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Anlieger scheitern vor Gericht

Stadt gewinnt Kongsnaes-Verfahren Anlieger scheitern vor Gericht

Mehrfach haben Anwohner der Schwanenallee versucht, den Neubau der königlichen Matrosenstation Kongsnaes zu verhindern. Nach dem Verwaltungs- hat jetzt auch das Oberverwaltungsgericht erklärt, dass beim Projekt des Berliner Investors Michael Linckersdorff alles korrekt ist.

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So sah die norwegische Matrosenstation Kongsnaes einst aus.

Quelle: foto: Archiv

Berliner Vorstadt. Bei der „norwegischen“ Matrosenstation Kongsnaes (dt: Königsnase) hat Investor Michael Linckersdorff jetzt die Nase vorn: Das Oberverwaltungsgericht hat ein Urteil des Verwaltungsgerichtes bestätigt und dem Projekt grünes Licht gegeben. Eine Gruppe namhafter Anlieger, die das Vorhaben auf dem Wege einer Klage gegen die Stadt Potsdam verhindern wollte, hat nun das Nachsehen. Wie der Berliner Unternehmer am Freitag der MAZ sagte, sind alle Argumente der Anlieger gegen das touristisch-gastronomische Projekt verworfen worden. „Das Lärmschutzgutachten hatte Bestand; es war sogar besser als das Gericht es verlangt hätte“, sagt Linckersdorff: „Auch das Verkehrsgutachten hat gehalten. Wir dürfen bauen.“

Die Fundamente der alten, 1945 abgebrannten Ventehalle sind bereits verstärkt und erneuert worden. Im ersten Bauabschnitt ist zudem ein 25 Meter langer Steg errichtet worden, an dem der Nachbau der königlichen Miniaturfregatte „Royal Louise“ (Maßstab: 1:3) anlegen kann. Auch der historische Hafen mit den beiden steinernen Bastionen ist wieder da; hier sollen einmal Oldtimer-Segelboote verkauft werden. In der schönen Jahreszeit gibt es hier jeweils 15 Außenplätze für die Gaststätte. Auf der umlaufenden Veranda der Ventehalle sollen 32 Gäste Platz finden. 60 Plätze hat der Innenraum. „Der Anliegerschutz ist nach Einschätzung des Gerichts gut“, sagt Linckersdorff. Die Zahl der Sitzplätze sei bestätigt worden: Die Ventehalle wird in Polen gebaut und ist zu etwa einem Viertel fertig. Das Holzgebäude, das der Nordland- und Marine-Fan Wilhelm II hatte Ende des 19. Jahrhunderts errichten lassen, wird derzeit nahe Danzig in Polen nachgebaut und wird auf dem Seeweg und über die Elbe nach Deutschland kommen. Es soll im Sommer am Jungfernsee aufgestellt und winterfest gemacht werden. Sechs Metern neben der eigentlichen Ventehalle soll der moderne, aber holzverkleidete Service-Trakt stehen, unter anderem für die Toiletten. Der Verbindungsbau zwischen den beiden Gebäuden ist gläsern.

Von Rainer Schüler

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