Werk, das Frauenkulturzentrum „Prima Donna“ und das Waschhaus mit seinen vielen Sälen bis zum Fluxus-Museum und dem Theaterschiff sind mit Konzerten, Tanz, bildender Kunst, Performances, Theater, Hörspielen und Parties rund um die Uhr dabei. Das Lindenpark-JWD lädt mit waghalsigen Sprüngen zum Lake-Jumping. Um 18 Uhr startet in der Waschhaus-Arena eine Rollerdisco, ab 20 Uhr gibt es auf der Wiese vor der Waschhaus-Arena eine „Silent-Disco“, bei der in aller Stille zu lauter Musik aus dem Kopfhörer getanzt wird. Um null Uhr starten zeitgleich mit dem Sommertanz am Tiefen See mit DJ Rengo auf der Seebühne des Hans-Otto-Theaters Partys in fast allen Häusern am Platz.

Wie in den vergangenen Jahren gilt für das 24-Stunden-Fest, das von der Stadt mit 140 000 Euro gefördert wird, freier Eintritt. Eine Ausweitung etwa auf 48 Stunden wäre eine „Herausforderung“, die die Kräfte der Beteiligten momentan überfordern würde. Sein Traum, so Intendant Wellemeyer, wäre eine „Sieben-Tages-Stadt“, die über eine Woche hinweg Stück für Stück größer würde.

Von Volker Oelschläger

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